WHISKY-PREISE.DE
24. Januar 2005
WestLB verkauft Beteiligung an Whyte & Mackay
Wie kürzlich bekannt wurde, will der deutsche Finanzriese WestLB seine
Beteiligung an der Whisky-Destillerie verkaufen. Wie in Finanzkreisen
bekannt wurde, könnte der Verkauf an die Besitzer der weiteren 60%
der Firma für 50 Mill. £ erfolgen. Diese 60%-Beteiligung halten der
Hauptgeschäftsführer Vivian Imerman und sein Schwager Robert Tchenguiz.
Und dies mit Unterstützung der WestLB seit 2001.
Doch was war damals geschehen:
Die beiden Investoren hatten 2001 von dem damaligen amerikanischen
Unternehmen American Brands (heute Fortune-Brands, Jim Beam) die 1884
gegründete Firma Whyte & Mackay mit ihren Blended Flaggschiff "Whyte &
Mackay" und den Malt Whiskies (Dalmore, Fettercairn, Isle of Jura)
erworben. Dies war der größte Management Buy-out (MBO) in der
Whisky-Industrie, den es je gegeben hatte. Er wurde maßgeblich von der
deutschen WestLB mit finanziert. Das Unternehmen beschäftigt in
Schottland mehr als 700 Mitarbeiter.
Aber warum verkauft nun die WestLb dieses Sahnestück. Die WestLB habe
die Absicht, sich von ihren gesamten so genannten Principle
Finance-Aktivitäten zu trennen und damit auch von Whyte & Mackay. Bei
der Sparte handelt es sich um das britische Investmentgeschäft der
WestLB, das Milliardenverluste eingefahren hatte.
"Die Gespräche mit Ihnen befinden sich in einem fortgeschrittenen
Stadium", hieß es gestern in Unternehmenskreisen. Seit einem Jahr
arbeitet die WestLB unter ihrem Chef Thomas Fischer an der Umsetzung
des neuen Geschäftsmodells.
Der Verkauf markiere einen weiteren Schritt für die WestLB, sich im
Rahmen ihrer strategischen Neuausrichtung von nicht zum Kerngeschäft
gehörenden Aktivitäten zu trennen.
(Gelesen bei "scotsman.com", u.a.)
17. Januar 2005
Johnnie Walker geht in die Modebranche
Ende letzten Jahres hat Johnnie Walker sein neues Logo vorgestellt.
Ich berichtete Anfang Oktober darüber. Jetzt wird noch eins
draufgesetzt. Jetzt steigt die schottische Whisky-Marke in die
Modebranche ein.
In Florenz wurde diese Herrenmode-Kollektion erstmals bei einer
Modeschau vorgestellt. Diese Kollektion soll laut Thomas Caravell,
stellvertretender Chef von Diageo Global Licesing für Herren zwischen
28 und 42 Jahren mit gehobener Kultur gedacht sein. Die eingeschränkte
Produktion wird also mehrheitlich sportlich.
Diese Mode, welche vom italienischen Designer Maurizio Bonas entworfen
wird, soll laut einem unterzeichneten Abkommen mit der italienischen
Modegruppe Franco Ziche, in 100 Geschäften weltweit vertrieben werden.
Und das alles unter dem Markenzeichen des forsch ausschreitenden
Dandys.
(Gelesen bei "kurier.at")
10. Januar 2005
Torkelnde Gläser
Auf der Suche nach einem schönen außergewöhnlichen Geschenk für einen
Whiskyfreund, stieß ich auf wunderschöne neuartige Whiskygläser. Der
Name der mundgeblasenen Glasserie ist Programm:
"Rotario"
Ein Glas, welches sich dreht. Es rotiert und man kann daraus trinken.
Wenn das keinen Drive hat!
Da wir alle auf ein ruheloses, rotierendes Whiskyglas gewartet haben,
hat sich die Schöpferin, Frau Angelika Rümmele was für uns einfallen
lassen.
Durch die die einfache Rotation des Glases, bei welcher die Glaswand
mit Whisky benetzt wird kann man sich das schwenken des Glases vor dem
Nosing ersparen. Was für eine Erleichterung. Da fällt einem der gute
alte Spruch ein: "Trinken musst schon selber." Das aber setzt noch
immer das Führen des Glases zum Munde voraus.
Obwohl diese Gläser nicht ganz preiswert habe ich meinem Freund
hier
gleich zwei Gläser gekauft.
(Gelesen bei "derstandard.at")
03. Januar 2005
Neujahrsgrüße 2005
Liebe Whiskyliebhaberinnen und Whiskyliebhaber,
wir blicken zurück auf ein tragisches Ende des Jahres 2004.
Das Seebeben in Asien ist für viele von uns ein prägendes Ereignis,
welches uns in unseren Erinnerungen noch lange beschäftigen wird.
Obwohl in meinem Verwanden- und Bekanntenkreis glücklicherweise kein
Opfer zu beklagen ist, berührt mich persönlich dieses Unglück mehr als
jede andere vergangene Katastrophe auf dieser Welt. Ich glaube das geht
vielen von Ihnen ebenso wie mir.
Beeindruckend ist aber auch auf der anderen Seite die enorme Hilfsbereitschaft
unserer Bevölkerung für die Flutopfer in Asien, obwohl die wirtschaftliche
Situation vieler Familien sich in jüngster Vergangenheit nicht gerade
verbessert hat. Der vielfache persönliche Einsatz und die große
Spendenbereitschaft ist ein hervorragendes Beispiel für gelebte Solidarität.
Ich wünsche allen Usern meiner Seite ein gesundes Jahr 2005 und allen
Whiskyherstellern zusätzlich einen normalen Wasserstand ihrer
angrenzenden Flüsse, Seen oder Meere.
Ihr Clan
27. Dezember 2004
Gesund und ohne Kopfweh ins Neujahr gerutscht
Der Gänsebraten ist gerade verdaut, da steht so manchem Kopf und Magen
zu Silvester eine neue Belastungsprobe bevor: Das Jahr 2005 beginnt für
viele Menschen nicht nur mit einem knalligen Feuerwerk, sondern auch
mit einem gehörigen "Kater". Die Folge: Der Kater zeigt seine Krallen.
Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel sind das Ergebnis einer durchfeierten
Nacht. Der so genannte "Kater" ist ein sicheres Zeichen dafür, dass
der Körper die getrunkenen Alkoholmengen nicht vertragen hat. Ein Kater
entsteht, wenn nicht genügend Aldehyddehydrogenase produziert werden
konnte, um schädliche Zwischenprodukte abzubauen.
(Am Rande erwähnt: beinahe jeder zweite Asiate hat einen Gendefekt,
der die Bildung der Aldehyddehydrogenase verhindert, und verträgt
deshalb keinen Alkohol).
