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24. Januar 2005

WestLB verkauft Beteiligung an Whyte & Mackay

Wie kürzlich bekannt wurde, will der deutsche Finanzriese WestLB seine Beteiligung an der Whisky-Destillerie verkaufen. Wie in Finanzkreisen bekannt wurde, könnte der Verkauf an die Besitzer der weiteren 60% der Firma für 50 Mill. £ erfolgen. Diese 60%-Beteiligung halten der Hauptgeschäftsführer Vivian Imerman und sein Schwager Robert Tchenguiz. Und dies mit Unterstützung der WestLB seit 2001.

Doch was war damals geschehen:
Die beiden Investoren hatten 2001 von dem damaligen amerikanischen Unternehmen American Brands (heute Fortune-Brands, Jim Beam) die 1884 gegründete Firma Whyte & Mackay mit ihren Blended Flaggschiff "Whyte & Mackay" und den Malt Whiskies (Dalmore, Fettercairn, Isle of Jura) erworben. Dies war der größte Management Buy-out (MBO) in der Whisky-Industrie, den es je gegeben hatte. Er wurde maßgeblich von der deutschen WestLB mit finanziert. Das Unternehmen beschäftigt in Schottland mehr als 700 Mitarbeiter.

Aber warum verkauft nun die WestLb dieses Sahnestück. Die WestLB habe die Absicht, sich von ihren gesamten so genannten Principle Finance-Aktivitäten zu trennen und damit auch von Whyte & Mackay. Bei der Sparte handelt es sich um das britische Investmentgeschäft der WestLB, das Milliardenverluste eingefahren hatte.
"Die Gespräche mit Ihnen befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium", hieß es gestern in Unternehmenskreisen. Seit einem Jahr arbeitet die WestLB unter ihrem Chef Thomas Fischer an der Umsetzung des neuen Geschäftsmodells.
Der Verkauf markiere einen weiteren Schritt für die WestLB, sich im Rahmen ihrer strategischen Neuausrichtung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten zu trennen.

(Gelesen bei "scotsman.com", u.a.)


17. Januar 2005

Johnnie Walker geht in die Modebranche

Ende letzten Jahres hat Johnnie Walker sein neues Logo vorgestellt.



Ich berichtete Anfang Oktober darüber. Jetzt wird noch eins draufgesetzt. Jetzt steigt die schottische Whisky-Marke in die Modebranche ein.
In Florenz wurde diese Herrenmode-Kollektion erstmals bei einer Modeschau vorgestellt. Diese Kollektion soll laut Thomas Caravell, stellvertretender Chef von Diageo Global Licesing für Herren zwischen 28 und 42 Jahren mit gehobener Kultur gedacht sein. Die eingeschränkte Produktion wird also mehrheitlich sportlich.

Diese Mode, welche vom italienischen Designer Maurizio Bonas entworfen wird, soll laut einem unterzeichneten Abkommen mit der italienischen Modegruppe Franco Ziche, in 100 Geschäften weltweit vertrieben werden.

Und das alles unter dem Markenzeichen des forsch ausschreitenden Dandys.

(Gelesen bei "kurier.at")


10. Januar 2005

Torkelnde Gläser

Auf der Suche nach einem schönen außergewöhnlichen Geschenk für einen Whiskyfreund, stieß ich auf wunderschöne neuartige Whiskygläser. Der Name der mundgeblasenen Glasserie ist Programm:

"Rotario"

Ein Glas, welches sich dreht. Es rotiert und man kann daraus trinken. Wenn das keinen Drive hat!
Da wir alle auf ein ruheloses, rotierendes Whiskyglas gewartet haben, hat sich die Schöpferin, Frau Angelika Rümmele was für uns einfallen lassen.
Durch die die einfache Rotation des Glases, bei welcher die Glaswand mit Whisky benetzt wird kann man sich das schwenken des Glases vor dem Nosing ersparen. Was für eine Erleichterung. Da fällt einem der gute alte Spruch ein: "Trinken musst schon selber." Das aber setzt noch immer das Führen des Glases zum Munde voraus.

Obwohl diese Gläser nicht ganz preiswert habe ich meinem Freund hier gleich zwei Gläser gekauft.

(Gelesen bei "derstandard.at")


03. Januar 2005

Neujahrsgrüße 2005

Liebe Whiskyliebhaberinnen und Whiskyliebhaber,

wir blicken zurück auf ein tragisches Ende des Jahres 2004.
Das Seebeben in Asien ist für viele von uns ein prägendes Ereignis, welches uns in unseren Erinnerungen noch lange beschäftigen wird. Obwohl in meinem Verwanden- und Bekanntenkreis glücklicherweise kein Opfer zu beklagen ist, berührt mich persönlich dieses Unglück mehr als jede andere vergangene Katastrophe auf dieser Welt. Ich glaube das geht vielen von Ihnen ebenso wie mir.

Beeindruckend ist aber auch auf der anderen Seite die enorme Hilfsbereitschaft unserer Bevölkerung für die Flutopfer in Asien, obwohl die wirtschaftliche Situation vieler Familien sich in jüngster Vergangenheit nicht gerade verbessert hat. Der vielfache persönliche Einsatz und die große Spendenbereitschaft ist ein hervorragendes Beispiel für gelebte Solidarität.

Ich wünsche allen Usern meiner Seite ein gesundes Jahr 2005 und allen Whiskyherstellern zusätzlich einen normalen Wasserstand ihrer angrenzenden Flüsse, Seen oder Meere.

Ihr Clan


27. Dezember 2004

Gesund und ohne Kopfweh ins Neujahr gerutscht

Der Gänsebraten ist gerade verdaut, da steht so manchem Kopf und Magen zu Silvester eine neue Belastungsprobe bevor: Das Jahr 2005 beginnt für viele Menschen nicht nur mit einem knalligen Feuerwerk, sondern auch mit einem gehörigen "Kater". Die Folge: Der Kater zeigt seine Krallen. Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel sind das Ergebnis einer durchfeierten Nacht. Der so genannte "Kater" ist ein sicheres Zeichen dafür, dass der Körper die getrunkenen Alkoholmengen nicht vertragen hat. Ein Kater entsteht, wenn nicht genügend Aldehyddehydrogenase produziert werden konnte, um schädliche Zwischenprodukte abzubauen.
(Am Rande erwähnt: beinahe jeder zweite Asiate hat einen Gendefekt, der die Bildung der Aldehyddehydrogenase verhindert, und verträgt deshalb keinen Alkohol).
Wenn im Alkohol Methanol oder andere Fuselalkohole enthalten waren, führt das zu noch giftigeren Zwischenprodukten (im Falle von Methanol zu Formaldehyd!) und sorgt für entsprechende Vergiftungserscheinungen. Der Gehalt an Fuselalkoholen ist aber nicht unbedingt von der Qualität des Alkohols abhängig, sondern mehr von der Herstellung. Fuselalkohole entstehen vor allem beim Brauen von obergärigem Bier. Daher sorgt Weizenbier im Gegensatz zum Pils oder Exportbier für den schlimmsten "Kater". Aber auch bei der Reifung von dunklen Schnäpsen wie etwa Whisky(!!!), Rum oder Weinbrand sollen meist höhere Konzentrationen an Fuselalkoholen entstehen, als bei Weißwein oder Wodka. Das jedenfalls, ist die Meinung von vielen Medizinern.

Aber was kann man nun zu Vermeidung von Kopfweh am Neujahrsmorgen tun?
Die Amerikaner treten dem Kater mit "Bloody Mary" entgegen.
In England oder Schottland versucht man es mit "one hair of the tail of the dog that bit you the night before", was soviel heißt wie "Trink noch ein Schluckerl von dem, was du gestern geschluckt hast" oder anders gesagt "Trink früh das als Erstes, mit dem Du Abends als Letztes aufgehört hast". Sinn: Alkoholabbau verlangsamen, dadurch Beschwerden lindern.
Die Deutschen versuchen es früh mit reichlich frischem Obst, Vollkornprodukten, Rührei, eingelegten Salzheringen, sauren Gurken und ganz viel Wasser. Auch eine heiße Boullion soll Besserung und für Nachschub an Salz im Körper sorgen.

Aber jetzt gibt es den Geheimtipp gegen Brummschädel:
Mit Honig kann man, laut Aussage der US-amerikanischen National Headache Foundation, die Kater-Kopfschmerzen am erfolgreichsten bekämpfen. Vor dem ersten Gläschen bzw. auch danach etwas Honig auf ein Brot soll wahre Wunder wirken. "Honig - im Gegensatz zu Zucker - enthält Fruktose, die im Körper den Alkoholabbau fördert", erklärt Dr. Merle Diamond, Direktorin der Diamond Headache Clinic in Chicago in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Dies verhindert den raschen Wechsel des Alkoholspiegels, der für den Kopfschmerz am "Morgen danach" verantwortlich ist, so die Kopfschmerz-Expertin.
Eine weitere gute Quelle, um sich mit Fruktose zu versorgen, ist Tomatensaft, so die National Headache Foundation. Auch er hilft, den Alkohol schneller zu verbrennen. (Jetzt versteh ich auch besser die Wirkungsweise von "Bloody Mary")

Auf jeden Fall wünsche ich allen Usern einen guten Rutsch ins neue Jahr und

Trinken Sie maßvoll!


20. Dezember 2004

"Striding Man" bald ziemlich schnell

Der "Striding Man", das Markenzeichen der Whisky-Marke "Johnnie Walker" wird bald nicht nur im neuen Outfit erscheinen, sondern zu dem noch unwahrscheinlich schnell unterwegs sein.

Der Grund dafür ist, dass der "Striding Man" wahrscheinlich bald in der "Formel 1" (man vermutet in der zweiten Saisonhälfte, ab August) neben Kimi Räikkönen und Juan Pablo Montoya mit dem "McLaren Mercedes" Silberpfeil mitfahren wird.
Der Grund dafür wiederum ist die Tatsache, dass die Tabak-Marke "West" dem zukünftigen Hauptsponsor, der Whisky-Marke "Johnnie Walker" weichen soll.
Und der Grund für diesen Umstand ist nun das ab 2006 inkrafttretende völlige EU-Tabakwerbeverbot. Zigarettenwerbung ist von da an in der "Formel 1" wahrscheinlich gänzlich verboten. Gegen Alkohol hat die Rechtssprechung offenbar nichts einzuwenden…

Es ist wahrscheinlich, dass nicht nur der "Imperial Tobacco"-Konzern (zahlte 25 Mio. Euro jährlich) mit seiner Marke "West" bei "McLaren Mercedes" aussteigt, sondern dieses Schicksal natürlich auch Ferrari bevorsteht. Hauptsponsor "Marlboro" (Philipp Morris) ist mit 43 Mio. Euro noch Top-Sponsor der "Formel 1". Dann müssten sich auch die Roten aus Maranello ab 2006 einen neuen Hauptsponsor suchen.
Bei den "Silbernen" jedenfalls scheint es sicher, dass sich die Whiskyfabrikanten die Speedwerbung 53 Mio. Euro pro Jahr kosten lassen, was einem Großangriff auf Ferrari und Michael Schumacher gleichkäme.

Die Konkurrenz muss bei solchen Summen kräftig schlucken. Und das McLaren-Mercedes-Team können sich auf hochprozentige Siegesfeiern mit dem Produkt aus Kilmarnock (Schottland) freuen.

(Gelesen bei "www.bild.t-online.de" u.a.)


13. Dezember 2004

Whisky in Tuben?

Erst kürzlich berichtete ich über eine Neuerung. Nämlich Alkohol (als Pulver) in Tüten .
Jetzt gibt es schon wieder eine Neuerung im Netz. Nämlich alkoholische Drinks in Tuben.
Angeboten wird diese Neuerung von der Firma "LOOK!4GO GmbH & Co. KG". Wann diese Firma die ersten Whisky-Drinks anbietet, war leider nicht zu erfahren.

So abwegig ist dies jedenfalls nicht. Denn in einigen Ländern Afrikas gibt es viele harte Drinks, handlich abgepackt in Tütchen, ähnlich der "Caprisonne"-Packungen bei uns in Deutschland. Ob im Tschad, in Kamerun, Mali, Senegal oder Ghana sind diese Tütchen, kaum größer als eine Brause-Packung unter der Hand an Tankstellen zu haben oder bei den Bauchladenverkäufern in den Clubs.

Diese Hamburger Firma hat jetzt diese Idee aufgegriffen und mit dem Produkt "Go Tube" den Partyhit zum Jahreswechsel auf den Markt, zumindest auf den Internetmarkt gebracht. Angeboten werden zur Zeit vier Produkte. Pure - Energy Drink, Wodka Energy, Wodka Lemon und Wodka Strawberry. Diese Drinks haben einen Alkoholgehalt von vier bis knapp zwölf Prozent.
Denn was die Afrikaner pur in die Tüte schweißen, servieren die Hanseaten in kleiner Dosis.

(Gelesen bei "morgenpost.de")


06. Dezember 2004

"Elijah Craig" wurde wieder Whisky des Jahres

Wie schon im letzten Jahr, so wurde auf dem jährlich in New York City stattfindenden internationalen "WhiskyFest" gerade wieder der 12 Jahre alte "Elijah Craig" zum bestverkauften Whisky des Jahres gekrönt. Der Bourbon wird in Kentucky in der "Heaven Hill Distilleries, Inc." in Bardstown hergestellt.

Bei der Ehrung wurde die Komplexität an Honig-, Vanille- und Karamellgeschmacksstoffen herausgestellt. Es hieß, dass kein 47 prozentiger Bourbon so wundervoll rauchig ist. Und dies bei dem Preis.

Diese Auszeichnung reiht sich nun in eine Reihe von Ehrungen. Dazu gehören unter anderen die Doppel-Gold-Plazierung beim "World Spirits Competition" in San Francisco, sowie der mehrjährige Gewinn des Wettbewerbes der Zeitschrift "Whisky Magazine" in der Kategorie "Best of the Best".

Weitere Informationen zur Marke "Elijah Craig" sind hier zu finden.

(Gelesen bei "louisvillescene.com")


29. November 2004

Bald Whisky in Tüten?

Whisky aus der Tüte - das ist nicht mehr ganz so abwegig, wie es auf den ersten Blick erscheint. Denn neuerdings sind alkoholische Mixgetränke in Pulverform auf dem Markt. Dies ist keine "Schnaps-Idee" sondern Realität.

Eine deutsche Firma subyou GmbH wirbt im Internet mit dem Slogan "Zu jeder Zeit eine Tüte bereit" bzw. "Keine Sondersteuer, kein Pfand". Dabei werden 65 Gramm Pulver in 250 Milliliter Wasser gerührt und fertig ist das Mixgetränk mit 4,8 Prozent Alkoholgehalt. Zurzeit werden Pülverchen in den Geschmacksrichtungen
- Blackberry Wodka
- Tropical White Rum
- Limette White Rum
- Blutorange Wodka
angeboten.
Der Geschmack und die Wirkung sind ähnlich den Alcopops. Umgangen wird damit nicht nur die neuerliche Sondersteuer, sondern auch das Jugendschutzgesetz. Eine Ausweitung der Sondersteuer auf solche Brausemixturen und ein Regulativ zum Schutz von Kindern vor solchen Pülverchen sind dabei eine Frage der Zeit.

Am vergangenen Montag distanzierte sich erneut der "Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V." (BSI) von den "Alkohol-Tüten". Wie der BSI-Präsident Wilfried Mocken erklärte, werden die Herstellung und der Vertrieb von wasserlöslichen Pulvern mit Alkoholbestandteilen von den Mitgliedsunternehmen des BSI auf das Schärfste verurteilt.

Wie ein bekannter Ernährungswissenschaftler mitteilte, gibt der Anbieter keine weiteren Informationen zum Herstellungsverfahren des Produktes heraus. Auch zu den Inhaltsstoffen erhielt er keine Angaben. Der Verkäufer verweist in diesem Zusammenhang auf seine gesetzliche Deklarationspflicht in der Zutatenliste auf der Verpackung. Die auf der Internetseite beschriebenen Herstellungsverfahren bezeichnete jedenfalls der Wissenschaftler als "Kuriosum", weiß aber von einem amerikanischen Patent, mit dem Alkohol zu Pulver verarbeitet werden kann. Dabei wird der Alkohol in Kügelchen eingeschlossen, deren Aufbau eine Ähnlichkeit mit Zuckermolekülen haben und Alkohol speichern kann.
In den USA wurde diese Methode erfunden, um die Besteuerung von Alkohol in flüssiger Form zu umgehen - offenbar ein Vorbild für das Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen.

(Gelesen bei "sueddeutsche.de")


22. November 2004

50 Britische-Pfund pro Schluck Whisky

Eine der bekanntesten Pubs Schottlands berechnet 50 £ für einen Schluck Whisky.
Die Grill Bar in Aberdeen's Union Street, war eines der letzten Pubs in Schottland, welches den Frauen den Eintritt verwährt und bis zur Einführung des Geschlechts-Diskriminierungs-Gesetzes 1975 nur den Männer den Zutritt gewährte.

Die meisten Kunden sind sprachlos, wenn Graham Watson, der Inhaber der Bar, eine Flasche eines seltenen 64-year-old Macallan (Wert mehr als 1.200 £,) auf den Tresen setzt, und mit einem Preisschild von £50 pro Schluck versieht.

Herr Watson erklärte, daß der hohe Preis der Tatsache geschuldet ist, dass der Whisky am Neujahrstag 1940 destilliert worden war, und zwar in der Macallan Destillerie in Craigellachie auf Speyside. Während des zweiten Weltkrieges war die Whiskyproduktion streng limitiert.
Noch später, zwischen 1943 und 1945, waren die Getreidehändler so stark eingeschränkt, dass in Schottland überhaupt kein Whisky produziert werden konnte.