Wenn im Alkohol Methanol oder andere Fuselalkohole enthalten waren,
führt das zu noch giftigeren Zwischenprodukten (im Falle von Methanol
zu Formaldehyd!) und sorgt für entsprechende Vergiftungserscheinungen.
Der Gehalt an Fuselalkoholen ist aber nicht unbedingt von der Qualität
des Alkohols abhängig, sondern mehr von der Herstellung. Fuselalkohole
entstehen vor allem beim Brauen von obergärigem Bier. Daher sorgt
Weizenbier im Gegensatz zum Pils oder Exportbier für den schlimmsten
"Kater". Aber auch bei der Reifung von dunklen Schnäpsen wie etwa
Whisky(!!!), Rum oder Weinbrand sollen meist höhere Konzentrationen an
Fuselalkoholen entstehen, als bei Weißwein oder Wodka. Das jedenfalls,
ist die Meinung von vielen Medizinern.
Aber was kann man nun zu Vermeidung von Kopfweh am Neujahrsmorgen tun?
Die Amerikaner treten dem Kater mit "Bloody Mary" entgegen.
In England oder Schottland versucht man es mit "one hair of the tail of
the dog that bit you the night before", was soviel heißt wie "Trink
noch ein Schluckerl von dem, was du gestern geschluckt hast" oder
anders gesagt "Trink früh das als Erstes, mit dem Du Abends als
Letztes aufgehört hast". Sinn: Alkoholabbau verlangsamen, dadurch
Beschwerden lindern.
Die Deutschen versuchen es früh mit reichlich frischem Obst,
Vollkornprodukten, Rührei, eingelegten Salzheringen, sauren Gurken und ganz
viel Wasser. Auch eine heiße Boullion soll Besserung und für Nachschub
an Salz im Körper sorgen.
Aber jetzt gibt es den Geheimtipp gegen Brummschädel:
Mit Honig kann man, laut Aussage der US-amerikanischen National
Headache Foundation, die Kater-Kopfschmerzen am erfolgreichsten bekämpfen.
Vor dem ersten Gläschen bzw. auch danach etwas Honig auf ein Brot soll
wahre Wunder wirken. "Honig - im Gegensatz zu Zucker - enthält Fruktose,
die im Körper den Alkoholabbau fördert", erklärt Dr. Merle Diamond,
Direktorin der Diamond Headache Clinic in Chicago in einem Interview
mit der Nachrichtenagentur Reuters. Dies verhindert den raschen Wechsel
des Alkoholspiegels, der für den Kopfschmerz am "Morgen danach"
verantwortlich ist, so die Kopfschmerz-Expertin.
Eine weitere gute Quelle, um sich mit Fruktose zu versorgen, ist
Tomatensaft, so die National Headache Foundation. Auch er hilft, den
Alkohol schneller zu verbrennen. (Jetzt versteh ich auch besser die
Wirkungsweise von "Bloody Mary")
Auf jeden Fall wünsche ich allen Usern einen guten Rutsch ins neue Jahr
und
Trinken Sie maßvoll!
20. Dezember 2004
"Striding Man" bald ziemlich schnell
Der "Striding Man", das Markenzeichen der Whisky-Marke "Johnnie Walker"
wird bald nicht nur im neuen Outfit erscheinen, sondern zu dem noch
unwahrscheinlich schnell unterwegs sein.
Der Grund dafür ist, dass der "Striding Man" wahrscheinlich bald
in der "Formel 1" (man vermutet in der zweiten Saisonhälfte, ab August)
neben Kimi Räikkönen und Juan Pablo Montoya mit dem "McLaren Mercedes"
Silberpfeil mitfahren wird.
Der Grund dafür wiederum ist die Tatsache, dass die Tabak-Marke "West"
dem zukünftigen Hauptsponsor, der Whisky-Marke "Johnnie Walker" weichen
soll.
Und der Grund für diesen Umstand ist nun das ab 2006 inkrafttretende
völlige EU-Tabakwerbeverbot. Zigarettenwerbung ist von da an in der
"Formel 1" wahrscheinlich gänzlich verboten. Gegen Alkohol hat die
Rechtssprechung offenbar nichts einzuwenden…
Es ist wahrscheinlich, dass nicht nur der "Imperial Tobacco"-Konzern
(zahlte 25 Mio. Euro jährlich) mit seiner Marke "West" bei
"McLaren Mercedes" aussteigt, sondern dieses Schicksal natürlich auch
Ferrari bevorsteht. Hauptsponsor "Marlboro" (Philipp Morris) ist mit
43 Mio. Euro noch Top-Sponsor der "Formel 1". Dann müssten sich auch
die Roten aus Maranello ab 2006 einen neuen Hauptsponsor suchen.
Bei den "Silbernen" jedenfalls scheint es sicher, dass sich die
Whiskyfabrikanten die Speedwerbung 53 Mio. Euro pro Jahr kosten
lassen, was einem Großangriff auf Ferrari und Michael Schumacher
gleichkäme.
Die Konkurrenz muss bei solchen Summen kräftig schlucken. Und das
McLaren-Mercedes-Team können sich auf hochprozentige Siegesfeiern mit
dem Produkt aus Kilmarnock (Schottland) freuen.
(Gelesen bei "www.bild.t-online.de" u.a.)
13. Dezember 2004
Whisky in Tuben?
Erst kürzlich berichtete ich über eine Neuerung. Nämlich Alkohol
(als Pulver) in Tüten .
Jetzt gibt es schon wieder eine Neuerung im Netz. Nämlich alkoholische
Drinks in Tuben.
Angeboten wird diese Neuerung von der Firma
"LOOK!4GO GmbH & Co. KG".
Wann diese Firma die ersten Whisky-Drinks anbietet, war leider nicht
zu erfahren.
So abwegig ist dies jedenfalls nicht. Denn in einigen Ländern Afrikas
gibt es viele harte Drinks, handlich abgepackt in Tütchen, ähnlich der
"Caprisonne"-Packungen bei uns in Deutschland. Ob im Tschad, in Kamerun,
Mali, Senegal oder Ghana sind diese Tütchen, kaum größer als eine
Brause-Packung unter der Hand an Tankstellen zu haben oder bei den
Bauchladenverkäufern in den Clubs.
Diese Hamburger Firma hat jetzt diese Idee aufgegriffen und mit dem
Produkt "Go Tube" den Partyhit zum Jahreswechsel auf den Markt, zumindest
auf den Internetmarkt gebracht. Angeboten werden zur Zeit vier Produkte.
Pure - Energy Drink, Wodka Energy, Wodka Lemon und Wodka Strawberry.
Diese Drinks haben einen Alkoholgehalt von vier bis knapp zwölf Prozent.
Denn was die Afrikaner pur in die Tüte schweißen, servieren die
Hanseaten in kleiner Dosis.
(Gelesen bei "morgenpost.de")
06. Dezember 2004
"Elijah Craig" wurde wieder Whisky des Jahres
Wie schon im letzten Jahr, so wurde auf dem jährlich in New York City
stattfindenden internationalen "WhiskyFest" gerade wieder der 12 Jahre
alte "Elijah Craig" zum bestverkauften Whisky des Jahres gekrönt. Der
Bourbon wird in Kentucky in der "Heaven Hill Distilleries, Inc." in
Bardstown hergestellt.
Bei der Ehrung wurde die Komplexität an Honig-, Vanille- und
Karamellgeschmacksstoffen herausgestellt. Es hieß, dass kein 47
prozentiger Bourbon so wundervoll rauchig ist. Und dies bei dem Preis.
Diese Auszeichnung reiht sich nun in eine Reihe von Ehrungen. Dazu
gehören unter anderen die Doppel-Gold-Plazierung beim "World Spirits
Competition" in San Francisco, sowie der mehrjährige Gewinn des
Wettbewerbes der Zeitschrift "Whisky Magazine" in der Kategorie "Best
of the Best".
Weitere Informationen zur Marke "Elijah Craig" sind
hier
zu finden.
(Gelesen bei "louisvillescene.com")
29. November 2004
Bald Whisky in Tüten?
Whisky aus der Tüte - das ist nicht mehr ganz so abwegig, wie es auf
den ersten Blick erscheint. Denn neuerdings sind alkoholische Mixgetränke
in Pulverform auf dem Markt. Dies ist keine "Schnaps-Idee" sondern
Realität.
Eine deutsche Firma
subyou GmbH
wirbt im Internet
mit dem Slogan "Zu jeder Zeit eine Tüte bereit" bzw. "Keine Sondersteuer,
kein Pfand". Dabei werden 65 Gramm Pulver in 250 Milliliter Wasser
gerührt und fertig ist das Mixgetränk mit 4,8 Prozent Alkoholgehalt.
Zurzeit werden Pülverchen in den Geschmacksrichtungen
- Blackberry Wodka
- Tropical White Rum
- Limette White Rum
- Blutorange Wodka
angeboten.
Der Geschmack und die Wirkung sind ähnlich den Alcopops. Umgangen wird
damit nicht nur die neuerliche Sondersteuer, sondern auch das
Jugendschutzgesetz. Eine Ausweitung der Sondersteuer auf solche
Brausemixturen und ein Regulativ zum Schutz von Kindern vor solchen
Pülverchen sind dabei eine Frage der Zeit.
Am vergangenen Montag distanzierte sich erneut der "Bundesverband der
Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V." (BSI) von den
"Alkohol-Tüten". Wie der BSI-Präsident Wilfried Mocken erklärte, werden
die Herstellung und der Vertrieb von wasserlöslichen Pulvern mit
Alkoholbestandteilen von den Mitgliedsunternehmen des BSI auf das
Schärfste verurteilt.
Wie ein bekannter Ernährungswissenschaftler mitteilte, gibt der Anbieter
keine weiteren Informationen zum Herstellungsverfahren des Produktes
heraus. Auch zu den Inhaltsstoffen erhielt er keine Angaben. Der Verkäufer
verweist in diesem Zusammenhang auf seine gesetzliche Deklarationspflicht
in der Zutatenliste auf der Verpackung. Die auf der Internetseite
beschriebenen Herstellungsverfahren bezeichnete jedenfalls der
Wissenschaftler als "Kuriosum", weiß aber von einem amerikanischen Patent,
mit dem Alkohol zu Pulver verarbeitet werden kann. Dabei wird der Alkohol
in Kügelchen eingeschlossen, deren Aufbau eine Ähnlichkeit mit
Zuckermolekülen haben und Alkohol speichern kann.
In den USA wurde diese Methode erfunden, um die Besteuerung von Alkohol
in flüssiger Form zu umgehen - offenbar ein Vorbild für das Unternehmen
aus Nordrhein-Westfalen.
(Gelesen bei "sueddeutsche.de")
22. November 2004
50 Britische-Pfund pro Schluck Whisky
Eine der bekanntesten Pubs Schottlands berechnet 50 £ für einen Schluck
Whisky.
Die Grill Bar in Aberdeen's Union Street, war eines der letzten Pubs in
Schottland, welches den Frauen den Eintritt verwährt und bis zur
Einführung des Geschlechts-Diskriminierungs-Gesetzes 1975 nur den Männer
den Zutritt gewährte.
Die meisten Kunden sind sprachlos, wenn Graham Watson, der Inhaber der
Bar, eine Flasche eines seltenen 64-year-old Macallan (Wert mehr als
1.200 £,) auf den Tresen setzt, und mit einem Preisschild von £50 pro
Schluck versieht.
Herr Watson erklärte, daß der hohe Preis der Tatsache geschuldet ist,
dass der Whisky am Neujahrstag 1940 destilliert worden war, und zwar
in der Macallan Destillerie in Craigellachie auf Speyside. Während des
zweiten Weltkrieges war die Whiskyproduktion streng limitiert.
Noch später, zwischen 1943 und 1945, waren die Getreidehändler so stark
eingeschränkt, dass in Schottland überhaupt kein Whisky produziert
werden konnte.
Slainte!
(Gelesen bei "scotsman.com")
15. November 2004
Bedenken gegen den Verkauf von Glenmorangie an LVMH
Der französische Luxuxwarenhersteller Louis Vuitton Moet Hennessy
(LVMH) hat Ambitionen am Kauf von Glenmorangie. (Siehe meine News vom
18. Oktober diesen Jahres).
Jetzt aber haben die oberen Konkurrenzrechtler vor diesem Verkauf gewarnt.
Die "Office of Fair Trading" (Wettbewerbsaufsichtsbehörde), kurz "OFT",
wies letzte Woche auf die Verbindung des LVMH mit Diageo hin. Diageo,
der weltgrößte Getränkehersteller, hält 34% Anteile an LVMH.
Man befürchte deshalb, dass der Anteil und damit der Einfluss von
Diageo auf den schottischen Whiskymarkt zu groß wird, da Diageo schon
heute viele Top-Marken wie "Johnnie Walker" und eine Reihe von Single
Malts besitzt.
Ein 34% Anteil gibt Diageo das Recht, einige Anträge zu blockieren.
Und effektiv hat ja dann Diageo über LVMH einen 34%tigen Anteil an
Glenmorangie.