Slainte!

(Gelesen bei "scotsman.com")


15. November 2004

Bedenken gegen den Verkauf von Glenmorangie an LVMH

Der französische Luxuxwarenhersteller Louis Vuitton Moet Hennessy (LVMH) hat Ambitionen am Kauf von Glenmorangie. (Siehe meine News vom 18. Oktober diesen Jahres).
Jetzt aber haben die oberen Konkurrenzrechtler vor diesem Verkauf gewarnt.

Die "Office of Fair Trading" (Wettbewerbsaufsichtsbehörde), kurz "OFT", wies letzte Woche auf die Verbindung des LVMH mit Diageo hin. Diageo, der weltgrößte Getränkehersteller, hält 34% Anteile an LVMH.
Man befürchte deshalb, dass der Anteil und damit der Einfluss von Diageo auf den schottischen Whiskymarkt zu groß wird, da Diageo schon heute viele Top-Marken wie "Johnnie Walker" und eine Reihe von Single Malts besitzt.
Ein 34% Anteil gibt Diageo das Recht, einige Anträge zu blockieren. Und effektiv hat ja dann Diageo über LVMH einen 34%tigen Anteil an Glenmorangie.

OFT überprüft deshalb nochmals die Besitzstrukturen und muss entscheiden, ob dies zu einer Verminderung der Konkurrenz im Markt führen würde. Diese Wettbewerbsaufsichtsbehörde wird dazu bis zum 19. November einen Kommentar veröffentlichen.

Die OFT überprüft gewöhnlich alle Verträge von Firmen mit einem Umsatz von mehr als 70,0 Mio. £ bzw. einen Marktanteil von mehr als 25%.
Glenmorangie hatte letztes Jahr einen Umsatz von 68,8 Mio. £ und dieses Jahr 70,0 Mio. £. Diageos Anteil am britischen Spirituosenmarkt wird auf 28% geschätzt.

(Gelesen bei "scotsman.com")


08. November 2004

"Blackwood", die Shetland Destillerie

Wie ist der Stand bei der "Blackwood Distiller Ltd.", der nördlichsten Destillerie Schottlands?

Wir erinnern uns.
Im November 2002 wurde die Gründung der nördlichsten Destillerie der Welt auf den schottischen Shetland Islands bekannt gegeben.
Im Frühjahr 2003 wurde der Grundstein für eine umgerechnet 8 Millionen Euro teure Destillerie gelegt. Blackwood wird sowohl torfige als auch ungetorfte Whiskies in verschiedenen Finishings produzieren. Als Geschmacksreferenzen werden Caol Isla und Highland Park für den getorften und Glenrothes für den ungetorften Whisky angegeben.

Auf den Shetlandinseln gab es bis dato noch keine Whisky-Destillerie.
Historisch begründet war dies in der engen Beziehung zu Norwegen und Dänemark, dem die heute schottische Region bis 1469 unterstand. Viele Familien- und Ortsnamen sowie traditionelle Feste sind daher auch skandinavischen Ursprungs.

Technisch gesehen besitzt die Inselgruppe die idealen Bedingungen zur Whiskyherstellung:
- ein nahezu unbegrenzter Vorrat an Torf, dessen Rauch der auf dem Dörrboden ausgebreiteten keimenden Gerste den charakteristischen Geschmack gibt (das Malzen);
- reichlich sauberes Wasser mit einem leichten Torfgeschmack;
- ein feuchtes und windiges Klimas, welches die Engel um einen erheblichen Teil ihres ihnen zustehenden Verdunstungsanteils von jährlich 2 Prozent betrügen wird. (Als "Anteil der Engel" - Angels' Share - wird jener Teil bezeichnet, der während des langen Reifungsprozesses jährlich verdunstet.) Das mag die Engel ärgern, dem Whisky kommt es zugute, denn es gibt ihm eine nicht zu verachtende zusätzliche Note und macht ihn mit einigen der berühmten Single Malts von der Whiskyinsel Islay an der schottischen Westküste vergleichbar.

Finanzieren wird sich die Firma, abgesehen von den reichlichen staatlichen Förderungen, hauptsächlich über zwei Schienen:
1. Über den Verkauf von Bonds. Das heißt, dass Whiskyliebhaber schon heute ihren Shetlandwhisky kaufen können. Für umgerechnet 860 Euro können Enthusiasten Teilhaber bei "Blackwood Distillers Ltd." werden und so gleichzeitig Anrecht auf jeweils eine Kiste dreijährigen (im Jahre 2006) und eine Kiste fünfjährigen (2008) Whisky erwerben. Ganze Fässer sind für 12.700 Euro zu haben.
Die Einnahmen aus den Bond-Verkäufen betragen ca. 1,6 Mill. £ von insgesamt 258 privaten Anlegern aus 9 Ländern.
2. Es werden vorab Gin-, Wodka- und Cremelikörprodukte hergestellt und vertrieben, bei welchen man nicht auf eine Reife warten muss.
Der Umsatz beträgt ca. 2 Mill. £ pro Jahr.

Caroline Whitfield, Blackwoods Hauptgeschäftsführer, sagte gestern gegenüber der "Scotland on Sunday", dass die Firma jetzt genug Kapital zusammen hat, um mit dem Whiskybetrieb beginnen zu können. Mit dem Aufbau der Abfüllanlagen wird man im ersten Quartal 2005 beginnen und im August 2005 damit fertig sein.
Außerdem erläuterte Frau Whitfield als ehemalige Diageo Abteilungsleiterin, dass der Wodka-Cremelikör "Jagos" das populärste Produkt des Unternehmens mit ca. 50% - Anteil ist, gefolgt vom botanischen Gin und dann vom nordischen Wodka.

Auf die ersten Whisky-Ergebnisse im Jahre 2006 dürfen wir uns natürlich jetzt schon freuen.

(Gelesen bei "scotsman.com" u.a.)


01. November 2004

"Johnnie Walker" erhält neues Logo

Nach verschiedenen Berichten der einschlägigen Medien wird der mit großen Schritten daherkommende Dandy "renoviert".
Gemeint ist der "Striding Man", das Markenzeichen der Whisky-Marke "Johnnie Walker". Sein neues Outfit wurde vom französischen Modemacher Christian Lacroix entworfen. Er erscheint dann auf der Flasche ohne Gehrock, ohne Hut, ohne Stock und ohne Monokel. Dafür mit rotem Mantel mit Gürtel, mit weißen Jeans, mit schwarzem Sweatshirt, mit einer Krawatte und mit einem kleinen lila Schal.

Entworfen wurde der "alte" Original-Dandy vor fast hundert Jahren vom britischen Zeichner Tom Brown während eines Dinners. Er kritzelte damals den Dandy auf eine Speisekarte, welcher seither als Markenzeichen um die Welt wanderte.

Für alle Kuriositätensammler veröffentlichte das Haus Lacroix vorige Woche eine interessante Mitteilung. Am 1. Dezember wird eine Statue des Dandys zu Gunsten der Aids-Hilfsorganisation "Sidaction" auf dem Internet-Portal Ebay versteigert.
Viel Glück beim Bieten!

(Gelesen bei "Freie Presse" u.a.)


25. Oktober 2004

Whisky gut bei Diabetes

Am "Tag der deutschen Einheit", nämlich dem 3.Oktober hielt die "Japan Society of Diabetic Complications" auf der anderen Seite der Erdkugel, in Yokohama, ihre 19te jährliche Sitzung ab.

Auf dieser Sitzung wurden ausführliche Forschungsresultate verkündet. Vorgestellt wurden diese Resultate von einer gemeinsamen Gruppe aus Industrie und Forschung. Beteiligt an der Forschungsgruppe sind neben dem führenden japanischen Getränkehersteller "Suntory", die "Fukuyama Universität" und die "Universität von Shizuoka".

Diese Spezialisten nun fanden heraus, dass Whisky eine antidiabetische Wirkung besitzt. Er hat die Eigenschaft die Aldosereduktase zu hemmen. Diese Aldosereduktase ist ein Faktor der die Diabeteskomplikationen beschleunigt und verschlechtert.
Das gemäßigte Whisky-Trinken kann demzufolge der Entwicklung einer Diabetes-Erkrankung entgegenwirken, die Regulation des Blutzuckerspiegels beeinflussen. Diese einzigartige Eigenschaft erhält der Whisky während seiner Reife in den Eichenfässern.

Dieses Ergebnis wird aber wahrscheinlich leider nicht dazu führen, dass man den "guten Tropfen" auf Rezept in der Apotheke bekommt. Und daran ist die Gesundheitsreform bestimmt nicht schuld.

(Gelesen bei "Japan Corporate News Network (JCNN)")


18. Oktober 2004

Verkauf von Glenmorangie nimmt Formen an

Nach Medienberichten zufolge nimmt der Verkauf, des von der Familie MacDonald kontrollierten über 50%tigen - Anteils, weitere Formen an. Das Interessante dabei ist, dass nicht mehr Brown-Forman Corp., ein in Kentucky ansässigen Getränkeriese, die Nase vorn hat. Entsprechend meines Berichtes von Ende August diesen Jahres war er noch Favorit. Er und die Bacardi International Ltd. sollen abgeschlagen sein, heißt es.

Neu auf der Interessentenliste ist die LVMH (Louis Vuitton Moet Hennessy). Dieser Gesellschaft und der Pernod Ricard SA geben die Experten die besten Chancen auf den Zuschlag. Warum die LVMH jetzt mit die besten Chancen hat wurde nicht bekannt. Wahrscheinlich liegt es an der als sehr komplex beschriebenen Situation im Verkaufsprozess.

Da die Familie MacDonald sehr großen Wert auf den Erhalt von Arbeitsplätzen und Abfüllstätten legt, einige Bieter jedoch eine operative Verschmelzung von Betriebsstätten anstreben, wird man sich wahrscheinlich für diese Bieter nicht entscheiden.
Das aber alles nur, wenn der Preis stimmt. Und der Preis, das heißt der Wert des Anteils, beläuft sich zurzeit auf 364 Mio. £. Das sind über eine halbe Milliarde Euro.

(Gelesen bei "Finanztreff.de")


11. Oktober 2004

Whisky von Adel

"The Prince of Whiskies" gibt sich die Ehre: Dieses Statement ziert jetzt wieder das Label von Chevas Regal 12, der in neuer Aufmachung erscheint. Hersteller Pernod Ricard ließ Flasche und Geschenkverpackung des Premium Scotch Whiskys überarbeiten.

Form und Farbe des Etiketts sind gezielt verändert und hochwertiger geworden. Neben dem wiedereingeführten Adelstitel, der unmissverständlich die edle Herkunft anzeigt, sorgt der "Age-Claim" in neuer eleganter und einfacheren Prägung in der Flasche für eine exquisite Optik. "Das Verpackungs-Design spiegelt Prestige und Tradition von Chivas Regal 12 als eine der wenigen Weltmarken im Spirituosensektor wieder. Es bereichert durch eine frische, zeitgemäße Note, die perfekt zur Markenidentität von Chivas Regal 12 passt", sagt François Cambier, Senior Brand Manager Pernod Ricard Deutschland.

Der Relaunch ist Teil der Neupositionierung der Marke. Unter dem Motto "This is the Chivas Life" versteht sich die Werbekampagne als Ermutigung, den Augenblick zu genießen und einen Ausgleich für die hektischen und geschäftigen Momente des Alltags zu finden. Ein Glas Chivas Regal vor dem Kamin oder im Kreis guter Freunde kann für Ruhe und Entspannung sorgen.

(Gelesen bei "getraenkemarkt-info.de")


04. Oktober 2004

Glaubt ein Whisky-Produzent vielleicht an Monster?

Der schottische Whisky-Hersteller "Wine & Spirit Merchants Berry Bros. & Rudd", welcher den weltberühmten "Cutty Sark Blended Scots Whisky" herstellt, ließ sich einen geradezu monströsen Werbe-Gag einfallen. Warum die Firma Ihren Whisky "Scots Whisky" (Whisky der Schotten) und nicht "Scotch Whisky" (schottischer Whisky) nannte ist aber eine andere (lustige) Geschichte. Genau diese Firma offerierte demjenigen eine Million Pfund, der das Monster von Loch Ness lebend einfangen würde. Am Anfang war man sich in der Geschäftsleitung einig. Dies ist ein billiger Werbe-Gag, denn wer glaubt schon an Legenden.

Doch dann begann bei den Whisky-Männern das Grübeln, ob "Nessie" nicht vielleicht doch.....

Die Zweifel zeigten Wirkung und man entsann sich an die alte Traditionsadresse: "Lloyd's of London". Das Traditionsunternehmen behauptete ja immer wieder selbstbewusst: "Wir versichern alles." Sogar die Beine von Modeschönheiten wurden schon versichert.

Die Whisky-Brenner sind zwar sparsame Schotten und trotzdem, oder gerade deshalb versicherten Sie sich bei "Lloyd's" für den Fall, dass ein wackerer Drachenfänger tatsächlich das Monster anschleppen würde.

(Gelesen bei "moneycab.com")


27. September 2004

Steuersätze für Spirituosen in den EU-Ländern

Wie sieht es übrigens mit der Spirituosensteuer in der erweiterten Europäischen Union aus?

Abgesehen davon, dass fast in der Hälfte der EU-Länder, nämlich in 11 von den insgesamt 25 Ländern Wein bzw. Wein und Schaumwein nicht versteuert wird, wird aber überall Bier und Schnaps versteuert. Die Steuersätze sind jedoch noch sehr unterschiedlich (fast Faktor 10, von der geringsten zur höchsten Steuer) und müssen noch "harmonisiert" werden. Wie sieht es nun konkret bei 0,7-Liter Spirituosenflaschen (bei angenommenen Alkoholprozentsätzen) aus:

Land 15 %vol 32 %vol 40 %vol 43 %vol
Schweden 5,79 €12,36 €15,45 €16,61 €
Irland 4,12 €8,79 €10,99 €11,81 €
Finnland 2,97 €6,33 €7,91 €8,50 €
Großbritannien 2,91 €6,22 €7,77 €8,35 €
Malta 2,45 €5,22 €6,53 €7,02 €
Dänemark 2,12 €4,52 €5,65 €6,08 €
Niederlande 1,86 €3,98 €4,97 €5,34 €
Belgien 1,74 €3,72 €4,65 €5,00 €
Frankreich 1,52 €3,25 €4,06 €4,37 €
BR Deutschland 1,37 €2,92 €3,65 €3,93 €
Luxemburg 1,09 €2,33 €2,92 €3,13 €
Österreich 1,05 €2,24 €2,80 €3,01 €
Griechenland 0,99 €2,12 €2,64 €2,84 €
Polen 1,01 €2,16 €2,69 €2,90 €
Estland 0,97 €2,08 €2,60 €2,80 €
Litauen 0,97 €2,08 €2,60 €2,80 €
Lettland 0,89 €1,90 €2,37 €2,55 €
Portugal 0,93 €1,97 €2,46 €2,65 €
Tschechien 0,87 €1,86 €2,33 €2,50 €
Ungarn 0,79 €1,69 €2,12 €2,27 €
Spanien 0,78 €1,66 €2,07 €2,23 €
Italien 0,77 €1,63 €2,04 €2,20 €
Slowenien 0,74 €1,58 €1,98 €2,13 €
Slowakei 0,64 €1,36 €1,69 €1,82 €
Zypern 0,63 €1,34 €1,67 €1,80 €


Zusatzsteuern, wie die Steuer für die so genannten "Alcopops", sind in der Aufstellung nicht berücksichtigt.
Wie man sieht liegt die Alkoholsteuer oder besser Brandweinsteuer in Deutschland in der oberen Hälfte aller EU-Staaten.

(Quellen: Europäischer Dachverband der Hersteller von Spirituosen (CEPS) und Bundesministerium der Finanzen)


20. September 2004

Publicis erhält Auftrag von Allied Domecq

Der weltweit zweitgrößte Spirituosenkonzern "Allied Domecq Spirits & Wine Deutschland GmbH & Co. KG" erteilte der Frankfurter Werbefirma "Publicis Public Relations" den Auftrag zur kommunikative Betreuung von zwei Whisky-Marken, einer Whisky-Collection und einer Whiskey-Marke.

Die weltweit tätige Werbefirma, welche ursprünglich aus Frankreich stammte und als erste Agentur Frankreichs bereits 1968 einen TV-Spot schaltete, wird die Kampagne "Go Play for 1 Year" für den Scotch "Ballantine´s Finest" bekleiden.
Daneben wird die PR-Firma die Einführung einer Spezial Edition des irischen Whiskey's "Tullamore Dew Heritage Blend" und eines 14-jährigen Single Malt Whiskies, Namens "Scapa 14" bekleiden.
Außerdem wird sich "Publicis PR" um das Corporate Publishing der "Malt Heritage Collection" von Allied Domecq kümmern.

Auf das Ergebnis kann man schon jetzt gespannt sein.

(Gelesen bei "W&V ONLINE" und bei "derstandard.at")


13. September 2004

Der große Streit um das Wort "GLEN"

Der Streit zwischen der schottischen Whiskyindustrie und einer kleinen kanadischen Brennerei ist wieder offen ausgebrochen. Die "SWA (Scotch Whisky Association)" versucht den Verkauf des Single Malts "Glen Breton" unter allen Umständen zu verhindern, weil die Marke "zu schottisch" klingt. Denn die SWA ist der Meinung, dass damit die Öffentlichkeit getäuscht wird. Denn jeder wird glauben er kauft analog zu den Marken "Glenfiddich", "Glenlivet" oder "Glenmorangie" ein reales schottisches Produkt, welches auch in Schottland hergestellt worden ist. Deshalb hat die SWA bei der "Canadian Trademark Opposition Board" in Ottawa Beschwerde wegen unfairen Wettbewerb eingelegt.

Der Eigner der "Glenora" Brennerei bezeichnete die Beschwerde erwartungsgemäß als albern und beharrt darauf, dass das Wort "Glen" nicht exklusiv von Schottland genutzt werden darf. Der Präsident von "Glenoras", Herr Lauchie MacLean sagte zwar, dass er verstehe, dass die SWA verpflichtet ist den Namen des Scotchs zu schützen, aber hier sind sie wohl doch zu weit gegangen. Außerdem führte der Kanadier, dessen schottische Vorfahren vor ca. 200 Jahren auswanderten, folgendes aus:
"Die Argumentation, dass ‚Glen' nur Schottland und der SWA gehört, ist ein starkes Stück. Die "Glenora" Brennerei steht in der ‚Glenville' Gemeinde, in der Nähe der ‚Glenora' Wasserfälle bei ‚Glen Dea'."
"Glenora" startete die Produktion bereits 1990. Heute verkauft er 2.000 Kisten pro Jahr. Dies ist nur halb so viel, wie die kleinste schottische Brennerei "Edradour". Außerdem fügte er hinzu: "Bis jetzt hat uns die Auseinandersetzung 5.000 £ gekostet. Aber da ‚Glen Breton' unsere einzige Marke ist, sind wir ökonomisch gezwungen an dem Namen festzuhalten, um unseren loyalen Kundenbestand zu behalten."

Die SWA jedoch entgegnete, dass sie bereits 1986 den Vorgänger von "Glenora" vor dem Gebrauch des schottischen Namens für einen kanadischen Whisky warnte. Im Jahre 2000 fragte die SWA abermals bei der "Glenora Distillers Ltd." nach dem geplanten Namen seiner Produkte. David Williamson von der SWA sagte: "Leider erhielten wir keine Antwort auf unsere Anfrage. Als dann der Handelsname veröffentlicht wurde, hatten wir keine Wahl als uns mit der Brennerei auseinanderzusetzen." "Natürlich haben wir keinen Einwand zur Produktion eines Single-Malt Whiskies in Kanada. Was jedoch für uns von Belang ist, ist der unfaire Nutzen eines Produktes aus dem internationalen Renommee des schottischen Whiskies z.B. durch die Annahme eines schottisch klingenden Namens zu ziehen."

Die SWA ist von ihrem Sieg überzeugt, da sie bereits in der Vergangenheit erfolgreich in Australien, Neuseeland, Belgien, Deutschland, Indien und Irland gegen die Anwendung von eingetragenen Warenzeichen für Whisky kämpfte, einschließlich die Verwendung des Wortes "Glen".

Charles Maclean, der Autor von "Scotch Whisky: A Liquid History" der Vorsitzende des Nosing-Panels der "Scotch Malt Whisky Society" beschrieb den "Glen Breton" Whisky als ein sehr gutes Produkt. Er sagte: "Er ist von seiner Art eher ähnlich dem japanischen Whisky, als dem schottischen Malt-Whisky. Aber in einen "Blind Tasting" kann man ihn auch leicht mit einem schottischen Malt verwechseln."

(Gelesen bei "scotsman.com")


06. September 2004

Whisky, Whiskey oder doch Whesskey

In seiner kleinen Familien-Brennerei im hessischen Kettenbach brennt Holger Höhler seit Februar 2001 ein Destillat aus Mais, Weizen und Malz. Nach dem Prinzip des Scotch lagerte er das Destillat drei Jahre im Keller, bevor er es vom Fass auf die Flasche zog.
Auf den wenigen noch vorhandenen und vorbestellten Flaschen der ersten Charge steht "Hessischer Whiskey" und groß darüber die Mundartversion "Whesskey". Denn alle 90 Halbliter-Flaschen sind schon weg. Herr Höhler kann sich nämlich vor Bestellungen kaum retten. Nach verschiedenen Medien berichten bekommt Höhler laufend bundesweite Anfragen von Liebhabern der braunen Flüssigkeit.

Diesen Erfolg konnte er vor vier Jahren noch nicht ahnen, als er als Hobby-Brenner durch einen Freund dazu animiert wurde, welcher Ihm seinen Mais zum brennen anbot. Die Brennereirechte und das Grundwissen hatte er vom Opa geerbt. Für alle Fälle hat er neben einer Investition in eine neue gebrauchte Anlage auch inzwischen eine eineinhalbjährige Fortbildung absolviert. Nach über 400 Unterrichtsstunden hat er die Prüfung im Ausbildungsberuf Brenner abgelegt. Außerdem ist er jetzt "staatlich geprüfte Fachkraft für das Brennereiwesen".

Dadurch, dass der Kettenbacher neben den traditionellen Gärtnereiarbeiten auch noch immer das Lohn-Brennen mit anderer Leute Obst betreibt, ist er nicht auf jeden Cent angewiesen. So konnte er sich auch leisten einen Händler der den gesamten Bestand aufkaufen wollte, einen "Korb" zu erteilen. Es gehe ihm nicht darum, möglichst viel Geld zu verdienen, sondern den Menschen das Gefühl für ein gutes Destillat zu vermitteln, wie er betont. "Die Leute sollen genießen", wünscht er sich.
Viel lieber übergab Herr Höhler seine erste fertig etikettierte Flasche dem Hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) durch den örtlichen CDU-Vorsitzenden Lothar Becker bei einem Besuch in Aarbergen. Er gab auch eine Flasche an einen Mann aus Griebelschied, der sich bei dem Herrn Höhler als Eigentümer der mit 1.400 Sorten größten Bourbon-Sammlung der Welt vorstellte.

(Gelesen bei "wiesbadener-kurier.de")


30. August 2004

Familie Mac Donald will Glenmorangie verkaufen

Glenmorangie, eine börsennotierte Brennerei mit 300 Angestellten an drei Standorten im Norden Schottlands, hat die Investmentbank "Rothschild" beauftragt, einen Käufer zu finden. Kontrollierender Aktionär der 300 Jahre alten Firma, die in Schottland noch die Marktführerschaft bei Qualitäts-Malts hat, ist bislang die schottische Familie Mac Donald. Mit McDonald's hat die Familie nichts zu tun. 15 Mitglieder der Mac-Donald-Familie kontrollieren derzeit mehr als fünfzig Prozent der Stimmrechte. Brown-Forman hält rund zehn Prozent der Aktien.

Diesen Brown-Forman, einem in Kentucky ansässigen Getränkeriesen, räumen die Branchenexperten die meisten Chancen ein. Denn "Da Brown-Forman schon einen Anteil an Glenmorangie besitzt, scheint der Einstieg nur logisch", sagte James Dawson vom Brokerhaus Charles Stanley. Die Amerikaner wollen von der steigenden Popularität der Single Malts Scotch's profitieren, deren Absatz weltweit mehr als doppelt so schnell wächst, als der von US-Whiskys.
Auch wenn das Unternehmen die Whisky-Marken "Jack Daniels" und "Southern Comfort" herstellt, deren Genießer häufig das tun, was Connaisseure des schottischen Single Malts für Barbarei halten: das Getränk mit Cola mischen oder es mit Eiswürfeln trinken.

Doch auch andere Unternehmen sind stark interessiert. "Glenmorangie führt Gespräche mit einer Reihe von Interessenten", teilte das Traditionshaus am Dienstag mit. Im Oktober soll der Käufer feststehen.
Die Aktie stieg daraufhin um fast zwanzig Prozent.

(Gelesen bei "ftd.de")


23. August 2004

Whisky schnüffeln, statt trinken

Ein amerikanischer Erfinder suchte nach einem Weg, Alkohol ohne Kater zu sich zu nehmen und dabei auch andere unangenehme Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme nicht in Kauf nehmen zu müssen. Und was soll man sagen? Er fand einen Weg, baute ein solches Gerät und taufte es AWOL-Maschine.
AWOL steht dabei für "Alcohol without liquid".
Der in die Maschine eingefüllte Alkohol wird dabei nicht mehr getrunken, sondern inhaliert. An bestimmte Sorten des Alkohols ist die Maschine nicht gebunden. "Neben Wodka kann die Maschine natürlich auch mit Whisky befüllt werden", beteuerte der Erfinder.

Begutachten und ausprobieren kann man das Gerät bereits in verschiedenen Lokalitäten. So auch in einer Bar Namens "Il Bordello". (Die Bar ist nicht das, nach wessen es sich anhört). Die Bar ist gleichzeitig Restaurant und Lounge auf einem Boot und befindet sich im englischen Bristol.

Einziger Wermutstropfen ist aber trotzdem die Zusichnahme von Alkohol mit allen seinen Folgen auf die Wahrnehmbarkeit und dem damit verbundenen Verbot ein Fahrzeug im öffentlichen Verkehrsraum zu führen.
Zur möglichen Explosionsgefahr bezüglich des explosiven Alkohol/Sauerstoff - Gemisches machte der Erfinder keine Ausführungen.

(Gelesen bei "Telepolis" und "heise.de")


16. August 2004

Bester Whiskyladen des Jahres: "Wein & Whisky" in Bonn

Die deutsche Zeitschrift (und Internetseite) "Der Feinschmecker" führte gemeinsam mit "Chivas Regal", dem Flagschiff des französischen Getränke-Riesen Pernod Ricard, einen Wettbewerb zu den besten Whiskyläden Deutschlands durch. Die Leser haben mitgeholfen. Der beste Laden steht bereits fest und liegt oder besser steht in Bonn, heißt "Wein & Whisky" und wird von der Familie Reifferscheid vorbildlich geführt.
Obwohl "Der Feinschmecker" erst in seiner Oktoberausgabe den Sieger und etliche sehr gute Geschäfte vorstellen will, wurde der Gewinner bereits bekannt und mit der exklusiv gestaltete Urkunde "Bester Whiskyladen Deutschlands 2004" im Laden ausgezeichnet.

Die Läden wurden von den Testern anonym unter die Lupe genommen und auf Auswahl, Sortimentspflege und Präsentation, aber auch auf Beratung und Serviceangebot hin geprüft.
Am Ende waren sich die beiden Whiskyexperten François Cambier (Pernod Ricard Deutschland) und Kersten Wetenkamp (Der Feinschmecker) einig. Der Laden überzeugt durch kompetente Beratung, eine elegante Atmosphäre und "ein umfangreiches Angebot an originellen Whisky-Tastings".

Für die Kunden des Ladens war die Wahl jedoch keine Überraschung. Denn neben dem Laden überzeugten gerade die verschiedenen Tastings und Getränke-Events für wohltätige Zwecke die Whisky-Kenner. Bei solchen Veranstaltungen sind auch Ehrengäste wie Whisky-Botschafter und schottisches Urgestein James McEwan sowie der deutsche Whisky-Papst Walter Schobert anzutreffen gewesen.

Weiterführende Infos erhält man auf der Internetseite des Ladens.

(Gelesen bei "EXPRESS BONN" und "der-feinschmecker-club.de")


09. August 2004

Aktuelle Promillegrenzen in Europa

Wer in den Sommerferien ins benachbarte Ausland fährt, sollte sich beim Genuss eines guten Whiskies (oder auch eines anderen alkoholischen Getränkes) über die Wirkung und natürlich auch die Auswirkung im Straßenverkehr im Klaren sein.

In der großen Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten liegt die Höchstgrenze für die Blutalkoholwerte beim Führen eines Kraftfahrzeuges bei 0,5 Promille. In Schweden, Norwegen und Polen werden bloß 0,2 Promille toleriert. In vielen osteuropäischen Ländern dürfen sich Lenkerinnen und Lenker nur vollkommen nüchtern ans Steuer setzen.
Neben der Schweiz (noch bis Anfang nächsten Jahres), Liechtenstein und Luxemburg (zu Luxemburg gibt es verschiedene Angaben) kennen vor allem die Heimatländer des Whiskies England und Irland die 0,8 Promillegrenze.



(Gelesen bei "www.sfa-ispa.ch")


02. August 2004

Streik der Whiskyarbeiter

Mehr als 300 Whiskyarbeiter des größten schottischen Privatunternehmens, begannen am vergangenen Donnerstag einen dreitägigen Warnstreik, nachdem die Gespräche zwischen dem Management und der Gewerkschaftsleitung fehlschlugen.
Die Rede ist von einem Abfüll- und Distributionsunternehmen der "Edrington Group" aus Glasgow. Die Firma wurde erst Oktober vergangenen Jahres offiziell in Betrieb genommen und produziert 600 Flaschen pro Minute unter anderen der Marke "Famous Grouse" sowie die Single Malt Marken wie "The Macallan", "Highland Park" und "The Glenrothes".
Die Tarifparteien sind zwar seit Januar im Gespräch, leider ist eine Einigung aber nicht erzielt wurden. Das Angebot der Firma über eine Lohnerhöhung von 3,5% nennt die Gewerkschaftsseite "Hohn". Die Gewerkschaftsseite möchte eine Lohnerhöhung von 8%.

Der Hauptgeschäftsführer Ian Curle appellierte jedoch an die Vernunft des Personals. Er sagte das Angebot der Firma, welches einen Mindestlohn eines Arbeiters von mehr als 8,00 £ pro Stunde bereits im ersten Jahr garantiert, ist ein "ausgezeichneter Deal". Ein Abfüller erhält also ein Grundgehalt von ungefähr 16.000,00 £ pro Jahr, das Durchschnittseinkommen wird ungefähr bei 20.000,00 £ pro Jahr liegen.
Er sagte, dass das Lohnangebot ein dreijähriges Abkommen ist und jedes Jahr einen Inflationsausgleich enthält. Außerdem fügte er hinzu, dass einige "ungenaue" Aussagen von der Gewerkschaft gemacht und durch die Medien verbreitet wurden. Sie besagen das die Ingenieure eine 7%-tige Gehaltserhöhung erhalten hätten. Das stimmt so nicht. Sondern es wurde mit den 21 Ingenieuren eine 3%-tige Erhöhung plus eines 4%-tigen Weiterbildungszuschlags vereinbart, an welchen aber strenge Kriterien geknüpft sind. Die Zuschläge der Abteilungsleiter liegen auf gleicher Höhe wie der Rest der Gruppe und nicht wie von der Gewerkschaft verbreitet, bei einem Anstieg von 18 - 20%.

Die Gewerkschaften und die Streikenden zielen aber natürlich auf die positive Betriebsbilanz der vergangenen Jahre ab.
Der Umsatz der gesamten Gruppe lag im vergangenen Geschäftsjahr bei 224,9 Mill.£, verglichen mit 225,9 Mill.£ des Vorjahres. Der betriebliche Gewinn entwickelte sich ähnlich von 64,9 Mill.£ des Vorjahres auf 65,1 Mill.£ im letzten Geschäftsjahr, wobei auch der Profit vor Steuern um 17,3% zunahm von 61,7 Mill.£ auf 72,4 Mill.£. Das Einkommen der Aktionäre stieg um 26% von 31,1 Mill.£ auf 39,2 Mill.£ und die Dividende nahm um 10,5% von 11,4p auf 12,6p zu.

(Gelesen bei "scotsman.com" und anderen)


26. Juli 2004

Sonderangebot Tastinggläser

Wer sich schon auf dem Markt nach dem besten Glas zum Probieren seiner Whiskies umgesehen hat, wird unweigerlich unter anderem auf das Degustationsglas von der Firma Riedel stoßen. Damit ist das Glas gemeint, welches Sie als Grafik auf dieser Seite ganz oben rechts im Site-Logo sehen. Dieses Glas wurde extra zur Degustation von "edlen Stoffen" (Wein und Whisky) entwickelt.

Wie funktioniert das Glas, oder besser gesagt der Umgang mit dem Glas:

Um ein edles Getränkt zu verkosten, sind drei Prüfungen wesentlich.

FARBE - GERUCH - GESCHMACK

Um den Whisky präzise zu beurteilen, reichen geringe Mengen. Der hohle Stiel des Degustations-Glases dient als Messeinrichtung. Denn das Fassungsvermögen dieses Stieles beträgt 20 Milliliter oder 20 ccm oder 2 cl, also genau ein "Kurzer", "Lütter" oder wie man sonst noch zu einem kleinen Schnaps zu sagen gedenkt.

Das Glas wird an der speziell geformten Bodenplatte gehalten.

Durch Neigung fließt der Whisky aus dem Stiel in die Cuppa. Die Farbe des Whiskies kann dadurch am besten beschrieben werden.

Man benötigt eine möglichst große, benetzte Verdunstungsoberfläche, um den Duft des Whiskies wahrzunehmen. Die Flüssigkeit benetzt jedoch nur ein Drittel der Cuppa. Für die maximale Duftentfaltung wird das Glas vorsichtig in eine waagrechte Position gebracht, die Flüssigkeit rinnt in die Cuppa bis ca. 10 mm unterhalb des Mundrandes, dann wird das Glas "gerollt". Durch diese 360° Drehung erzielen wir eine komplette Benetzung der Innenoberfläche des Glases und damit die optimale Duftintensität und die Entfaltung der Aromen.
Aber Vorsicht:
Es ist angebracht den Alkohol, der sich natürlich ebenso intensiv durch die große Oberfläche bemerkbar macht, erst ein wenig verdunsten zu lassen. Die besten Ergebnisse kann man hinsichtlich Geruch, durch die weitere Verdünnung des Whiskies mit einigen Spritzern Wasser erreichen.

Zur vollständigen Beurteilung, ist es nun noch notwendig bzw. ist es uns vergönnt ihn zu verkosten. Dabei genügen diese 20 Milliliter ( = zwei kleine Schluck Whisky). Durch die Glasform wird der Whisky sehr schlank auf die Zungenspitze geleitet, dadurch die Aromen betont und zugleich harmonisch die Komponenten der Gräser und Mineralien in das Geschmacksbild des Whiskies integriert.