OFT überprüft deshalb nochmals die Besitzstrukturen und muss entscheiden,
ob dies zu einer Verminderung der Konkurrenz im Markt führen würde.
Diese Wettbewerbsaufsichtsbehörde wird dazu bis zum 19. November einen
Kommentar veröffentlichen.
Die OFT überprüft gewöhnlich alle Verträge von Firmen mit einem Umsatz
von mehr als 70,0 Mio. £ bzw. einen Marktanteil von mehr als 25%.
Glenmorangie hatte letztes Jahr einen Umsatz von 68,8 Mio. £ und dieses
Jahr 70,0 Mio. £. Diageos Anteil am britischen Spirituosenmarkt wird
auf 28% geschätzt.
(Gelesen bei "scotsman.com")
08. November 2004
"Blackwood", die Shetland Destillerie
Wie ist der Stand bei der
"Blackwood Distiller Ltd.",
der nördlichsten Destillerie Schottlands?
Wir erinnern uns.
Im November 2002 wurde die Gründung der nördlichsten Destillerie der
Welt auf den schottischen Shetland Islands bekannt gegeben.
Im Frühjahr 2003 wurde der Grundstein für eine umgerechnet 8 Millionen
Euro teure Destillerie gelegt. Blackwood wird sowohl torfige als auch
ungetorfte Whiskies in verschiedenen Finishings produzieren. Als
Geschmacksreferenzen werden Caol Isla und Highland Park für den
getorften und Glenrothes für den ungetorften Whisky angegeben.
Auf den Shetlandinseln gab es bis dato noch keine Whisky-Destillerie.
Historisch begründet war dies in der engen Beziehung zu Norwegen und
Dänemark, dem die heute schottische Region bis 1469 unterstand. Viele
Familien- und Ortsnamen sowie traditionelle Feste sind daher auch
skandinavischen Ursprungs.
Technisch gesehen besitzt die Inselgruppe die idealen Bedingungen zur
Whiskyherstellung:
- ein nahezu unbegrenzter Vorrat an Torf, dessen Rauch der auf dem
Dörrboden ausgebreiteten keimenden Gerste den charakteristischen
Geschmack gibt (das Malzen);
- reichlich sauberes Wasser mit einem leichten Torfgeschmack;
- ein feuchtes und windiges Klimas, welches die Engel um einen
erheblichen Teil ihres ihnen zustehenden Verdunstungsanteils von
jährlich 2 Prozent betrügen wird. (Als "Anteil der Engel" - Angels'
Share - wird jener Teil bezeichnet, der während des langen
Reifungsprozesses jährlich verdunstet.) Das mag die Engel ärgern, dem
Whisky kommt es zugute, denn es gibt ihm eine nicht zu verachtende
zusätzliche Note und macht ihn mit einigen der berühmten Single Malts
von der Whiskyinsel Islay an der schottischen Westküste vergleichbar.
Finanzieren wird sich die Firma, abgesehen von den reichlichen
staatlichen Förderungen, hauptsächlich über zwei Schienen:
1. Über den Verkauf von Bonds. Das heißt, dass Whiskyliebhaber schon
heute ihren Shetlandwhisky kaufen können. Für umgerechnet 860 Euro
können Enthusiasten Teilhaber bei "Blackwood Distillers Ltd." werden
und so gleichzeitig Anrecht auf jeweils eine Kiste dreijährigen (im
Jahre 2006) und eine Kiste fünfjährigen (2008) Whisky erwerben. Ganze
Fässer sind für 12.700 Euro zu haben.
Die Einnahmen aus den Bond-Verkäufen betragen ca. 1,6 Mill. £ von
insgesamt 258 privaten Anlegern aus 9 Ländern.
2. Es werden vorab Gin-, Wodka- und Cremelikörprodukte hergestellt und
vertrieben, bei welchen man nicht auf eine Reife warten muss.
Der Umsatz beträgt ca. 2 Mill. £ pro Jahr.
Caroline Whitfield, Blackwoods Hauptgeschäftsführer, sagte gestern
gegenüber der "Scotland on Sunday", dass die Firma jetzt genug Kapital
zusammen hat, um mit dem Whiskybetrieb beginnen zu können. Mit dem
Aufbau der Abfüllanlagen wird man im ersten Quartal 2005 beginnen und
im August 2005 damit fertig sein.
Außerdem erläuterte Frau Whitfield als ehemalige Diageo Abteilungsleiterin,
dass der Wodka-Cremelikör "Jagos" das populärste Produkt des Unternehmens
mit ca. 50% - Anteil ist, gefolgt vom botanischen Gin und dann vom
nordischen Wodka.
Auf die ersten Whisky-Ergebnisse im Jahre 2006 dürfen wir uns natürlich
jetzt schon freuen.
(Gelesen bei "scotsman.com" u.a.)
01. November 2004
"Johnnie Walker" erhält neues Logo
Nach verschiedenen Berichten der einschlägigen Medien wird der mit
großen Schritten daherkommende Dandy "renoviert".
Gemeint ist der "Striding Man", das Markenzeichen der Whisky-Marke
"Johnnie Walker". Sein neues Outfit wurde vom französischen Modemacher
Christian Lacroix entworfen. Er erscheint dann auf der Flasche ohne
Gehrock, ohne Hut, ohne Stock und ohne Monokel. Dafür mit rotem Mantel
mit Gürtel, mit weißen Jeans, mit schwarzem Sweatshirt, mit einer
Krawatte und mit einem kleinen lila Schal.
Entworfen wurde der "alte" Original-Dandy vor fast hundert Jahren vom
britischen Zeichner Tom Brown während eines Dinners. Er kritzelte
damals den Dandy auf eine Speisekarte, welcher seither als Markenzeichen
um die Welt wanderte.
Für alle Kuriositätensammler veröffentlichte das Haus Lacroix vorige
Woche eine interessante Mitteilung. Am 1. Dezember wird eine Statue des
Dandys zu Gunsten der Aids-Hilfsorganisation "Sidaction" auf dem
Internet-Portal Ebay versteigert.
Viel Glück beim Bieten!
(Gelesen bei "Freie Presse" u.a.)
25. Oktober 2004
Whisky gut bei Diabetes
Am "Tag der deutschen Einheit", nämlich dem 3.Oktober hielt die "Japan
Society of Diabetic Complications" auf der anderen Seite der Erdkugel,
in Yokohama, ihre 19te jährliche Sitzung ab.
Auf dieser Sitzung wurden ausführliche Forschungsresultate verkündet.
Vorgestellt wurden diese Resultate von einer gemeinsamen Gruppe aus
Industrie und Forschung. Beteiligt an der Forschungsgruppe sind neben
dem führenden japanischen Getränkehersteller "Suntory", die "Fukuyama
Universität" und die "Universität von Shizuoka".