Aber nun zum Schnäppchen:
Dieses Glas wird in einschlägigen Läden zum vom Hersteller empfohlenen Wiederverkaufspreis von 16,40 € verkauft. Ein den meisten bekannter Internetshop hat wahrscheinlich ganz besondere Exemplare dieser Gläser. Er nimmt nämlich pro Glas sogar 17,90 €!!!
Der auf Trinkgefäße aller Art spezialisierte Internetshop "porzellantreff.de" berechnet immerhin noch 13,12 € pro Glas.

Aber nun kommt's.
Der Shop HAWESKO wirbt im Rahmen seiner vielen Schnäppchen bezüglich "40 Jahre Hawesko" mit folgendem Sonderangebot:

Original RIEDEL Vinum Degustationsglas (Artikelnummer: 225310)
Stückpreis 3 EURO
2 Gläser nur 5 EURO

Das sollte sich keiner entgehen lassen und bei dem ansonsten sehr sehenswerten Shop vorbeizuschauen. Vielleicht findet der Eine oder der Andere eine leckere Ergänzung zwischen zwei Whiskies ;-)



19. Juli 2004

Whiskymessen 2004

Nachdem im April diesen Jahres die alljährliche "Whisky Fair" in Limburg stattfand, stehen im Herbst wieder weitere neue Messen an.

Am 16. und 17.Oktober diesen Jahres wird im Park Hotel Bremen die "Whisky Convention Bremen 2004" die große Whiskymesse im Norden stattfinden.
Der Veranstalter, sorgt nicht allein für das leibliche Wohl mit Snacks und Cocktails, sondern wird eine "Whisky-Convention 2004 Sonderabfüllung" (limitierte Auflage in Fassstärke) anbieten, welche ab September vorbestellt werden kann und evtl. auch muss.
Ein weiteres Highlight wird das lustige Highlanddinner am Samstag 16. Oktober 2004 ab 20.00 Uhr sein.
Weitere Infos, Zeitpläne usw. finden Sie hier

Die inzwischen schon legendäre "Interwhisky 2004" wird diese Jahr vom 19. November bis 21. November wieder im "Hotel Inter-Continental" in Frankfurter am Main stattfinden.
Man kann sich über die Aussteller, den Eintrittspreis und über "Dies und Das" direkt auf der Internetseite des Veranstalters informieren.



12. Juli 2004

Neues Besucherzentrum reflektiert den Erfolg der Marke

Jahrelang sind Besucher der "Glen Moray" Brennerei direkt durch das Büropersonal begrüßt und dann zu den Arbeitern geführt worden, welche zum Zweck der Betriebsbesichtigungen direkt aus der Produktion abgezogen wurden. Als eine der noch wenig vorhandenen unabhängigen Familien Brennereien im Speyside-Gebiet herrscht da noch eine freundliche Arbeitsatmosphäre.

Da aber die Firma und die Marke sich zu einer der drei bestverkauften Whiskies in Schottland entwickelt hat, wurde vergangenen Dienstag durch regionale Würdenträger ein neues Besucherzentrum in der 107 Jahre alten Brennerei eröffnet.
Dazu ist das ehemalige Böttchereigebäude umgebaut worden und enthält jetzt außerdem einen Souvenirshop, ein Kaffee und eine historische Anzeigetafel.

Der Unterhausabgeordnete von Moray Angus Robertson eröffnete offiziell das Center neben Paul Neep, dem Hauptgeschäftsführer von "Glenmorangie und Edwin Dodson den "Glen Moray"- Manager.
Herr Robertson, der einmal als Tourführer im "Scotch Whisky Heritage Centre" in Edinburgh arbeitete, wies auf die Bedeutung der Whiskyindustrie in diesem Wirtschaftsbereich hin. Er sagte: "Es ist absolut enorm diesen Service hier zu sehen. Dies wird dem Tourismus von Moray viel hinzufügen."

Danach schloss er sich den ungefähr 50 Gästen an, welche im Center eine Reihe speziell für diesen Anlass abgefüllten Whisky von der neuen Brennereistrecke probierten. Diese limitierten Whiskies wurden nur wegen der Eröffnung von Hand abgefüllt.
Außerdem konnten die Whiskyliebhaber eine von den 276 Flaschen eines "single first-fill" Premium-Fasses von "Glen Moray 1986" zu einem Preis von 65,00 £ erwerben.

Das neue Besucherzentrum wird das ganze Jahr von Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr, und Samstag von Juni bis Mitte September geöffnet sein.

(Gelesen bei "thisisnorthscotland.co.uk")


05. Juli 2004

Schotten: Sauer auf deutsche Werbung

Die schottische Presse hatte darüber berichtet, dass viele deutsche Unternehmen mit "Schottenpreisen" werben.

Vergangenen Montag war das Maß voll und Herr Angus Robertson, schottischer Abgeordneter im britischen Unterhaus reagierte: "Die deutsche Werbung sei manchmal sehr herabwürdigend". Er habe in einem Protestbrief an den Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft darauf hingewiesen, "dass die dauernde Verknüpfung unseres Landes und unserer Landsleute mit Geiz und Billigkeit langsam an die Grenzen der Diffamierung und Beleidigung stößt". Denn die Schotten sind es leid, in der deutschen Werbung als Geizhälse dargestellt zu werden.

Robertson, der auch außenpolitischer Sprecher der Scottish National Party (SNP) ist, sagte, früher habe es auch in Schottland das schlimme Vorurteil vom geizigen Juden gegeben. Darüber Witze zu machen, sei heute unvorstellbar. Über Schotten dagegen dürfe man offenbar alles Mögliche sagen. Er bat um "etwas mehr Sensibilität".

Mit der Wirklichkeit habe das Vorurteil ohnehin nicht viel zu tun. Eine Studie habe zum Beispiel gerade ergeben, dass die Schotten in Großbritannien mit am meisten für gute Zwecke spendeten. "In Deutschland wird schottisch oft mit Billigware verbunden, dabei produzieren wir viele Qualitätsprodukte, zum Beispiel Whisky", sagte Robertson, der Sohn einer Deutschen, der sieben Jahre in Österreich gelebt hat.

Das Bild des geizigen Schotten stammt nach Angaben von Historikern aus dem 15. Jahrhundert, als sich viele Schotten im deutsch besiedelten Baltikum niederließen. Dort machten sie schnell mit ihren preiswerten Waren von sich reden.
Paul Bishop, Professor für Deutsch an der Universität Glasgow, sagte der Zeitung "Scotland on Sunday": "Schotten gehören zu den Gruppen, bei denen Deutsche noch das Gefühl haben, dass sie darüber Witze machen können, ohne eine Kontroverse auszulösen. Und das sind nicht viele Gruppen."

Doch Ted Cowan, Professor für schottische Geschichte in Glasgow fühlt sich durch die Werbesprüche nicht beleidigt und riet seinen Landsleuten, die Sache nicht zu ernst zu nehmen:
"Es gibt doch noch schlimmere Dinge, die man über jemanden sagen kann, als dass er sparsam mit Geld umgeht."

(Gelesen bei "derstandard.at")


28. Juni 2004

Überproduktion von "Blended"-Whisky

Am Freitag, den 25.06.2004 räumte der Getränkeriese Diageo ein, dass Brennereien im Nordosten von Schottland vorübergehend geschlossen werden könnten und damit eine Menge von Shops verloren gingen.

Diageo, welcher Brennereien wie "Cardhu" besitzt und Whisky wie Johnnie Walker produziert, sagte dass Jobverluste in Schottland wahrscheinlich sind und entsprechende Personalgespräche derzeit laufen.

Eine Sprecherin konnte jedoch noch nicht sagen wo und wann diese Einschnitte gemacht werden würden. Einige Entlassungen würden aber sicher einen Schlag für die Stammbelegschaft der Firmen in Nord-Ost bedeuten.
Außerdem sagte Sie, dass auch Destillerien vorübergehend, sprich also einen Teil des Jahres schließen werden.

Die Diageo Angestellte erklärte gegennüber "The Press and Journal", dass vor allem Brennereiarbeiterstellen, einschließlich Brenner (Stillmen) und Maischer (Mashmen) in Gefahr sind. Sie sagte, dass die Arbeiter davon bereits informiert worden sind, dass bestimmte Brennereien für einige Monate des folgenden Jahres geschlossen werden, um das Produktionsniveau bestimmter Diageo Whiskies zu senken.

Die Sprecherin sagte: "Die Gespräche zu den Schließungen wurden zwar sehr früh geführt, aber dadurch wurde 'ein Gleichgewicht zwischen den Angestellten' gesucht, welches im "Blending"-Prozess gebraucht würde."
Rund 95% der verkauften Whiskies sind "Blended"-Whiskies. Das Produktionsniveau der Betriebe ist aber dafür im Moment zu hoch, erkannte die Sprecherin an. "Nur wenn der (Beratungs-) Prozess abgeschlossen ist, werden wir Klarheit haben wie viele Leute davon betroffen sein werden" fügte sie hinzu.

Sie sagte eine Brennerei welche nicht betroffen sein wird, ist "Cardhu", da die gegenwärtige weltweite Knappheit der Marke einer Reduzierung widersprechen würde. Diageo wird aber auch die "Strathmill"-Brennerei bei Keith und die "Inchgower"-Brennerei bei Buckie weiter laufen lassen.

(Gelesen bei "thisisnorthscotland.co.uk")


21. Juni 2004

Explodiert der Whiskyverbrauch in Russland?

Wodka ist, wie der Hammer und die Sichel, das Synonym von Russland. Dieses nationale Getränk bekommt aber Konkurrenz aus Schottland.

Die Whiskyverkäufe sind in Russland im letzten Jahr um 400% gestiegen. Die neue Elite der Nation kauft lieber eine Flasche Whisky, als eine Flasche "Stolichnaya". Die neuesten Industrie-Veröffentlichungen zeigen, dass der Whiskymarkt im Jahre 2003 mit 550.000 Kisten gegenüber dem Vorjahr mit 110.000 Kisten explodiert ist.
Der Fall des Kommunismus und der Übergang zur Marktwirtschaft hat eine neue Gruppe junger, reicher Unternehmer hervorgebracht, welche Ihre eigene Individualität durch den Verbrauch der hochwertigen Marken einschließlich des edlen Malt-Whiskies ausdrücken.

Erkin Touzmohamedov, Herausgeber der in Moskau erscheinenden Whiskyzeitschrift "Angels Share" sagt, dass daran die wachsende Popularität des Getränks verantwortlich ist. "Russen mögen Whisky wegen seiner vielseitigen Verwendbarkeit, seiner Qualität und seiner Geschichte. Wodka in diesem Land ist immer Wodka, weil wir eine lange Tradition des Wodkatrinkens haben. Aber junge Leute versuchen trendy zu sein und Leute mit Geld versuchen sich mit den Tendenzen des wohlhabenden Westens auszudrücken."
Herr Touzmohamedov glaubt, dass das Potential für Whisky in Russland sehr ausbaufähig ist. Er sagte: "Wir sind ein Land mit einer Bevölkerung von 160 Million Einwohnern und einer langer Tradition mit geistreichen Getränken. Die einzige Sache, die den Whiskymarkt bändigt, ist das unterdurchschnittliche Einkommensniveau."

Der Verbrauch des Whiskies in Russland ist noch ziemlich niedrig. 2003 waren es schon Exporte von schottischem Malt nach Russland in Höhe von 22 Mill. £, verglichen mit 6 Mill. £ vor fünf Jahren.
(Welch ein Glück für die Whisky-Preise bei uns. Es ist eine Explosion auf niedrigem Niveau.)

(Gelesen bei "scotsman.com")


14. Juni 2004

Whisky Chef erhebt das Glas auf seine 73.000 £ - Gehaltserhöhung

Der Hauptgeschäftsführer von "Glenmorangie", Paul Neep kann es sich leisten, die feinste Malt's seiner Brennerei zu genießen.

In dem jährlichen Bericht der "West Lothian distiller's" von 2003/2004 zeigten die Zahlen, dass sich das Einkommen von Mister Neep von insgesamt 267.000 £ auf insgesamt 340.000 £ im letztem Jahr erhöht hat. Diese Bezüge gliedern sich in ein Grundgehalt von 224.000 £, einer leistungsbezogenen Vergütung von 91.000 £ und anderen Geldwerten Vorteilen von 25.000 £.
Zwei jährliche Leistungszulagen bedeuten, dass Geschäftsführer bis zu 60 Prozent vom Grundgehalt als Bonus erhalten können. Zwei Drittel der Leistungszulagen sind dabei vom Firmengewinn vor Steuern abhängig und das andere Drittel vom Erreichen der persönlichen Ziele.

Die Geschäftsführergehälter sind vergleichbar mit anderen, ähnlichen Firmen am Markt, sagte der Bericht.

Insgesamt wendete die Firma 9,2 Million £ für Löhne und Gehälter auf, gegenüber nahezu 8 Million £ im Vorjahr. Das Geld wurde für 351 Angestellte ausgegeben, verglichen zu den 300 Angestellten in 2002/2003. Die Vorsteuergewinne stiegen dabei um 6 Prozent auf 9,57 Million £ bei einem Umsatz von 68,8 Million £.

Für die drei Schlüselmarken "Glenmorangie", "Ardbeg" und "Glen Moray" konnte die Firma den Umsatz verdoppeln. Das ist viel, wenn man bedenkt, dass diese drei Marken 90 Prozent des Profits von der Firma "Glenmorangie" erwirtschaften.

(Gelesen bei "scotsman.com")


07. Juni 2004

Ardbeg - dieses Jahr der Beste

In der diesmonatigen Ausgabe des "The Spirit Journal", einem unabhängigen Magazin für Spirituosen, Bier und Wein des Amerikaners F. Paul Pacult, wurde eine Rangliste der 100 besten Spirituosen des Jahres 2004 veröffentlicht. Der Islay-Whisky "Ardberg Uigeadail" belegte mit Platz 3 den besten Platz von allen Whiskies.

Da Ardberg zu Glenmorangie gehört, äußerte sich Paul Neep, Hauptgeschäftsführer von Glenmorangie wie folgt:
"Diese Anerkennung untermauert den schnellen Fortschritt, welchen Ardberg bei den Malzkennern in den Vereinigten Staaten, einen Schlüsselmarkt für diese Marke, erreicht hat!"

Den ersten Platz in der diesjährigen Rangliste ging an einen Apfelweinbrand, welcher im Jahre 1963 destilliert wurde und der zweite Platz an einen 60 Jahre alten Cognac. Beide sind aber wesentlich teurer als der Islay-Malt "Ardberg Uigeadail".

(Gelesen bei "The Press and Journal")


31. Mai 2004

"World-Spirits Guide 2004"

Seit diesem Monat ist der "World-Spirits Guide 2004" von Wolfram Ortners als Druckversion im Buchhandel und als Online-Version im Internet erhältlich.

Neben den fachlichen Informationen zum Whisky findet man natürlich auch Wissenswertes zu den klassische Obst-Brände, flankiert von Grappa, Gin, Rum, Wodka aus aller Welt. Aber damit nicht genug. Man findet auch interessante Hitlisten von Zigarren- und Kaffee-Destillaten sowie alle Ergebnisse der beim World-Spirits Award 2004 prämierten Produkte - mit Punktebewertung und genauer Beschreibung. Erstmals wurden auch über 30 Destillerien klassifiziert und erhielten den Titel "Distillery of the Year", die besten in jeder Kategorie sind "World-Class Distilleries".
Aus diesem Grund ist der "World-Spirits Guide" für alle Edelbrand-Interessierten, Spirituosen-Sammler und Einkäufer ein unentbehrliches Nachschlagewerk.

Die Druckversion ist unter der ISBN 3-9501817-0-9 zum Preis von 9,90 € oder direkt bei www.world-spirits.com erhältlich. Das praktische Nachschlagewerk im Taschenbuchformat umfasst 172 Seiten und ist teilweise mit Bildern illustriert.
Die Online-Version ist unter www.world-spirits-guide.com zur Jahresgebühr von 22,00 € erhältlich und wird ständig aktualisiert und inhaltlich erweitert.

(Gelesen bei "gast.at")


24. Mai 2004

Whisky-Betrüger mit 5 Jahren Gefängnis bestraft

Der ehemalige Börsenmakler Stephen Jupe, wessen raffiniertes Verkaufsmodell die Investition von insgesamt 4 Mio. £ in Malt-Whisky - Anleihen vorsah, ist in der letzten Woche zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Betroffen waren ca. 2.0000 Investoren.
Jupe, handelnd als "Marshall Wineries", überzeugte zur Investition in "Grandtully Single Malt Scotch Whisky", welchen er beschrieb als "prestigevoll" und "flüssiges Gold". Er versprach ausgezeichnetes Wachstumspotential mit sehr geringem Risiko.
Leider verloren die Investoren rund 2 Mio. £ allein dadurch, dass der Single-Malt-Whisky weder einzigartig, noch von hoher Qualität war. Darüber hinaus "sponserte" Herr Jupe mit Geld aus der Firma sein Privatleben. So gönnte er sich 130.000 £ für ein Haus, 100.000 £ für weitere Neuanschaffungen und nicht zu letzt tausende Pfund für die Scheidung von seiner ersten Frau.

Nach der Verhandlung sagte Richter Neil Stewart: "Ich habe keinen Zweifel, dass dies ein betrügerisches Unternehmen von Anfang an war."

Herr Jupes gründete 1992 die erste Firma. Als er aber diese Firma nach vier Jahren mit über 500.000 £ schließen musste, gründete er eine "Phoenix" Firma und fuhr mit seinen Machenschaften fort. Nach einer Reihe von Beanstandungen von Investoren, wurde die Industrie- und Handelskammer aufmerksam und erhob, nach Schließung der zweiten Firma im Jahre 1997, die Anklage.

(Gelesen bei "business.telegraph")


17. Mai 2004

Whisky als Konjunkturbarometer

Wie in vielen Ländern dieser Welt, so auch in Korea deutet der Luxusgüterkonsum auf die wirtschaftliche Stimmung im Lande hin.
Wenn also die Südkoreaner zu einer Flasche "guten" Whisky greifen, geht es der Wirtschaft gut. Während der Asienkrise lag der durchschnittliche Branntwein-Konsum bei weniger als 0,3 Litern pro Person. 2002, auf dem Höhepunkt der Internet-Welle, waren es 0,7 Liter.
Jetzt, da jeder 13. Koreaner mit seinen Kreditkartenzahlungen mindestens drei Monate im Rückstand ist, gehen die meisten Angestellten nüchtern nach Hause. Nach Angaben von Allied Domecq , Hersteller der Whisky-Marke Ballantine's, ist der koreanische Markt im ersten Geschäftshalbjahr um 14 Prozent geschrumpft.

Korea ist der viertgrößte Whisky-Importeur, nach Spanien, Amerika und Frankreich. Wie stark oder schwach die 48 Millionen Koreaner dem Branntwein zusprechen, ist ein Indikator für die Konjunkturstimmung im Land. Das Konjunkturbarometer zeigt nach unten. Whiskey-Hersteller wie Allied Domecq verzeichnen Gewinneinbußen, weil die Koreaner - wenn sie überhaupt noch zur Flasche greifen, lokale Billigmarken bevorzugen.

Das Beste, worauf die Koreaner hoffen können, ist eine Belebung der Binnennachfrage bevor die Exporte nach China nachlassen, denn auf die Exporte nach China entfallen acht Prozent der koreanischen Wirtschaft. China ist Koreas größter Exportpartner und könnte damit einen Strich durch Erholungshoffungen machen, sollte sich die überhitzte Wirtschaft abzukühlen.

Der Verbraucher spielt eine Schlüsselrolle in Koreas Wirtschaft. Daher bleibt sein Whisky-Konsum auch nach der Asienkrise ein wichtiges Konjunkturbarometer.

(Gelesen bei "FAZ.NET")


10. Mai 2004

Benriach wird wieder produzieren

Ein Whisky-Industrieveteran und zwei Südafrikaner haben eine Speyside Brennerei von Chivas Regal gekauft und werden diese voraussichtlich in drei Monaten wiedereröffnen und damit 10 Arbeitsplätze schaffen.
Der Kopf der Erwerber der Benriach Brennerei, nahe Elgin, ist Billy Walker, früher Direktor bei Burn Stewart.
Seine Partner sind Geoff Bell und Wayne Kieswetter, beide südafrikanische Importeure. Herr Walker war zwar nicht bereit den Kaufpreis bekannt zu geben, aber er sagte es sind wenige Millionen. Von den drei Partnern finanziert Herr Walker mehr als 500.000 £. Das Stammhaus der neuen Benriach Brennerei Firma wird sich in Larbert (Stirlingshire) befinden.

Die Brennerei, welche vor einem Jahr die Produktion einstellte, wurde 1898 am Fluss Lossie errichtet. Durch die Rezession auf dem Whiskymarkt schloss sie 1900 jedoch wieder. 1965 wurde sie nach einen Umbau durch die "Glenlivet Distillers" wieder eröffnet.

Die Destillerie hat vier Brennblasen und einen eigenen und markanten Malzboden.

Walker sagte, die Destillerie ist ihm von seinen Burn Stewart Tagen noch sehr vertraut. Er sagte: "Beim Kauf einer Brennerei ist es wesentlich ein lückenlosen Lagerbestand zu haben. Benriach ist ideal dadurch aufgestellt, dass Whiskyvorrat aus den Jahren von 1996 bis 2002 vorhanden ist. Also müssen Kunden nicht 12, 16 oder 20 Jahre auf den ersten 'Malt' warten. Wir können den Markt sofort bedienen."

Die Absicht ist es, eine hochwertige, kleinvolumige Marke zu entwickeln, die sich in Nischen-Märkten, wie Südafrika verkauft. Die neue Firma erwartet aber auch Umsätze in Spanien, Skandinavien und im Fernen Osten und hat Hoffnungen weiter an Chivas Regal liefern zu dürfen. Billy Walker sagte: "Ich rechne ungefähr mit 10.000 bis 15.000 Einheiten pro Jahr."

(Gelesen bei "The Herald")


03. Mai 2004

"The first Belgian Whisky Festival"

30 Destillerien und unabhängige Abfüller stellen bei "The first Belgian Whisky Festival" am 15. und 16. Mai in Verviers über 100 Produkte vor.
Auf Initiative von "La maison du Whisky Belgique", eine Sparte des Getränkegroßhändlers Corman Collins aus Battice, stellen fünf große Importateure die Vielfalt dieses Destillats vor, das vor allem in seiner schottischen und irischen Heimat mehr als nur ein Getränk ist.

"Whisky ist dort Kultur, und um diese wollen wir ein alljährliches Festival installieren, bei dem wir unseren Gästen auch Land und Kultur vorstellen", sagt Veranstalter Mari Groteklaes. Der Hergenrather hat 20 Whiskybrenner von der Insel eingeladen. Außerdem werden ein musikalisches Rahmenprogramm und ein Irish Pub für passende Stimmung im Saal "Les Minières" in Verviers sorgen. Dazu gehören die Dudelsackspieler der Flemish Caledonian Pips und Drums "Clan MacKenzie" oder ein Konzert von John Kirkbride.

Auch das Unternehmen Ardbeg wird mit seiner Produktpalette in Verviers präsent sein. Ein Unternehmen wie Ardbeg beschäftigt neun Personen. Meistens ist es so, dass die Kunst des Whiskybrennens vererbt wird, da es nirgendwo dafür eine Ausbildung gibt. Man muss ganz einfach ein Gefühl für dieses Handwerk entwickeln.

Die ersten Reaktionen auf diese erste Whiskymesse seit fünf Jahren in Belgien waren enorm, so dass die Ausrichter von über 2000 Besuchern ausgehen. Busse aus Gent und Roeselare haben sich schon angekündigt.

Die Messe findet am Samstag den 15. Mai von 14 bis 22 Uhr und am Sonntag den 16. Mai von 11 bis 18 Uhr im Saal "Les Minières" Place Général Jacques, in Verviers statt.
Der Eintritt kostet 10,00€.

Weitere Infos finden Sie hier oder hier.

(Gesehen bei NetEcho)


26. April 2004

Vize-Rekordexportquote in 2003

Die alljährlich erscheinende Statistik der "Scotch Whisky Association" (SWA) zeigt, dass letztes Jahr jede Sekunde Whisky im Wert von 75,00 £ exportiert wurde. Es wurde auch hier von der Aufwärtsbewegung der Weltwirtschaft profitiert. Nach dem Bericht wurde schottischer Whisky im Wert von 2,4 Milliarden £ exportiert. Das war die zweithöchste Exportquote (Rekord 2,7 Milliarden £) seit den statistischen Aufzeichnungen. Das ist ein Äquivalent von 981 Mio. Flaschen schottischem Whisky. Er wurde damit in 200 Ländern exportiert.
Der "Single Malt" - Export stieg dabei um mehr als 13 Prozent und damit erstmals um mehr als 300 Mio. £. Die "Blended Whiskys" stiegen um 3,5 Prozent auf 1,87 Milliarden £.

Der Vorsitzende der SWA, Ian Good, wies darauf hin, dass ein Grund für den Anstieg die verschiedenen neuen Absatzmärkte in der Welt sind, wo die Verbraucher den Schottischen Whisky zum ersten Mal für sich entdeckten. Die Exporte in die 10 zukünftig neuen EU-Länder stieg dabei durch die Entfernung der Handelsschranken um 32 Prozent auf 28 Mio. £ gegenüber 2002.
Darüber hinaus stiegen auch die Exporte in den Markt Indien um 47 Prozent auf 13,4 Mio. £, sowie in den Markt China um 142(!) Prozent auf 9,3 Mio. £.
Der Export in die anderen asiatischen Länder spiegelte die jeweilige Wirtschaftlage dieser Länder wieder. So stieg der Absatz nach Taiwan um 41 Prozent auf 81 Mio. £ und nach Thailand um 17 Prozent auf 44 Mio. £, wobei die Exporte nach Südkorea und Japan sanken. Der größte und wertvollste Markt blieb aber der USA - Markt, der ebenfalls um ca. 9 Prozent auf 329 Mio. £ wuchs.

Leonard Russell, der geschäftsführende Geschäftsführer der Glengoyne Brennerei, warnte aber vor dem Hintergrund dieser schönen Statistik vor den unsicheren Aussichten.
Er sagte: "Der Single Malt - Markt wuchs letztes Jahr besonders gut, weil die meisten Whiskyfirmen diesen Wachstums-Sektor besondere Aufmerksamkeit schenkten. Trotzdem sieht die Zukunft ziemlich unsicher aus, weil die oberen fünf Wachstumsmärkte geringfügige Probleme haben. Die Wirtschaft Koreas schwankte letztes Jahr, der französische Markt schwankt und der spanische Markt schwankt."

(Gesehen bei BBC-News und scotsman.com)


19. April 2004

Grant- reichste schottische Familie

Jedes Jahr veröffentlich die "Sunday Times" die Liste der reichsten Engländer. Diese Jahr nun zum 16ten mal.

Nach der dieser Woche erschienene Liste ereichte die Spitzenposition mit einem schlappen Vermögen von 420 Mill.£ die Whisky-Familie Grant. Damit ist die Destillerie-Familie von "Glenfiddich" auf dem siebenden Platz von ganz Großbritannien.
Dagegen schon fast "bescheiden" anmutend wird die britische Königin Elizabeth II. mit einem Vermögen von 250 Mill.£ weiter hinten platziert.

Der "Formel Eins" Fahrer David Coulthard belegte übrigens den 7.Platz unter den reichsten Schotten. Sein Vermögen wird mit 35 Mill.£ angegeben.
Roman Abramowitsch (37), russischer Öl-Milliardär und Besitzer des Londoner Fußballclubs Chelsea, ist mit einem Vermögen von 7,5 Milliarden £ der reichste Mann Großbritanniens.

Für die Bewertung zählen übrigens nur Immobilien und Grundbesitz, sowie der Besitz von anderen Werten, wie Firmenanteile und Besitz an Kunstwerken oder Rennpferden. Das Bargeldvermögen wird nicht bewertet.


12. April 2004

Glenlivet bald "Nummer Eins"?

"Chivas Brothers", eine schottische Tochtergesellschaft des französischen Alkoholgiganten "Pernod Ricard", bereitet durch die Unterstützung der eigenen Marke Glenlivet einen globalen Marketing-Angriff auf den Single Malt Marktführer Gennfiddich vor. Glenfiddich, in der Hand von "William Grant & Sons" ist mit 775.000 Kisten pro Jahr, der bestverkaufte Single Malt der Welt.

Es wird erwartet das einige Millionen Pfund für eine neue Verpackung und eine neue Werbekampagne in der zweiten Jahreshälfte eingesetzt werden.

Christian Porta, der Hauptgeschäftsführer der "Chivas Brothers" hat, wie er selbst sagt, den Ehrgeiz durch Investitionen in den USA, in Europa und auch in Asien, den Glenlivet zum Weltmarktführer zu machen. Porta, der den Job als Geschäftsführer erst Januar diesen Jahres übernahm, möchte die Popularität des Single Malt durch Verkäufe an die jüngere Käuferschicht in Asien erhöhen.

Von "William Grant & Sons" wollte niemand diese ehrgeizigen Pläne von "Chivas Brothers" kommentieren.


05. April 2004

Bruichladdich produziert ersten "Bio-Whisky"

Bruichladdich veröffentlichte kürzlich, dass sie Ende letzten Jahres die erste Charge Alkohol (Whisky kann man es ja noch nicht nennen) aus Bio-Gerste produzierten. Die Gerste wurde auf einem Bauernhof nahe Inverness angebaut. Der Alkohol wurde durch die "Bio Dynamic Agricultural Association" als Bio-Produkt zertifiziert.
Es wurden einige Destillationsexperimente durchgeführt und man war erstaunt über die sensationellen Ergebnisse.
Man ist bei Bruichladdich sehr glücklich einen Produzenten von Bio-Gerste aus Schottland gefunden zu haben. Denn, es ist ein Teil der Firmenphilosophie in allen Bereichen der Firma 100 %-tig schottisch zu sein. Man wäre natürlich froh den ganzen Bedarf durch Bio-Gerste decken zu können.
Jim McEwan, "Master Distiller" und Produktions-Direktor von Bruichladdich sagt über die Qualität des neuen Alkohols enthusiastisch:
"Er ist zwar ziemlich unreif und krautig mit blühender Johannesbeere, Geranie und moosiger Riverbank Note, aber man findet auch ein fruchtiges Gleichgewicht von weicher Birne und süßem Bratapfel, welches sie nicht in einem neuen Brand erwarten würden. Der Mittellauf wurde im Gegensatz zu unserem regulären Bruichladdich sehr langsam laufen gelassen, um die cremige Struktur, ähnlich einer wundervollen Quell-Qualität, zu konservieren."

Doch das ist nicht alles in Sachen Umweltschutz.
So wird sowohl auf erneuerbare Energien vom nahe gelegenen Wellenkraftwerk bei Portnahaven gesetzt, als auch auf Mehrwegverpackung.

Man will jetzt jedes Jahr Bio-Gerste Destillate herstellen und es ist für dieses Jahr geplant eine Mischung aus Biogerste und Islay-Gerste zu verwenden.


29. März 2004

Whisky erleben - Die edelste Art

Auch in diesem Jahr startet der Luxuszug The Royal Scotsman mit attraktiven Routen.
Kulinarisch präsentiert sich das Restaurant des Royal Scotsman mit berühmter schottischer Speisekammer nur vom Feinsten, in Begleitung edler Champagner-, Wein- und Whiskysorten.

Es werden exklusive Themenreisen angeboten, unter anderem auch

"The Spirit of Scotland/Whisky" vom 06.-10. September 2004.

Die nicht ganz billige Reise führt von Edinburgh nach Keith, von Keith weiter nach Kyle of Lochalsh, von dort weiter nach Boat of Garten, danach nach Stirling und zurück nach Edinburgh.
Der Preis von £ 2.740 pro Person in einer Doppelkabine ist zwar nicht ganz billig, versteht sich aber als AI (all inklusive) der edelsten Art, dass heißt einschließlich aller Übernachtungen, Mahlzeiten, alkoholischer und nicht alkoholischer Getränke, Besichtigungen und Unterhaltungsprogramme.

Begleitet wird die Reise von Charles Maclean. Er zählt zu den fachkundigsten Whiskyschriftstellern der Welt und gilt als Koryphäe in allen Dingen des Uisge Beatha, dem schottischen Wasser des Lebens. Herr Maclean führt durch verschiedene berühmte Distillerien, darunter in die Brennereien von Glenmorangie, Talisker, Glenlivet und Edradour. In jeder Distillery wird man(n und/oder Frau) vom Chef des Hauses empfangen, durch die Brennerei geführt und zu der einen oder anderen Geschmacksprobe eingeladen.

Jeder der noch freie Spitzen, bezüglich Geld und Zeit hat, kann hier genaueres erfahren und gegebenenfalls Reservierungen vornehmen.


22. März 2004

Wieder ein Preis für Glenmorangie

Nach der Übernahme der SMWS (Scotch Malt Whisky Society) Anfang diesen Jahres durch Glenmorangie, ist der Destiller schon wieder im Gespräch. Für Glenmorangie läuft es zurzeit wirklich gut.
Nach einer Umfrage des monatlich erscheinenden Magazines "WHISKY", erhielt die zur Glenmorangie plc. gehörende Ardbeg Destillerie auf Islay, den Preis als "Die Destillerie mit den besten Besucher-Attraktionen."
Und das nach dem Glenmorangie im letzten Jahr zur "Destillerie des Jahres" gekürt wurde.

Dr. Bill Lumsden, Master-Destiller von Glenmorangie, sagte:
"Dieser Preis ist ein reales Bekenntnis zum Malt-Wisky unseres Betriebes und dessen Qualität, sowie die Anerkennung der harten Arbeit unserer Angestellten, welche so ein großartigen Malt-Whisky herstellen. Eine Ansicht die offenbar von den meisten Verbrauchern der Welt geteilt wird."

Der Herausgeber des oben genannten Magazins, Dominic Roskrow sagte:
"Kein anderer Whisky-Hersteller hat in der Vergangenheit mehr Produkt-Innovationen bei der Kreation und der Vermarktung von Whisky bewiesen. Mit dem "Ardbeg Uigeadail" ist Glenmorangie ein wirklich großer Whisky gelungen. Als ein Schwergewicht der Malzwelt hat er das Renommee der Firma gestärkt."


15. März 2004

Whisky als Lehrfach an der Volkshochschule!

Ernst Vollmer erging es wie vielen von uns, die wir als junge Leute meist nur furchtbar schmeckenden und immer kehlekratzenden Whisky kannten, der meist nur zu Mix-Getränken taugte. Das ständige Cola-Whisky-Getrinke in Gesellschaften sei Ihm auf den Wecker gegangen.
Seinen Aha-Effekt hatte er in den 60er Jahren, als ihm ein in Aschaffenburg stationierter GI aus Schottland eine Flasche Single Highland Malt mitbrachte. Ein Gedicht. Die Vielfalt des Malt-Whiskys ist phänomenal. Er kenne kein anderes alkoholisches Getränk, das wie Malt-Whisky aus einem Bestandteil (gemälzte Gerste) hergestellt ist und eine so große geschmackliche Bandbreite aufweist. Es gibt heute noch mehr als 100 Destillen in Schottland, die weit mehr als 300 verschiedene Single-Malts aller Alters- und Aromastufen produzieren. In Irland und sogar in Japan gibt es ebenfalls Malt-Brennereien. Der Geschmack macht ihn so wertvoll.