Diese Spezialisten nun fanden heraus, dass Whisky eine antidiabetische
Wirkung besitzt. Er hat die Eigenschaft die Aldosereduktase zu hemmen.
Diese Aldosereduktase ist ein Faktor der die Diabeteskomplikationen
beschleunigt und verschlechtert.
Das gemäßigte Whisky-Trinken kann demzufolge der Entwicklung einer
Diabetes-Erkrankung entgegenwirken, die Regulation des Blutzuckerspiegels
beeinflussen. Diese einzigartige Eigenschaft erhält der Whisky während
seiner Reife in den Eichenfässern.
Dieses Ergebnis wird aber wahrscheinlich leider nicht dazu führen,
dass man den "guten Tropfen" auf Rezept in der Apotheke bekommt. Und
daran ist die Gesundheitsreform bestimmt nicht schuld.
(Gelesen bei "Japan Corporate News Network (JCNN)")
18. Oktober 2004
Verkauf von Glenmorangie nimmt Formen an
Nach Medienberichten zufolge nimmt der Verkauf, des von der Familie
MacDonald kontrollierten über 50%tigen - Anteils, weitere Formen an.
Das Interessante dabei ist, dass nicht mehr Brown-Forman Corp., ein in
Kentucky ansässigen Getränkeriese, die Nase vorn hat. Entsprechend
meines Berichtes von Ende August diesen Jahres war er noch Favorit. Er
und die Bacardi International Ltd. sollen abgeschlagen sein, heißt es.
Neu auf der Interessentenliste ist die LVMH (Louis Vuitton Moet
Hennessy). Dieser Gesellschaft und der Pernod Ricard SA geben die
Experten die besten Chancen auf den Zuschlag. Warum die LVMH jetzt mit
die besten Chancen hat wurde nicht bekannt. Wahrscheinlich liegt es an
der als sehr komplex beschriebenen Situation im Verkaufsprozess.
Da die Familie MacDonald sehr großen Wert auf den Erhalt von
Arbeitsplätzen und Abfüllstätten legt, einige Bieter jedoch eine
operative Verschmelzung von Betriebsstätten anstreben, wird man sich
wahrscheinlich für diese Bieter nicht entscheiden.
Das aber alles nur, wenn der Preis stimmt. Und der Preis, das heißt der
Wert des Anteils, beläuft sich zurzeit auf 364 Mio. £. Das sind über
eine halbe Milliarde Euro.
(Gelesen bei "Finanztreff.de")
11. Oktober 2004
Whisky von Adel
"The Prince of Whiskies" gibt sich die Ehre: Dieses Statement ziert
jetzt wieder das Label von Chevas Regal 12, der in neuer Aufmachung
erscheint. Hersteller Pernod Ricard ließ Flasche und Geschenkverpackung
des Premium Scotch Whiskys überarbeiten.
Form und Farbe des Etiketts sind gezielt verändert und hochwertiger
geworden. Neben dem wiedereingeführten Adelstitel, der unmissverständlich
die edle Herkunft anzeigt, sorgt der "Age-Claim" in neuer eleganter und
einfacheren Prägung in der Flasche für eine exquisite Optik. "Das
Verpackungs-Design spiegelt Prestige und Tradition von Chivas Regal 12
als eine der wenigen Weltmarken im Spirituosensektor wieder. Es
bereichert durch eine frische, zeitgemäße Note, die perfekt zur
Markenidentität von Chivas Regal 12 passt", sagt François Cambier,
Senior Brand Manager Pernod Ricard Deutschland.
Der Relaunch ist Teil der Neupositionierung der Marke. Unter dem Motto
"This is the Chivas Life" versteht sich die Werbekampagne als Ermutigung,
den Augenblick zu genießen und einen Ausgleich für die hektischen und
geschäftigen Momente des Alltags zu finden. Ein Glas Chivas Regal vor
dem Kamin oder im Kreis guter Freunde kann für Ruhe und Entspannung
sorgen.
(Gelesen bei "getraenkemarkt-info.de")
04. Oktober 2004
Glaubt ein Whisky-Produzent vielleicht an Monster?
Der schottische Whisky-Hersteller "Wine & Spirit Merchants Berry Bros.
& Rudd", welcher den weltberühmten "Cutty Sark Blended Scots Whisky"
herstellt, ließ sich einen geradezu monströsen Werbe-Gag einfallen.
Warum die Firma Ihren Whisky "Scots Whisky" (Whisky der Schotten) und
nicht "Scotch Whisky" (schottischer Whisky) nannte ist aber eine andere
(lustige) Geschichte. Genau diese Firma offerierte demjenigen eine
Million Pfund, der das Monster von Loch Ness lebend einfangen würde.
Am Anfang war man sich in der Geschäftsleitung einig. Dies ist ein
billiger Werbe-Gag, denn wer glaubt schon an Legenden.
Doch dann begann bei den Whisky-Männern das Grübeln, ob "Nessie" nicht
vielleicht doch.....
Die Zweifel zeigten Wirkung und man entsann sich an die alte
Traditionsadresse: "Lloyd's of London". Das Traditionsunternehmen
behauptete ja immer wieder selbstbewusst: "Wir versichern alles." Sogar
die Beine von Modeschönheiten wurden schon versichert.
Die Whisky-Brenner sind zwar sparsame Schotten und trotzdem, oder gerade
deshalb versicherten Sie sich bei "Lloyd's" für den Fall, dass ein
wackerer Drachenfänger tatsächlich das Monster anschleppen würde.
(Gelesen bei "moneycab.com")
27. September 2004
Steuersätze für Spirituosen in den EU-Ländern
Wie sieht es übrigens mit der Spirituosensteuer in der erweiterten
Europäischen Union aus?