Seit ein paar Jahren hat nun Herr Vollmer sein Hobby zum zweiten Beruf gemacht. Der 54 Jahre alte gebürtige Aschaffenburger lehrt die Kunst der Herstellung von Malt-Whisky in verschiedenen Volkshochschulen nördlich von Hamburg (von Uetersen bis Tornesch, von Barmstedt bis Bad Bramstedt). Die Kurse sind alle ausgebucht. In Alveslohe läuft nun schon die neunte Fortsetzung dieser Veranstaltung. Ein Dauerbrenner.

Für Vollmer ist das Malt-Trinken eine Art Ritual. Ein guter Malt könne am Abend das i-Tüpfelchen eines positiv verlaufenen Tages sein, erklärt er. Und sollte der Tag eher hektisch und nicht so glücklich gewesen sein, täte man sich eben etwas Gutes mit dem Getränk. Der Alkoholgehalt im Whisky spielt für Vollmer eine untergeordnete Rolle. Das Berauschende an diesem geistigen Getränk ist für ihn eher hinderlich, betont der VHS-Dozent. Wenn es berauscht, fehlt mir die Wahrnehmung von Geschmack und Qualität. In der Beschränkung liege die Stärke. Es gehe ihm weniger darum, viel zu trinken, was ohnehin nur begrenzt möglich ist, als den exzellenten Duft und das traumhaft weite Geschmacksspektrum dieses einmaligen Getränks zu genießen.

Zu jedem Malt fällt Vollmer, der fünfmal nach Schottland gereist ist, zahllose Destillen besucht und unzählige Bücher zum Thema gelesen hat, eine kleine Anekdote ein. So die von dem Japaner Masataka Taketsuru, der in Schottland das Destillieren von der Pike auf lernte, sein Wissen dort in Malt-Destillen noch erweiterte und in Japan auf Hokkaido die Nikka-Brennerei gründete. Zur Erinnerung an seine verstorbene schottische Frau kreierte er den sagenhaft guten Super Rare Old-Malt. Ein schönes Denkmal, findet der Whisky-Experte Vollmer.

Also, wer in der Nähe wohnt und noch etwas lernen oder dazulernen möchte, kann sich bei einem der Kurse einschreiben und vielleicht dann mal im Forum darüber berichten.


08. März 2004

Wer ist Diageo?

Auf Grund von E-Mail-Anfragen verschiedener User zu meinem Beitrag in den News vergangener Woche, möchte ich nachfolgend etwas tiefer erläutern wer Diageo ist.

Kurz gesagt ist Diageo heute der Branchenprimus, sprich Weltmarktführer bei den Spirituosen unter allen Nahrungsmittelherstellern.

Diageo entstand 1997 durch Fusion von Grand Metropolitan und Guinness. Ihre beiden Whiskysparten UD und IDV wurden zur United Distillers and Vintners (UDV) zusammen gefügt. Danach wurde die Getränkesparte von Seagram (CAD) übernommen. Nach dem Verkauf von Pillsbury (Gebäck) wurde im Rahmen der Konzentration auf Premiumgetränke auch die Schnellrestaurantkette "Burger King" veräußert.

Der Konzern ist Eigentümer verschiedener schottischen Single-Malt-Whiskies, allen voran die "Classic Malts" (Lagavulin u.a.). Außerdem gehören dem Konzern neben der "Johnnie Walker"-Marke noch weitere Renner wie "Smirnoff" (Wodka); "J&B Rare"; "Cuervo" (Tequila); "Baileys" (Likör); "Gordon's" (Gin) und "Guinness Stout" (Bier).

Während die stärksten Regionen in Europa (UK: 18%, Irland 11%, Spanien 5%) rund ein Drittel zum Umsatz beisteuern, wird ein fast ebenso großer Anteil (29%) in Nordamerika erzielt. Im restlichen Europa und in Asien erwirtschaftet der Konzern ein weiteres Viertel. Die verbleibenden Gebiete stellen noch etwa ein Achtel der Erlöse. Allerdings wird in Nordamerika aufgrund des höherwertigen Produktmixes mit 35% ein deutlich stärkerer operativer Ergebnisbeitrag erzielt als in UK, Spanien und Irland. Nicht zuletzt aufgrund von Desinvestitionen reduzierte sich der Konzernumsatz im ersten Geschäftshalbjahr vorigen Jahres um 5% gg. VJ auf 5,1 Mrd. GBP. Bereinigt um den letztjährigen Beitrag von Burger King (479 Mio. EUR) stiegen die Erlöse jedoch um 4%. Hierzu trug vor allem die erfreuliche Entwicklung im Spirituosensegment bei. In allen Geschäftsbereichen wurden Marktanteile hinzugewonnen.
Das organische Umsatzwachstum von 9% in den USA schlug sich u.a. durch die geänderte Distributionspolitik (Eigenvertrieb) in einem besseren Ergebnis nieder. In Europa verlief in jüngster Vergangenheit das Geschäft hingegen schleppend. Einerseits machte der Absatzrückgang bei alkoholischen Mixgetränken (so genannte Alcopops oder auch Ready-to-Drink wie die Engländer sagen) zu schaffen. Andererseits bremste der Preisdruck bei J&B (Whisky) die Dynamik.
In Afrika, Südamerika und Asien (obwohl die Absatzentwicklung durch die SARS-Epidemie stark belastete wurde) waren dagegen deutliche Zuwächse zu verzeichnen.

Diageo will in diesem Jahr eigene Aktien zurückkaufen, die Rede ist von bis zu einer Milliarde Aktien. Spekuliert wurde im vergangenen Jahr zudem über eine Übernahme von Scottish & Newcastle, der Konzern, zu dem bekanntlich unter anderem auch die Beamish Brewery in Cork gehört. Damit hätte Guinness einen seiner zwei einzigen "Konkurrenten" geschluckt, dieses Vorhaben aber dann doch nicht umgesetzt.


01. März 2004

Lagavulin vielleicht auch bald "Pure-Malt"?

Paul Walsh, Hauptgeschäftsführer des Schnapsgiganten Diageo, hat in einem Interview versprochen, auf der einen Seite keine Alleingänge mehr zu unternehmen ohne sich vorher mit der Single-Malt Whiskyindustrie zu beraten, auf der anderen Seite weitere Produktinnovationen angekündigt.

Vor dem Hindergrund der umstrittenen Verwandlung der Single-Malt-Whisky-Marke "Cardhu", zum Pure-Malt-Whisky (ich berichtete darüber in den News im Dezember letzten Jahres) sagte Walsh, dass die Schaffung einer Pure-Malt Kategorie nicht nur für Diageo, sondern für die ganze Scotch-Whisky Industrie von Vorteil wäre. Er warnte, dass ohne Innovationen die Jobs in der schottischen Whiskyindustrie bedroht seien. Eine Abwertung dieser Pure-Malt Kategorie, wie es durch die rivalisierenden Destillerien erfolgte, würde das Renommee der Branche schädigen.

(Ob diese Äußerungen des Herrn Walsh nun auf die weiter knappen Marken der Diageo-Gruppe, wie z.B. Lagavulin, abzielen bleibt abzuwarten.)


23. Februar 2004

"The Authenticator" als Waffe gegen Fälscher

Diageo Schottland ist mit der Herstellung des ersten "handlichen" mobilen Spektralanalysegerätes ein wichtiger Schritt im globalen Kampf gegen die Fälscher von Scotch-Whisky gelungen.
Das Analysegerät - The Authenticator (Der Echtheitprüfer) - wird helfen, Firmenansprüche der Whiskyindustrie gegen die Fälscher durchzusetzen.
Der Authenticator wurde entwickelt von Diageo-Wissenschaftlern des "Technical Centre" in Menstrie (Clackmannanshire) in Zusammenarbeit mit der Firma "Spectroscopic and Analytical Developments", mit einer Investitionssumme von 100.000 £ und einer Entwicklungszeit von mehr als einem Jahr und kostet ungefähr 5.000 £.
Es wurde ein Analysegerät gebaut, welches im ultra-violetten Bereich arbeitet und die Einspritzung eines Esslöffels Whisky erfordert. Die Flüssigkeit wird durch einen ultra-violetten Strahl gescannt, welcher die einzigartige Signatur der Marke abbildet. Diese Signatur wird dann mit der Signatur aus der Datenbank verglichen.
Diageo hofft, dass es von der ganzen Industrie angewendet werden wird. Zurzeit wird eine solche Überprüfung im Labor durchgeführt und dauert bis zu zwei Wochen. Mit dem neuen Gerät ist es möglich die Echtheit in weniger als einer Minute zu prüfen.
Die Fälschungen betreffen nicht nur Whisky, sondern auch andere Schnapssorten. Dabei wird meist preiswerter und minderwertiger Schnaps in Flaschen von beliebten Marken gefüllt. Die internationale Vereinigung der Schnapsproduzenten (IFSP), welcher neben Diageo auch Pernod Ricard, Brown Forman, Remy Cointreau, Bacardi-Martini und Allied Domecq angehört, schätzt den Verlust auf 500 bis 700 Million $ pro Jahr.
Anders als beim klaren Schnaps sind bei der Analyse von schottischem Whisky von Gesetzes wegen keine Indikatoren zulässig.

Gavin Hewitt, Hauptgeschäftsführer der "Scotch Whisky Association" (SWA) sagte: "Schottischer Whisky hat ein globales Renommee als Qualitätsgetränk entwickelt. Sein internationaler Erfolg bedeutet, dass Andere von Zeit zu Zeit versuchen, dieses Renommee illegal zu nutzen. Diese Vorrichtung ist eine neue Waffe um die Fälscher zu besiegen und wird dem Verbraucher sogar mehr Vertrauen geben, dass die Industrie wirklich alles tut, um die Qualität des schottischen Whiskies sicherzustellen."

(Gelesen bei scotman.com)


16. Februar 2004

Horst Kroll in Insolvenz

Vorletzte Woche wurde das Insolvenzverfahren über Horst Kroll vor dem Amtsgericht Bad Kreuznach eröffnet. Kroll bleibt jedoch Kyrburgwirt, der Restaurantbetrieb und die Whisky-Tastings gehen weiter wie bisher.
Grundlage ist ein so genannter Insolvenzplan, wie er seit einer Gesetzesnovelle von 1999 möglich ist. Ausgearbeitet haben ihn der Insolvenzverwalter Eckhard Finke aus Bad Kreuznach, die Steuerberaterin Cornelia Dhonau sowie Rechtsanwalt Hans-Gert Dhonau aus Bad Sobernheim. Dem vorausgegangen war ein Sanierungskonzept für den angeschlagenen Kyrburgwirt, das jedoch nicht den gewünschten Erfolg brachte.

"Wir hatten versucht, uns mit den Gläubigern außergerichtlich zu einigen, doch das ist uns nicht gelungen", berichtete Cornelia Dhonau beim gestrigen Pressegespräch. 40 Gläubiger gibt es laut Finke insgesamt, zwei der Hauptgläubiger sind die Sparkasse Rhein-Nahe und die Birkenfelder Landesbank. Den Insolvenzantrag hatte die AOK gestellt. "Das ist heute durchaus üblich, dass die Krankenkassen zuerst reagieren, wenn es Zahlungsausstände gibt", erklärte Hans-Gert Dhonau dazu.

Sämtliche Forderungen, die bis 30. Januar aufgelaufen sind, sind Teil des Insolvenzplans, der den Gläubigern nun vorgelegt wird. Anders als früher, als noch alle Gläubiger einem Vergleich zustimmen mussten, genügt jetzt die Mehrheit, um den Insolvenzplan anzunehmen. Finke ist sehr zuversichtlich. "Gerade, weil die Zusammenarbeit mit den beiden Hauptgläubigern so gut funktioniert, sehe ich gute Chancen, dass die Kyrburg als Restaurant, vor allem aber als Kulturträger eine Zukunft hat", sagte er.

Das glaubt auch Bürgermeister Fritz Wagner. "Es gab Mitte 2003 bereits Gespräche zwischen Horst Kroll, Hans-Gert Dhonau, Cornelia Dhonau, den Sparkassen und mir", berichtete er. "Wir waren uns einig, dass es in jedem Fall Sinn hat, die Kyrburg zu erhalten", sagte Wagner, wohl wissend, welch enorme Bedeutung das Kirner Wahrzeichen für die Stadt hat. Laut Wagner war die Stadtverwaltung "auch auf den schlimmsten Fall vorbereitet". Der wäre eingetreten, wenn es nicht zu einem Insolvenzplan gekommen wäre und Kroll hätte aufgeben müssen. So aber habe der Notplan "in der Schublade bleiben können".

Ins Schleudern gekommen war Kroll nach eigenem Bekunden vor allem, nachdem Francesco Privitera, der Regisseur und Mitinitiator der Kyrburg-Opernfestspiele, im Sommer 2001 kurz vor den Aufführungen überraschend gestorben war. Danach, und auch wegen des schlechten Wetters in diesem Sommer, waren selbst die Kartenreservierungen des Stammpublikums nur sehr schwach gewesen. "Davon habe ich mich finanziell bis heute nicht erholt", sagte Kroll gestern. Ob es noch einmal Opernfestspiele auf der Kyrburg geben wird, steht derzeit noch nicht fest. "Es gibt jedoch nach wie vor Leute, die gerne hier auftreten möchten. Allerdings auf eigene Rechnung über den Kartenverkauf oder finanziert über eine Agentur. Ich selbst beschränke mich auf die Gastronomie, die nach wie vor gut läuft", kündigte Kroll an, der die Kyrburg übrigens seit 1985 führt.

Wagner sagte ihm auch weiterhin Unterstützung seitens der Stadt zu. "Das werden in der Hauptsache Hand- und Spanndienste sein, wenn es um die Vorbereitung von kulturellen Ereignissen geht", so das Stadtoberhaupt. Er könne sich aber auch vorstellen, dass die Stadt als Veranstalter auftrete.

(Artikel gelesen in der "RHEIN MAIN PRESSE")


09. Februar 2004

Die Gewinnentwicklung bei Whiskyfirmen

Signatory Vintage Scotch Whisky, welche die kleinste schottische Brennerei besitzt, machte in dem Geschäftsjahr bis März 2003 einen Gewinn von 500.407£, bei einem Umsatz von 3,21 Mio.£, entsprechend den neuesten Zahlen die von der Firma veröffentlicht wurden.
Die Firma aus Edinburgh, welche auch edlen Single Malt Whisky für den Export und den Binnenmarkt auswählt und abfüllt, hatte noch das Jahr vorher einen Gewinn von 710.304£ vor Steuern, bei einem Umsatz von 3,1 Mio.£. Der Rückgang des Profits wird durch höhere Zinsen auf die Darlehen der Banken, von 888 £ im Vorjahr auf 236.274£ im Geschäftsjahr bis März 2003, erklärt.
Signatory, gegründet 1988 vom schottischen Geschäftsmann Andrew Symington, kaufte die Edradour Distillery bei Pitlochry 2002 vom französischen Getränke-Riesen Pernod Ricard für 5.4 Mio.£. Die Brennerei, die gerade drei ganztägige Angestellte beschäftigt, produziert nur 12 Fässer Whisky pro Woche, das entspricht ungefähr 360.000 Flaschen pro Jahr.
Die Firma wird sowohl von Herrn Symington, als auch von einem Herrn Graham Cox geführt. Die Vergütung der Geschäftsführer stieg ebenfalls, einschließlich der 10.000£ für Pensionsrückstellungen, von 91.333£ im Jahr davor auf 120.818£ im Geschäftsjahr bis März 2003.

Unterdessen kam der Gewinn bei der Loch Lomond Distillery Company, im Geschäftsjahr bis März 2003, zurück. Die Firma ist sesshaft in Alexandria, nahe Dumbarton.
Die Firma machte einen Gewinn vor Steuern von 377,755£ bei einem Umsatz von 9,09 Mio.£ gegenüber einem Verlust vor Steuern von 87,487£ bei einem Umsatz von 11,03 Mio.£ das Jahr davor. Die Vergütungen der fünf Geschäftsführer stieg dabei im gleichen Zeitraum von 106.876£ auf 119.724£ pro Jahr, einschließlich einem Beitrag von 3.240£ pro Jahr in die Pensionskassen.
Loch Lomond, im Eigentum vom Vorsitzenden der Geschäftsleitung Sandy Bulloch und seiner Familie, produziert den Loch Lomond Single Malt, den Loch Lomond Blend und den 10 Jahre alten Inchmurrin Single Malt.
Die Firma besitzt auch Glen Catrine Bonded Warehouse (Glen Catrine Zolllager), die größte unabhängige Abfüllanlage in Schottland. Das andere Hauptgeschäft der Firma ist die Weingroßhandlung Wm Morton Ltd..

(Artikel gelesen in der "The Press & Journal")


02. Februar 2004

Kommt die Konkurrenz für den Scotch am St. David's Day?

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.
So wird am 1. März diesen Jahres, dem St. David's Tag mit großer Spannung die Erstabfüllung des ersten walisischen Whiskies nach über hundert Jahren erwartet. Mit dem Beginn der Destillation 1999 knüpfte man an die alten Zeiten an, wo man in Wales noch Whisky brannte.

Der Name der Brennerei ist "Gwalia" und befindet sich in Penderyn. Nach diesem malerischen Dorf wird auch der neue Whisky benannt werden. Er wird also "the penderyn, Single Malt Whisky" heißen. Für diese Schreibweise, also Whiskey ohne "e" hat man sich ganz bewusst entschieden.
Ob die Flaschen, von den zurzeit über 1000 Fässer gelagerten Whisky, eine Konkurrenz zum schottischen Whisky darstellen werden, darf eher bezweifelt werden. Es wird aber wahrscheinlich eine nette Ergänzung.

Obwohl beim brennen des Whiskies eine völlig neue, von Dr. David Faraday der Universität Surrey und von der EU geförderter Brennapparatur verwendet wird, soll der Whisky zu den 20 besten Whiskies gehören. Dieser Meinung ist Dr. Jim Schwan, ein weltberühmter Whisky-Taster.
Die Brennapparatur besteht nicht aus zwei bzw. drei Brennblasen, wie bei der Produktion von schottischen Whiskies, sondern aus einer Blase mit viel Hi-Tec zur gezielten Steuerung der gewollten Aromen bei minimalem Energieaufwand. Obwohl dieser Brennprozess mit über 90% Alkoholgehalt deutlich über den 70% des traditionellen Pot-Still-Brennverfahren liegt, wird das Destillat, wie beim Scotch üblich mit ca. 63% auf das Fass gezogen. Hier bestände theoretisch die Möglichkeit wesentlich älteren Whisky zu produzieren. Fachkundige wissen von was ich rede ;-)

Lassen wir uns also von der weiteren Entwicklung und von den ersten Tasting-Notizen überraschen.

Übrigens, wer heute schon diverse Flaschen vorbestellen will, kann dies direkt hier beim Hersteller tun.


26. Januar 2004

Wer nicht wirbt, ... stirbt!

Oder wer den englischen Geheimagenten 007, alias James Bond gegen sich hat "stirbt an einem anderen Tag".
Das dachte sich jetzt vielleicht die schottische Whiskyfirma "John Dewar & Sons" die den schottische Schauspieler Sir Sean Connery (73) für einen Werbespot verpflichtete. Mit den Blends "Dewar's Whisky", "Dewar's White Label" oder auch nur "White Label" indes immer noch weltweit eine der größten Whiskymarken überhaupt und in den USA unangefochten auf Platz 1.
Nachdem Connery zuvor für die japanische Whisky-Marke Suntory geworben hatte, konnte nun Neil Boyd (Dewar's Direktor) sagen: "Dewar's ist begeistert, Sir Sean Connery gewinnen zu können. Er ist und bleibt ein sehr eigenständiger Charakter, ist zu einem der am meisten bewunderten Männern in der Welt gereift und ist außerdem natürlich auch noch stolz auf seine schottische Herkunft!"

Der Werbespot läuft unter dem Motto "Manche altern, andere reifen".

Vorerst soll der Spot nicht in England und nicht in den USA laufen, sondern nur unter anderem im Libanon, Griechenland, Mexiko, Venezuela, Russland und Thailand.
In Deutschland wahrscheinlich eher nicht, da bei uns die Marke eher kein "Renner" ist.


19. Januar 2004

Der Steuer-Streit geht weiter!

Nun regen sich wieder neue Stimmen von Staatsseiten, zur Einführung der Steuermarke auf Alkoholflaschen, also auch auf Whisky in Schottland. Ich berichtete bereits davon in den "News" am 15. Dezember 2003.

Befürworter der Steuermarke ist zum Beispiel der schottischer Sekretär Alistair Darling.
Er sagte im Unterhaus während einer 'schottischen Fragestunde': "Die Industrie ist von entscheidenden Wert für Schottland. Aber, wenn es sich um Betrug handelt, müssen wir etwas dagegen tun. Es einfach zu ignorieren, wäre grob unverantwortlich. Denn jede sechste Flasche Whisky wird an der Steuer vorbei verkauft. Das ist ein Betrug am Steuerzahler von 600 Mill. £, trotz dass die Höhe der Steuer in den letzten sechs Jahren unverändert blieb." Er bekräftigte nochmals, die Regierung werde das Problem bis spätestens 2006 anpacken, sollte nicht die Industrie gängigere Alternativen vorschlagen.
Alistair Carmichael, MP von Orkney und Shetland, gab jedoch zu bedenken, dass das System hunderte Millionen britische Pfund kosten und damit viele kleine Brennereien aus dem Markt drängen werde.

Das Thema wird also noch einige Zeit den schottischen Whiskymarkt beschäftigen.


12. Januar 2004

Aufhebung der Alkohol-Einfuhrbeschränkung

"Das Resultat harter Arbeit durch die Industrie in den letzten Jahren!", kommentierte Gavin Hewitt, (Hauptgeschäftsführer der Scotch Whisky Association) die Meldung.
Die Meldung nämlich, dass es ab 1. Januar diesen Jahres allen Schweden, Finnen und Dänen erlaubt ist, unbegrenzt viel Alkohol von den innereuropäischen Auslandsreisen mit nach Hause zu bringen. Damit folgen diese Länder nun ebenfalls den EU-Richtlinien, .
Die Aufhebung dieser Beschränkungen wird natürlich auch mehr Nachfrage an schottischen Whisky durch die Skandinavier in Schottland bringen.
(Gelesen bei scotman.com)


05. Januar 2004

Neujahrsgrüße!

Liebe Whiskyliebhaberinnen und Whiskyliebhaber,

jede und jeder Einzelne von uns blickt mit anderen Gefühlen auf das neue Jahr 2004.
Ich wünsche allen zumindest genug Gesundheit um nicht nur Whisky genießen zu können und genug Zeit um ab und zu auf meiner Seite vorbeischauen zu können und genug Geld um sich über diesen Whisky hinaus, noch das Eine oder Andere leisten zu können.

Gleich im Januar, nämlich genau vom 12.01.04 bis zum 18.01.04 wird es im österreichischen Bad Kleinkirchheim erstmals das "World-Spirits Festival" geben. Die vom Start weg größte eigenständige Spirituosen-Ausstellung erwartet rund 40 internationale Teilnehmer mit nahezu 500 Destillaten. Obwohl neben anderen Edelbränden der Whisky wahrscheinlich nicht zu kurz kommen wird, ist eine Konkurrenz zur Interwhisky nicht zu fürchten.
Wer mehr zum Programm, den Ausstellern und zum Veranstalter wissen möchte, findet auf dem Portal entsprechende Informationen.

Ich wünsche der Veranstaltung viel Erfolg.


29. Dezember 2003

Gedanken zum Jahreswechsel

Text nach oben geschoben.


22. Dezember 2003

Droht das "Sakrileg" von Cardhu auch anderen Marken?

Der Aufschrei der Whisky-Liebhaber galt dem "Sakrileg", einen renommierten Single Malt in einen gewöhnlichen Pure Malt um zu wandeln, von dem man nicht weiß, aus welcher Brennerei er jetzt stammt. (siehe "News" vom 08. Dezember 2003)

Diageo-Sprecherin Barbara Clark sieht in der Polemik um den Cardhu nichts anderes als ein "Industrie-Gezänk", das unterdessen beigelegt ist. "Wir haben nicht die geringste Absicht, dasselbe mit andern Single-Malt-Whiskies unserer Gruppe zu machen", versicherte sie gegenüber der Nachrichtenagentur "sda".

Das sieht Ernest Dällenbach, Sekretär des Schweizerischen Spirituosenverbandes, ganz anders. Er schließt nicht aus, dass das Beispiel des Cardhu auch bei anderen, kleineren Brennereien Schule machen könnte. Wichtig sei aber, dass der Kunde zufrieden sei. "Letztendlich wird der Konsument entscheiden, ob Diageo recht gehabt hat, indem er weiterhin Cardhu trinkt oder nicht", meint Dällenbach.
"Die Puristen können sich ja an einen andern Single Malt halten. Es gibt Dutzende von Marken in Schottland. Der Diageo-Gruppe steht es frei, mit ihren Brennereien zu machen, was sie will. Hauptsache ist, dass korrekt informiert wird, was beim Cardhu der Fall war. Das letzte Wort hat der Markt", stellt Dällenbach weiter fest.

An dieser Stelle möchte ich nochmals den Unterschied der schottischen Whiskies erläutern:
- Blended: Verschnitt aus Malt Whisky (Gerste) und Korn Whisky (Weizen, Roggen, Mais)
- Vatted Malt: Mischung aus mehreren Single Malt
- Pure Malt: Verschnitt aus mehreren Malt Whiskies aus verschiedenen Brennereien
                  (Eine Wortkreation von Diageo, um die Übersetzung zu vereinfachen)
- Single Malt: Malt Whisky aus einer einzigen Brennerei
- Single single: Single Malt aus einem einzigen Faß.
- Cask Strength: Rohwhisky im Faß von rund 60% Alkohol.

Warum schlagen eigentlich in Schottland bei diesem Thema "die Wellen so hoch".
Weil Whisky heute zu den wichtigsten Einnahmequellen Schottlands gehört. Die Whisky-Herstellung beschäftigt 15.000 Personen direkt und 55.000 Personen indirekt. Zudem ermöglicht sie, gewerbliche Aktivitäten auch in entlegenen, von der Natur nicht gerade gesegneten Regionen aufrecht zu erhalten.
Die Schotten selber kontrollieren die Whisky-Produktion heute allerdings nur noch zu etwa 30 Prozent. Etwa 70 der 100 großen Brennereien befinden sich im Besitz von vier großen ausländischen Gruppen: Diageo, Allied Domecq, Pernod Ricard und American Brands.
(Gelesen bei "bluewin.ch")


15. Dezember 2003

Schottischer Whisky bald mit Steuermarke?

Nicht bei uns in Deutschland, aber vielleicht in Schottland!
Da hat die schottische Whiskyindustrie gerade ihren wochenlangen Streit mit einem Konkurrenten hinter sich, droht neues Ungemach von Staatsseiten.

Der Fiskus will den Alkoholsteuerbetrug mit dieser unpopulären Maßnahme den Kampf ansagen. Die Regierung behauptet, dass würde helfen den jährlichen Steuerbetrug um 160 Mill.£ zu verringern.

Demgegenüber rechnet die Industrie Mehrkosten von 280 Mill.£ pro Jahr dagegen. Diese Kosten entstehen auf der einen Seite durch die Anschaffung von zusätzlichen Maschinen zur Aufbringung der Marken auf die Flaschen und zum anderen an der Verlangsamung der Abfüllstraßen durch selbiges. Ganz abgesehen von dem zusätzlichen Kapitalbedarf zum Kauf der Steuermarken, um die Steuer schon an den Staat zu bezahlen bevor das Produkt überhaupt an die Großhändler ausgeliefert bzw. verkauft wird.

Aus diesen vorgenannten Gründen hat die Industrie den Ball aufgenommen und ist sehr daran interessiert dem Fiskus eine Alternative vorzuschlagen. Entsprechende klärende Gespräche laufen schon bzw. sind in Vorbereitung.


08. Dezember 2003

Sturm im schottischen Whisky-Glas
«Pure Malt» als Mischung aus Irreführung und Innovation

Erfolg ruft leicht Neider auf den Plan, und diese können vor allem dann unangenehm werden, wenn strittig ist, ob der Erfolg mit lupenreinen Methoden errungen worden ist. Am Donnerstag konnte nun überraschend schnell ein Streik in der schottischen Whisky-Industrie beigelegt werden, der sich seit dem Sommer zusammengebraut hatte und laut Branchenexperten leicht in eine größere Krise hätte führen können. Der Grund für den Aufruhr war der berühmte Cardhu-Whisky des britischen Spirituosen-Konzerns Diageo. Als zwölfjähriger Single-Malt-Whisky war Cardhu in den vergangenen fünf Jahren die Whisky-Marke, die weltweit umsatzmäßig am stärksten zulegen konnte. Inzwischen werden mehr als 280.000 Flaschen pro Jahr verkauft.

Neues Rezept oder Panscherei?
Der Erfolg bescherte Diageo jedoch ein Problem: Die Ausweitung der Produktion über die bisherigen Mengen hinaus war kaum mehr möglich, und selbst wenn man die Kapazität hätte erhöhen können, hätte man noch eine Lagerzeit von zwölf Jahren überbrücken müssen. Das wollte man verständlicherweise vermeiden und fand einen Ausweg. Ab dem Juli wurde der Malt-Whisky verschiedener Destillerien gemischt und der Single-Malt-Whisky in «Pure Malt» umgetauft. Diese Bezeichnung ist weniger gängig und im traditionellen Whisky-Markt eine regelrechte Innovation, wenngleich man bei Diageo betont, den Begriff nicht selbst erfunden zu haben. Dem eingefleischten Whisky-Kenner signalisiert das Wort «pur», dass es sich nicht um den billigeren «blended» Whisky handelt, bei dem der reine Malz-Whisky mit destilliertem Getreide gemischt wird, sondern um einen puren Malz-Whisky, der aber anders als der «Single» aus verschiedenen Destillerien kommen darf.

Der Konkurrenz allerdings schmeckte die neue Mischung gar nicht. Einige der traditionellen Whisky-Brenner warfen Diageo irreführende Verkaufspraktiken vor. Der Konzern habe trotz der «Verwässerung» des Produktes weder den Markennamen Cardhu aufgegeben noch das Design und die Verpackung der Flaschen geändert. Der Ruf der Industrie werde nachhaltig geschädigt, klagten die Konkurrenten und drohten sogar damit, den Fall unter dem Vorwurf des unlauteren Wettbewerbs vor die britische oder sogar die europäische Wettbewerbsbehörde zu ziehen. Doch bevor es so weit kam, rief die schottische Whisky-Vereinigung zu einem Krisengespräch - und die Wogen konnten geglättet werden, bevor die Industrie vollkommen polarisiert war.

Aufklärung der Konsumenten
Um den Käufern zu signalisieren, dass sie ein anderes Produkt kaufen, wird der Cardhu künftig statt eines braunen ein grünes Etikett tragen. Der Markenname darf beibehalten werden, dafür hat sich der Konzern aber zu einer Werbekampagne verpflichtet, die den Käufer darüber aufklären soll, was er eigentlich kauft. Handlungsbedarf hat die schottische Whisky-Vereinigung aber auch bei sich selbst ausgemacht. Sie wird nun im Höchsttempo an genauen Definitionen für die einzelnen Whisky-Kategorien arbeiten. Die bisherigen Definitionen basieren auf Tradition und Gewohnheit, sind jedoch rechtlich unverbindlich. Gemeinsame Standards sollen künftige Nebel verhindern.
(Gelesen in der "Neue Zürcher Zeitung")


01. Dezember 2003

Nikolausgeschenk

Sooo, pünklich zum Nikolaus können wir nun die Whisky-Fangemeinde beglücken und den Preisrechner in erweiterter Form anbieten.
Mein ausdrücklicher Dank gilt Armond Disher, der es fertig gebracht hat, diese umfangreiche Whiskyanzahl in seiner Freizeit aufzulisten, zu bearbeiten und in Zukunft auch weiter zu aktualisieren. Und damit nicht genug. Er hat wirklich vor, diese Anzahl mit weiteren Whiskysorten zu ergänzen. So lassen wir uns doch gern weiter überaschen ;-)

Noch was in eigener Sache.
Da ich merke, dass das Forum nicht angenommen wird, habe ich die Rubrik "Laber-Thread's" für jeden User freigegeben. Also wer Lust hat mir oder der Fangemeinde etwas mitzuteilen, kann dies dort tun ohne sich erst registrieren zu müssen. Ich möchte vor allem mit dem Forum, jeden User die Gelegenheit geben, Anregungen und Wünsche zu "WHISKY-PREISE.DE" einfach und schnell "an den Mann zu bringen", bzw. in einer Diskussion ein gewisses Meinungsbild zu erhalten.


24. November 2003

Nachlese zur InterWhisky 2003

Für alle, die nicht zur 5. InterWhisky kommen konnten, hiermit ein kleiner Rückblick. Alle Preise werden von mir völlig wertfrei genannt und haben nur informativen Charakter.

In der Eingangshalle des Hotels waren zwei Kassen aufgebaut, an welchen man neben der Eintrittskarte (10,00€ pro Person) ein Sonderheft "Der Whisky-Botschafter" (4,00€) erwerben konnte.
Des Weiteren konnte man, ebenfalls noch im Foyer, an einem kostenlosen Gewinnspiel der Fa. Highland-Park teilnehmen, bei dem jeder gewann. Und zwar ging das Spiel so:
Nach einer kurzen Berieselung mit Geräuschen der Insel Orkney, welche man auch beim Aufruf der Internetseite der Firma hören kann, wurde jeder Besucher, der an dem Spiel teilnahm, auf ein Polaroid gebannt. So gewann jeder, der noch auf das Bild seine Adresse vermerkte eine Mini des 12-jährigen "Highland-Park", die Firma gewann eine große Anzahl Adressen und 3 Besucher, auf die um 16.00 Uhr das Los fiel, darüber hinaus noch eine 0,7 Liter Spezialabfüllung.
Vom Foyer gelangte man über eine Wendeltreppe in einen großen Vorraum. In diesem konnte man sich an ein paar Tischen bei verschiedenen Nichtwhiskygetränken und einigen Snacks (4,00€ bis 10,00€) stärken und sich mit seinen Gesinnungsgenossen verbal austauschen. Außerdem konnte man sich hier für die Verkostung ein Tasting-Glas (3,00€) und Wertmarken (1,00€/Stück) erwerben.
Mit diesen Wertmarken konnte man an den Ausstellungsständen, welche im nächsten Raum aufgebaut waren, den einen oder anderen Whisky seiner Wahl probieren. Für eine Standard-Orginalabfüllung reichte in der Regel eine Wertmarke, für die Rare-Malts musste man schon mehrere Wertmarken anlegen. Die Auswahl des Raumes erschien mir als angemessen und Stilvoll, wobei am Samstagnachmittag in den Gängen kein Apfel mehr zur Erde fallen konnte. Neben den Whiskyherstellern/-händlern waren so allerhand Aussteller aus dem "Whiskyumfeld", wie Fachzeitschriftenanbieter, Mixer, Glashersteller, etc. zu finden.