Abgesehen davon, dass fast in der Hälfte der EU-Länder, nämlich in 11
von den insgesamt 25 Ländern Wein bzw. Wein und Schaumwein nicht
versteuert wird, wird aber überall Bier und Schnaps versteuert. Die
Steuersätze sind jedoch noch sehr unterschiedlich (fast Faktor 10, von
der geringsten zur höchsten Steuer) und müssen noch "harmonisiert"
werden. Wie sieht es nun konkret bei 0,7-Liter Spirituosenflaschen
(bei angenommenen Alkoholprozentsätzen) aus:
| Land |
|
15 %vol |
32 %vol |
40 %vol |
43 %vol |
| Schweden | | 5,79 € | 12,36 € | 15,45 € | 16,61 € |
| Irland | | 4,12 € | 8,79 € | 10,99 € | 11,81 € |
| Finnland | | 2,97 € | 6,33 € | 7,91 € | 8,50 € |
| Großbritannien | | 2,91 € | 6,22 € | 7,77 € | 8,35 € |
| Malta | | 2,45 € | 5,22 € | 6,53 € | 7,02 € |
| Dänemark | | 2,12 € | 4,52 € | 5,65 € | 6,08 € |
| Niederlande | | 1,86 € | 3,98 € | 4,97 € | 5,34 € |
| Belgien | | 1,74 € | 3,72 € | 4,65 € | 5,00 € |
| Frankreich | | 1,52 € | 3,25 € | 4,06 € | 4,37 € |
| BR Deutschland | | 1,37 € | 2,92 € | 3,65 € | 3,93 € |
| Luxemburg | | 1,09 € | 2,33 € | 2,92 € | 3,13 € |
| Österreich | | 1,05 € | 2,24 € | 2,80 € | 3,01 € |
| Griechenland | | 0,99 € | 2,12 € | 2,64 € | 2,84 € |
| Polen | | 1,01 € | 2,16 € | 2,69 € | 2,90 € |
| Estland | | 0,97 € | 2,08 € | 2,60 € | 2,80 € |
| Litauen | | 0,97 € | 2,08 € | 2,60 € | 2,80 € |
| Lettland | | 0,89 € | 1,90 € | 2,37 € | 2,55 € |
| Portugal | | 0,93 € | 1,97 € | 2,46 € | 2,65 € |
| Tschechien | | 0,87 € | 1,86 € | 2,33 € | 2,50 € |
| Ungarn | | 0,79 € | 1,69 € | 2,12 € | 2,27 € |
| Spanien | | 0,78 € | 1,66 € | 2,07 € | 2,23 € |
| Italien | | 0,77 € | 1,63 € | 2,04 € | 2,20 € |
| Slowenien | | 0,74 € | 1,58 € | 1,98 € | 2,13 € |
| Slowakei | | 0,64 € | 1,36 € | 1,69 € | 1,82 € |
| Zypern | | 0,63 € | 1,34 € | 1,67 € | 1,80 € |
Zusatzsteuern, wie die Steuer für die so genannten "Alcopops", sind in
der Aufstellung nicht berücksichtigt.
Wie man sieht liegt die Alkoholsteuer oder besser Brandweinsteuer in
Deutschland in der oberen Hälfte aller EU-Staaten.
(Quellen: Europäischer Dachverband der Hersteller von Spirituosen (CEPS) und Bundesministerium der Finanzen)
20. September 2004
Publicis erhält Auftrag von Allied Domecq
Der weltweit zweitgrößte Spirituosenkonzern "Allied Domecq Spirits &
Wine Deutschland GmbH & Co. KG" erteilte der Frankfurter Werbefirma
"Publicis Public Relations"
den Auftrag zur kommunikative Betreuung von zwei Whisky-Marken, einer
Whisky-Collection und einer Whiskey-Marke.
Die weltweit tätige Werbefirma, welche ursprünglich aus Frankreich
stammte und als erste Agentur Frankreichs bereits 1968 einen TV-Spot
schaltete, wird die Kampagne "Go Play for 1 Year" für den Scotch
"Ballantine´s Finest" bekleiden.
Daneben wird die PR-Firma die Einführung einer Spezial Edition des
irischen Whiskey's "Tullamore Dew Heritage Blend" und eines 14-jährigen
Single Malt Whiskies, Namens "Scapa 14" bekleiden.
Außerdem wird sich "Publicis PR" um das Corporate Publishing der "Malt
Heritage Collection" von Allied Domecq kümmern.
Auf das Ergebnis kann man schon jetzt gespannt sein.
(Gelesen bei "W&V ONLINE" und bei "derstandard.at")
13. September 2004
Der große Streit um das Wort "GLEN"
Der Streit zwischen der schottischen Whiskyindustrie und einer kleinen
kanadischen Brennerei ist wieder offen ausgebrochen. Die "SWA (Scotch
Whisky Association)" versucht den Verkauf des Single Malts "Glen Breton"
unter allen Umständen zu verhindern, weil die Marke "zu schottisch"
klingt. Denn die SWA ist der Meinung, dass damit die Öffentlichkeit
getäuscht wird. Denn jeder wird glauben er kauft analog zu den Marken
"Glenfiddich", "Glenlivet" oder "Glenmorangie" ein reales schottisches
Produkt, welches auch in Schottland hergestellt worden ist. Deshalb hat
die SWA bei der "Canadian Trademark Opposition Board" in Ottawa Beschwerde
wegen unfairen Wettbewerb eingelegt.
Der Eigner der "Glenora" Brennerei bezeichnete die Beschwerde
erwartungsgemäß als albern und beharrt darauf, dass das Wort "Glen"
nicht exklusiv von Schottland genutzt werden darf. Der Präsident von
"Glenoras", Herr Lauchie MacLean sagte zwar, dass er verstehe, dass die
SWA verpflichtet ist den Namen des Scotchs zu schützen, aber hier sind
sie wohl doch zu weit gegangen. Außerdem führte der Kanadier, dessen
schottische Vorfahren vor ca. 200 Jahren auswanderten, folgendes aus:
"Die Argumentation, dass ‚Glen' nur Schottland und der SWA gehört, ist
ein starkes Stück. Die "Glenora" Brennerei steht in der ‚Glenville'
Gemeinde, in der Nähe der ‚Glenora' Wasserfälle bei ‚Glen Dea'."
"Glenora" startete die Produktion bereits 1990. Heute verkauft er 2.000
Kisten pro Jahr. Dies ist nur halb so viel, wie die kleinste schottische
Brennerei "Edradour". Außerdem fügte er hinzu: "Bis jetzt hat uns die
Auseinandersetzung 5.000 £ gekostet. Aber da ‚Glen Breton' unsere
einzige Marke ist, sind wir ökonomisch gezwungen an dem Namen
festzuhalten, um unseren loyalen Kundenbestand zu behalten."
Die SWA jedoch entgegnete, dass sie bereits 1986 den Vorgänger von
"Glenora" vor dem Gebrauch des schottischen Namens für einen kanadischen
Whisky warnte. Im Jahre 2000 fragte die SWA abermals bei der "Glenora
Distillers Ltd." nach dem geplanten Namen seiner Produkte. David
Williamson von der SWA sagte: "Leider erhielten wir keine Antwort auf
unsere Anfrage. Als dann der Handelsname veröffentlicht wurde, hatten
wir keine Wahl als uns mit der Brennerei auseinanderzusetzen." "Natürlich
haben wir keinen Einwand zur Produktion eines Single-Malt Whiskies in
Kanada. Was jedoch für uns von Belang ist, ist der unfaire Nutzen eines
Produktes aus dem internationalen Renommee des schottischen Whiskies
z.B. durch die Annahme eines schottisch klingenden Namens zu ziehen."