Die Fachvorträge fanden in zwei extra Salons im Stundenrhythmus statt. Trotz, dass der Beginn der Vorträge wechselseitig eine halbe Stunde zeitversetzt stattfand, ist es aber kaum möglich gewesen an allen Vorträgen teilzunehmen. Zu diesen Fachvorträgen stand neben der Vorstellung der Destillerie die Verkostung von mindestens einem Whisky im Vordergrund. Die Vorträge, an denen ich teilnahm, waren sehr locker und kurzweilig.

Zu guter letzt möchte ich es nicht versäumen zu erwähnen, dass ebenfalls in einem abgetrennten Raum die Möglichkeit bestand, den einen oder anderen Whisky käuflich zu erwerben. Die Preise waren Durchschnitt und keine Super-Sonder-Messepreise, wie der eine oder andere vielleicht vermuten mag.

Alles in allem war es eine Veranstaltung sowohl für den Neuling, der sich einen Überblick verschaffen konnte, als auch für den Experten, der mit den einen oder anderen Profi ins Gespräch kam.


17. November 2003

Aufnahme von Jahrgangswhiskies

Nicht nur der Whisky-Markt verändert sich (siehe hierzu die heißen Diskussionen zu Cardhu bzw. Cardow in den einschlägigen Medien und Internetforen), sondern auch das Angebot auf dieser Seite.
Dank der freundlichen Unterstützung von Armond Disher ist es nun in naher Zukunft möglich einen Preisüberblick über die Jahrgangswhiskies zu geben. Dabei wurde ebenfalls die Einschränkung auf Scotch Single Malt Whisky gemacht, dass heißt also auf den schottischen Single Malt Whisky. Trotzdem wurde für Euch eine nicht zu verachtende Anzahl von

über 1600 Whiskies ! ! !

ausgewählt. Damit hat man zumindest schon mal einen groben Überblick ;-)

Jeder wird Verstehen, dass bei diesem Umfang die Anzahl der gelisteten Shops wesentlich geringer sein wird. Der Sinn und Zweck soll hierbei nicht vordergründig die Preissuche sein, das heißt bei welchem Shop es dieses oder jenes edle Wässerchen am preiswertesten gibt, sondern es soll ein Gesamtüberblick geschaffen werden.

So, es ist zwar noch etwas Programmieraufwand notwendig, aber der Großteil ist geschafft.
Lasst Euch also überraschen und schaut regelmäßig auf dieser Seite vorbei.


10. November 2003

Neuerung

Auf Wunsch einiger Nutzer des Rechners, habe ich eine Neuerung programmiert. Sie befindet sich auf der Ergebnisseite.

Wer mehr Informationen zum jeweiligen Shop, wie Adresse, Ansprechpartner, etc. in komprimierter Form sucht, der findet diese Informationen in der letzten Spalte unter "Info". Wer also dem Shop seiner Wahl eine E-Mail schreiben möchte, um sich z.B. für die Übersichtlichkeit der Produkte innerhalb des Onlineshops zu bedanken ;-) der braucht also nicht lange auf der Shopseite zu suchen, um sich die Information zusammenzuklauben.

Einfach mal ausprobieren!


03. November 2003

Whisky im Wert von 300.000 € gestohlen

Vor einer reichlichen Woche haben Diebe eine Lieferung Whisky gestohlen. Sie stahlen eine Ladung 17-jährigen Glengoyne Single Malt von einem LKW. Die Gruppe brach in ein Verteil-Depot am Rande des Industriegebiets von Denny (Stirlingshire) ein. Sie brach den Anhänger auf, der die kostbare Ladung transportierte.

Die Lieferung war für den französischen Markt, zum Weihnachtsgeschäft bestimmt.

Die Polizei befürchtet jetzt, dass tausende der Flaschen preiswert auf dem schottischen Markt angeboten werden. Sergant Pat Scroggie, vom Falkirk CID sagte: "In dieser Zeit des Jahres ist der Markt sehr aufnahmefähig, so dass dieses Produkt leicht abgesetzt werden kann. Wir gehen davon aus, dass sich der Whisky noch in Schottland befindet und in Glasgow oder Edinburgh verkauft werden soll." Er fügte hinzu: "Die Flaschenaufkleber sind zwar mit 'Glengoyne schottischer Whisky' gekennzeichnet, der restliche Druck ist aber in französisch. Wir sind an Jedem interessiert, der eine Flasche von diesem Whisky angeboten bekommt bzw. irgendeine andere Information zum Diebstahl machen kann."
(Gelesen bei scotman.com)


27. Oktober 2003

Zwischenziel

Soooo, … sagt man immer, wenn man etwas "Größeres" beginnt oder wenn man etwas "Größeres" beendet hat.

Ich sage nun soooo, … weil ich nun etwas "Größeres" beendet habe.
Nämlich die Eingabe der Whisky-Preise dessen Shops, welche ich mir von Anfang an vorgenommen hatte. Es sind jetzt mehr als 20(!) Shops die ich in meinem Preisvergleich einbezogen habe. Damit ergeben sich weit über 5000(!) Datensätze. Die wollen erst mal "gehändelt" werden.

Abgesehen von einer weiteren Neuerung (also immer schön diese "News" lesen), welche ich demnächst verkünden werde, werde ich mich in nächster Zeit, soweit es meine Zeit erlaubt vor allem um die Aktualisierung der Preise kümmern.


20. Oktober 2003

Das neue englische Alkohol-Patent-Gesetz (The Licensing Act)

Auszug:

Der Fahrplan ist:
- Ministerieller Führer gegen Ende September 2003.
- Die lokalen Behörden veröffentlichen ihre Beschlüsse Februar/März 2004.
- Die neuen Lizenzen oder Zertifikate werden im Januar 2005 gültig.

Die Verschmelzung von bisher 6 verschiedenen Lizenz-Systemen (Alkohol, öffentliche Unterhaltung, Kinos, Theater, späte Nacht-Erfrischungshäuser (?), Nachtcafés).

Ein einziges integriertes System, um Lokale zu lizenzieren, die Alkohol verkaufen, dem Publikum Unterhaltung bieten oder spät nachts Erfrischungen offerieren.

Übertragung der Verantwortung für die Alkoholpatentvergabe vom lokalen Gericht (magistrates' courts) zu den lokalen Behörden.

Es werden zwei Lizenzen unterschieden: Die Lizenz für das Lokal mit Betriebsvorschriften (z.B. Öffnungszeiten, Notausgänge, Grösse), angesprochen werden Kriminalität, Unruhe, öffentliche Sicherheit, Jugendschutz. Sie werden lokal erteilt, unter Abwägung von u.a. der Bedürfnisse des Betreibers, der Anwohner, der Feuerwehr, im allgemeinen öffentlichen Interesse.

Ein neues System der persönlichen Lizenz wird eingeführt. Sie erlaubt dem Inhaber Alkohol zu verkaufen oder zu liefern für den Konsum in oder ausserhalb der Lokalität, für die eine Lizenz vorhanden ist.
(Jene, die reglementierte Unterhaltung oder alkoholfreie Erfrischungen in der Nacht anbieten, benötigen nur eine Lokal-Lizenz.)

Die persönliche Lizenz kann an Personen über 18 Jahren für 10 Jahre abgegeben werden, die einen Test zu Lizenzrecht und sozialer Verantwortung bestanden haben und über einen guten Leumund verfügen.

Die Abschaffung der Öffnungszeitbeschränkung für den Verkauf von Alkohol erlaubt den durchgehenden Betrieb. (24 h, 7 Tage)

Das gesetzliche Mindestalter um Alkohol in lizenzierten Betrieben konsumieren und kaufen zu dürfen, bleibt bei 18 Jahren. Ausnahme: Jugendliche von 16 oder 17 Jahren in Begleitung einer erwachsenen Person dürfen Alkohol zu einer Tischmahlzeit konsumieren, wenn der Alkoholgehalt unter dem von Spirituosen liegt.

Eine Reihe von alten und speziellen Privilegien in Bezug auf den Verkauf von alkoholischen Getränken, die im Besitz der Krone, gewissen Theatern, der Weinhändler der Londoner City und des Vizekanzlers der Universität Cambridge waren, sind aufgehoben worden.

etc.

(Quelle: alcohol ALERT 2003, Übersetzung: Hermann T. Meyer)


13. Oktober 2003

Whisky-Steuer in Deutschland

Wobei in ganz Europa zwischen den Steuermonopolisten (Staaten) ein Konkurrenzkampf, mit dem Hintergrund ausgebrochen ist, nicht zu viel Steuereinnahmen an den Nachbarn durch Steuertourismus (siehe News der letzten Woche) zu verlieren, melden sich in Deutschland "eigenartige" Stimmen zu Wort. Im letzten Monat berichtete die "Bild"-Zeitung, dass:


Gesundheitsforscher einer Erhöhung der Alkoholsteuer positiv gegenüber stehen. Eine neue Studie des Fritz-Beske-Instituts für Gesundheitssystemforschung enthalte den Vorschlag, die Steuer auf Bier, Sekt und Branntwein um 70 Prozent anzuheben.
Nach Berechnungen des Instituts würde die Steuer für Branntwein je Liter reinen Alkohols von 13 auf 22 Euro steigen.


Ich vermute, dass diese Forscher von diesen Steuereinnahmen mit bezahlt werden.
Da sich in diesem Zusammenhang die Frage, wie hoch die Alkoholsteuer für unseren heißgeliebten Whisky ist, förmlich aufdrängt, habe ich mal etwas recherchiert.

Die Alkoholsteuer teilt sich in drei Klassen auf: die Bier-, Branntwein-, und Schaumweinsteuer. Am teuersten sind Spirituosen, die in Deutschland einer Monopolverwaltung unterliegen. 1.303€ zieht der Fiskus pro 100 Litern verkauftem Schnaps ein. Bei Schaumweinen sind es zwischen 136 und 51 Euro. Am günstigsten ist Bier: durchschnittlich starkes Bier wird mit 9,44€ pro Hektoliter (100 Litern) besteuert. Kleinere Brauerein, die weniger als 5.000 Hektoliter herstellen, zahlen nur die Hälfte. Die Biersteuer ist die einzige unter den Alkoholabgaben, die den Ländern zusteht.

Deshalb wird bei Whisky folgende Steuer "erwirtschaftet":
0,7Liter-Flasche, 40%: 13,03€/Liter x 0,7Liter x 0,40 = 3,65€
1,0Liter-Flasche, 43%: 13,03€/Liter x 1,0Liter x 0,43 = 5,60€
Umfassender geht es mit dem Alkoholrechenprogramm alk.zip (4,25 MB) von der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein in Offenbach am Main.

Für die ganz "Wissbegierigen" habe ich hier eine umfassende Infoseite erstellt.


06. Oktober 2003

Whisky jetzt in Dänemark preiswerter als in Schottland

Weil Dänemark seine Steuer am Mittwoch letzter Woche auf Schnaps und damit auch auf schottischen Whisky fast halbiert (um 45%) hat, ist eine Flasche in Kopenhagen jetzt billiger als in Edinburgh.
Die Dänen, die im Jahr im Wert von ca. 13,3 Mill. € Scotch importieren, haben Ihre Steuer um 35 Kronen (2,25€) pro Flasche gesenkt, um die fehlenden Steuereinnahmen durch den grenzüberschreitenden Verkehr zu Deutschland zu bändigen und den "Schnapstourismus" damit zu stoppen. Diese Situation würde sonst im nächsten Januar noch bitterer werden, wenn Dänemark durch die EU aufgefordert wird, seine Einfuhrbeschränkungen für den persönlichen Verbrauch aufzuheben. Unbestätigten Medienberichten zufolge reagierten deutsche Geschäfte im Grenzgebiet mit Dumpingpreisen auf die Steuersenkungen in Dänemark.
Die Steuer auf einer 0,7l Whisky-Flasche Scotch in Dänemark beträgt jetzt 5,85€ pro Flasche, verglichen mit 5,48£ (7,85€) in Großbritannien.

Bestrebungen in dieselbe Richtung unternehmen Norwegen und Finnland. Durch diesen Dominoeffekt könnte auch Schweden gezwungen werden (Gerüchte gehen ebenfalls von 50 Prozent Steuerreduzierung aus) ihre Steuer zu senken. In Finnland liegt bereits ein parlamentarischer Antrag zur Senkung um 44 Prozent im nächsten Jahr vor. Sollte Schweden und Finnland ihre Steuer wirklich im folgenden Jahr senken, könnten wir eine Situation haben, dass Großbritannien die zweithöchste Whiskysteuer in Europa, hinter Irland hat.

Es versteht sich von selbst, dass diese Neuigkeiten von der Scotch-Whisky-Industie und der "Scotch Whisky Association" erfreulich aufgenommen wurden.
(Gesehen in verschiedenen Medien)


29. September 2003

Das 100.000£ - Projekt

Vorige Woche hat die schottische Whiskyindustrie einen bedeutenden Schritt unternommen, indem sie Herrn Chris Conway zum "Scotch Whisky Tourismus-Entwicklungs-Manager" bestellt hat.
Herr Conway, als ehemaliger Marketing-Manager von "Whyte u. Mackay", wird vor allem mit Hotels, Gaststätten und den Brennerei-Besucher-Center neue Wege entwickeln, um mittels Whisky als Tourismus-Attraktion, Touristen nach Schottland zu locken. Geplant ist die Installation von "Whiskybotschaften", in welchen die Touristen mehr über Ihr Lieblings-Getränk erfahren können.

Das 100.000£ - Projekt (vorgestellt vom Abgeordneten Jim Wallace und dem Vorsitzenden der "Scotch Whisky Association" Ian Good) wird vom "Scotch Whisky Heritage Centre" begleitet.
Die Finanzierung erfolgt von den schottischen Unternehmen, Unternehmen der Highlands und der Inseln, von "VisitScotland" und von der "Scotch Whisky Association".

Herr Good sagte:" Mehr als eine Million Menschen besuchen jedes Jahr 40 Brennerei-Besucher-Center. Die Whiskyindustrie ist ein bedeutender Botschafter für Schottland. Herr Conway, mit seinen Erfahrungen, kann darauf bauen."
(Gelesen bei scotman.com)


22. September 2003

Neue Version des Whisky-Rechners

Auf vielfachem Wunsch habe ich das Programm auf die multiple Auswahlmöglichkeit der Whiskysorten erweitert.
Konkret heißt dies, dass das Auswahlfeld auf Mehrfachauswahl umgestellt wurde und damit bei einem Suchvorgang mehrere Einträge auswählbar sind. Ich hoffe, es ist jedem Nutzer klar, wie man mehrere Einträge selektieren kann. In der Regel sollte das normalerweise durch das Halten der [Strg]-Taste bei gleichzeitigem Anklicken der gewünschten Listeneinträge möglich sein.
Zu beachten ist natürlich, dass eine steigende Whisky-Anzahl zu einer sinkenden Ergebnis-Anzahl führt, da nicht jeder gelistete Shop jede Whiskysorte führt und im Ergebnis nur die Shop's aufgeführt werden, bei welchem jede ausgewählte Whiskysorte erhältlich ist.
Das Ergebis stellt auf alle Fälle die Summe der ausgewählten Whiskysorten dar.

Selbstverständlich ist es weiterhin möglich auch nur einen Whisky auszuwählen.


15. September 2003

Inter - Whisky 2003

Endlich ist der Internetauftritt der Inter - Whisky 2003 "Up to Date", wenn auch der Seitentitel immer noch das Jahr 2002 trägt und der auf der Seite zur Verfügung stehende Bannercode sich auf die Inter - Whisky 2002 bezieht :-( Wer also den aktuellen Code sucht, kopiert einfach den Code von meiner Seite.
Endlich kann man sich über die Aussteller, den Eintrittspreis und über "Dies und Das" informieren.
Endlich kann so langsam die Diskussion über die Qualität und das Preis/Leistungsverhältnis so richtig anlaufen.


08. September 2003

Es ist ein gutes Dram-Gebiet

Entsprechend einer Übersicht der Supermarktkette "Somerfield", sind in Edinburgh die größten Whisky-Kenner Großbritanniens zu finden. Die Kunden der fünf "Somerfield"-Filialen von Edinburgh kaufen mehr Whisky der oberen Preisklasse als irgendwoanders des Landes. Ein Sprecher sagte: " Die Leute von Edinburgh haben offenbar große Geschmacksknospen".
(Artikel gefunden bei scotman.com)

Anmerkung von WHISKY-PREISE.DE: Die relativ große Anzahl an zahlungskräftigen Touristen in Schottlands Hauptstadt Edinburgh und der Fakt das Whisky ein schottisches Nationalgetränk ist, spielen dabei bestimmt auch ein große Rolle. Als Tourist kann man entscheiden ob man sich einen Kilt oder eine gute Flasche Whisky zum Andenken mitnimmt :-)


01. September 2003

Die erste und wichtigste Neuigkeit ist sicherlich, dass heute die Seite "WHISKY-PREISE.DE" online gegangen ist. Wenn auch zur Zeit noch nicht so perfekt und vollständig wie es meinen Vorstellungen entspricht, aber der Anfang ist gemacht.

© Copyright des Seiteninhaltes liegt beim Ersteller.