Die SWA ist von ihrem Sieg überzeugt, da sie bereits in der Vergangenheit
erfolgreich in Australien, Neuseeland, Belgien, Deutschland, Indien und
Irland gegen die Anwendung von eingetragenen Warenzeichen für Whisky
kämpfte, einschließlich die Verwendung des Wortes "Glen".
Charles Maclean, der Autor von "Scotch Whisky: A Liquid History" der
Vorsitzende des Nosing-Panels der "Scotch Malt Whisky Society" beschrieb
den "Glen Breton" Whisky als ein sehr gutes Produkt. Er sagte: "Er ist
von seiner Art eher ähnlich dem japanischen Whisky, als dem schottischen
Malt-Whisky. Aber in einen "Blind Tasting" kann man ihn auch leicht mit
einem schottischen Malt verwechseln."
(Gelesen bei "scotsman.com")
06. September 2004
Whisky, Whiskey oder doch Whesskey
In seiner kleinen
Familien-Brennerei
im hessischen Kettenbach brennt
Holger Höhler seit Februar 2001 ein Destillat aus Mais, Weizen und
Malz. Nach dem Prinzip des Scotch lagerte er das Destillat drei Jahre
im Keller, bevor er es vom Fass auf die Flasche zog.
Auf den wenigen noch vorhandenen und vorbestellten Flaschen der ersten
Charge steht "Hessischer Whiskey" und groß darüber die Mundartversion
"Whesskey". Denn alle 90 Halbliter-Flaschen sind schon weg. Herr Höhler
kann sich nämlich vor Bestellungen kaum retten. Nach verschiedenen
Medien berichten bekommt Höhler laufend bundesweite Anfragen von
Liebhabern der braunen Flüssigkeit.
Diesen Erfolg konnte er vor vier Jahren noch nicht ahnen, als er als
Hobby-Brenner durch einen Freund dazu animiert wurde, welcher Ihm
seinen Mais zum brennen anbot. Die Brennereirechte und das Grundwissen
hatte er vom Opa geerbt. Für alle Fälle hat er neben einer Investition
in eine neue gebrauchte Anlage auch inzwischen eine eineinhalbjährige
Fortbildung absolviert. Nach über 400 Unterrichtsstunden hat er die
Prüfung im Ausbildungsberuf Brenner abgelegt. Außerdem ist er jetzt
"staatlich geprüfte Fachkraft für das Brennereiwesen".
Dadurch, dass der Kettenbacher neben den traditionellen Gärtnereiarbeiten
auch noch immer das Lohn-Brennen mit anderer Leute Obst betreibt, ist
er nicht auf jeden Cent angewiesen. So konnte er sich auch leisten
einen Händler der den gesamten Bestand aufkaufen wollte, einen "Korb"
zu erteilen. Es gehe ihm nicht darum, möglichst viel Geld zu verdienen,
sondern den Menschen das Gefühl für ein gutes Destillat zu vermitteln,
wie er betont. "Die Leute sollen genießen", wünscht er sich.
Viel lieber übergab Herr Höhler seine erste fertig etikettierte Flasche
dem Hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) durch den örtlichen
CDU-Vorsitzenden Lothar Becker bei einem Besuch in Aarbergen. Er gab
auch eine Flasche an einen Mann aus Griebelschied, der sich bei dem
Herrn Höhler als Eigentümer der mit 1.400 Sorten größten Bourbon-Sammlung
der Welt vorstellte.
(Gelesen bei "wiesbadener-kurier.de")
30. August 2004
Familie Mac Donald will Glenmorangie verkaufen
Glenmorangie, eine börsennotierte Brennerei mit 300 Angestellten an
drei Standorten im Norden Schottlands, hat die Investmentbank
"Rothschild" beauftragt, einen Käufer zu finden. Kontrollierender
Aktionär der 300 Jahre alten Firma, die in Schottland noch die
Marktführerschaft bei Qualitäts-Malts hat, ist bislang die schottische
Familie Mac Donald. Mit McDonald's hat die Familie nichts zu tun. 15
Mitglieder der Mac-Donald-Familie kontrollieren derzeit mehr als
fünfzig Prozent der Stimmrechte. Brown-Forman hält rund zehn Prozent
der Aktien.
Diesen Brown-Forman, einem in Kentucky ansässigen Getränkeriesen, räumen
die Branchenexperten die meisten Chancen ein. Denn "Da Brown-Forman
schon einen Anteil an Glenmorangie besitzt, scheint der Einstieg nur
logisch", sagte James Dawson vom Brokerhaus Charles Stanley. Die
Amerikaner wollen von der steigenden Popularität der Single Malts
Scotch's profitieren, deren Absatz weltweit mehr als doppelt so schnell
wächst, als der von US-Whiskys.
Auch wenn das Unternehmen die Whisky-Marken "Jack Daniels" und
"Southern Comfort" herstellt, deren Genießer häufig das tun, was
Connaisseure des schottischen Single Malts für Barbarei halten: das
Getränk mit Cola mischen oder es mit Eiswürfeln trinken.
Doch auch andere Unternehmen sind stark interessiert. "Glenmorangie
führt Gespräche mit einer Reihe von Interessenten", teilte das
Traditionshaus am Dienstag mit. Im Oktober soll der Käufer feststehen.
Die Aktie stieg daraufhin um fast zwanzig Prozent.
(Gelesen bei "ftd.de")
23. August 2004
Whisky schnüffeln, statt trinken
Ein amerikanischer Erfinder suchte nach einem Weg, Alkohol ohne Kater
zu sich zu nehmen und dabei auch andere unangenehme Nebenwirkungen wie
Gewichtszunahme nicht in Kauf nehmen zu müssen. Und was soll man sagen?
Er fand einen Weg, baute ein solches Gerät und taufte es
AWOL-Maschine.
AWOL steht dabei für "Alcohol without liquid".
Der in die Maschine eingefüllte Alkohol wird dabei nicht mehr getrunken,
sondern inhaliert. An bestimmte Sorten des Alkohols ist die Maschine
nicht gebunden. "Neben Wodka kann die Maschine natürlich auch mit
Whisky befüllt werden", beteuerte der Erfinder.
Begutachten und ausprobieren kann man das Gerät bereits in verschiedenen
Lokalitäten. So auch in einer Bar Namens
"Il Bordello".
(Die Bar ist nicht das, nach wessen es sich anhört). Die Bar ist
gleichzeitig Restaurant und Lounge auf einem Boot und befindet sich im
englischen Bristol.
Einziger Wermutstropfen ist aber trotzdem die Zusichnahme von Alkohol
mit allen seinen Folgen auf die Wahrnehmbarkeit und dem damit
verbundenen Verbot ein Fahrzeug im öffentlichen Verkehrsraum zu führen.
Zur möglichen Explosionsgefahr bezüglich des explosiven
Alkohol/Sauerstoff - Gemisches machte der Erfinder keine Ausführungen.
(Gelesen bei "Telepolis" und "heise.de")
16. August 2004
Bester Whiskyladen des Jahres: "Wein & Whisky" in Bonn
Die deutsche Zeitschrift (und Internetseite) "Der Feinschmecker" führte
gemeinsam mit "Chivas Regal", dem Flagschiff des französischen
Getränke-Riesen Pernod Ricard, einen Wettbewerb zu den besten
Whiskyläden Deutschlands durch. Die Leser haben mitgeholfen. Der beste
Laden steht bereits fest und liegt oder besser steht in Bonn, heißt
"Wein & Whisky" und wird von der Familie Reifferscheid vorbildlich
geführt.
Obwohl "Der Feinschmecker" erst in seiner Oktoberausgabe den Sieger
und etliche sehr gute Geschäfte vorstellen will, wurde der Gewinner
bereits bekannt und mit der exklusiv gestaltete Urkunde "Bester
Whiskyladen Deutschlands 2004" im Laden ausgezeichnet.
Die Läden wurden von den Testern anonym unter die Lupe genommen und
auf Auswahl, Sortimentspflege und Präsentation, aber auch auf Beratung
und Serviceangebot hin geprüft.
Am Ende waren sich die beiden Whiskyexperten François Cambier (Pernod
Ricard Deutschland) und Kersten Wetenkamp (Der Feinschmecker) einig.
Der Laden überzeugt durch kompetente Beratung, eine elegante Atmosphäre
und "ein umfangreiches Angebot an originellen Whisky-Tastings".
Für die Kunden des Ladens war die Wahl jedoch keine Überraschung. Denn
neben dem Laden überzeugten gerade die verschiedenen Tastings und
Getränke-Events für wohltätige Zwecke die Whisky-Kenner. Bei solchen
Veranstaltungen sind auch Ehrengäste wie Whisky-Botschafter und
schottisches Urgestein James McEwan sowie der deutsche Whisky-Papst
Walter Schobert anzutreffen gewesen.
Weiterführende Infos erhält man auf der
Internetseite
des Ladens.
(Gelesen bei "EXPRESS BONN" und "der-feinschmecker-club.de")
09. August 2004
Aktuelle Promillegrenzen in Europa
Wer in den Sommerferien ins benachbarte Ausland fährt, sollte sich beim
Genuss eines guten Whiskies (oder auch eines anderen alkoholischen
Getränkes) über die Wirkung und natürlich auch die Auswirkung im
Straßenverkehr im Klaren sein.
In der großen Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten liegt die Höchstgrenze
für die Blutalkoholwerte beim Führen eines Kraftfahrzeuges bei 0,5
Promille. In Schweden, Norwegen und Polen werden bloß 0,2 Promille
toleriert. In vielen osteuropäischen Ländern dürfen sich Lenkerinnen
und Lenker nur vollkommen nüchtern ans Steuer setzen.
Neben der Schweiz (noch bis Anfang nächsten Jahres), Liechtenstein und
Luxemburg (zu Luxemburg gibt es verschiedene Angaben) kennen vor allem
die Heimatländer des Whiskies England und Irland die 0,8
Promillegrenze.
(Gelesen bei "www.sfa-ispa.ch")
02. August 2004
Streik der Whiskyarbeiter
Mehr als 300 Whiskyarbeiter des größten schottischen Privatunternehmens,
begannen am vergangenen Donnerstag einen dreitägigen Warnstreik, nachdem
die Gespräche zwischen dem Management und der Gewerkschaftsleitung
fehlschlugen.
Die Rede ist von einem Abfüll- und Distributionsunternehmen der
"Edrington Group" aus Glasgow. Die Firma wurde erst Oktober vergangenen
Jahres offiziell in Betrieb genommen und produziert 600 Flaschen pro
Minute unter anderen der Marke "Famous Grouse" sowie die Single Malt
Marken wie "The Macallan", "Highland Park" und "The Glenrothes".
Die Tarifparteien sind zwar seit Januar im Gespräch, leider ist eine
Einigung aber nicht erzielt wurden. Das Angebot der Firma über eine
Lohnerhöhung von 3,5% nennt die Gewerkschaftsseite "Hohn". Die
Gewerkschaftsseite möchte eine Lohnerhöhung von 8%.
Der Hauptgeschäftsführer Ian Curle appellierte jedoch an die Vernunft
des Personals. Er sagte das Angebot der Firma, welches einen Mindestlohn
eines Arbeiters von mehr als 8,00 £ pro Stunde bereits im ersten Jahr
garantiert, ist ein "ausgezeichneter Deal". Ein Abfüller erhält also
ein Grundgehalt von ungefähr 16.000,00 £ pro Jahr, das
Durchschnittseinkommen wird ungefähr bei 20.000,00 £ pro Jahr liegen.
Er sagte, dass das Lohnangebot ein dreijähriges Abkommen ist und jedes
Jahr einen Inflationsausgleich enthält. Außerdem fügte er hinzu, dass
einige "ungenaue" Aussagen von der Gewerkschaft gemacht und durch
die Medien verbreitet wurden. Sie besagen das die Ingenieure eine
7%-tige Gehaltserhöhung erhalten hätten. Das stimmt so nicht. Sondern
es wurde mit den 21 Ingenieuren eine 3%-tige Erhöhung plus eines
4%-tigen Weiterbildungszuschlags vereinbart, an welchen aber strenge
Kriterien geknüpft sind. Die Zuschläge der Abteilungsleiter liegen auf
gleicher Höhe wie der Rest der Gruppe und nicht wie von der Gewerkschaft
verbreitet, bei einem Anstieg von 18 - 20%.
Die Gewerkschaften und die Streikenden zielen aber natürlich auf die
positive Betriebsbilanz der vergangenen Jahre ab.
Der Umsatz der gesamten Gruppe lag im vergangenen Geschäftsjahr bei
224,9 Mill.£, verglichen mit 225,9 Mill.£ des Vorjahres. Der betriebliche
Gewinn entwickelte sich ähnlich von 64,9 Mill.£ des Vorjahres auf 65,1
Mill.£ im letzten Geschäftsjahr, wobei auch der Profit vor Steuern um
17,3% zunahm von 61,7 Mill.£ auf 72,4 Mill.£. Das Einkommen der Aktionäre
stieg um 26% von 31,1 Mill.£ auf 39,2 Mill.£ und die Dividende nahm um
10,5% von 11,4p auf 12,6p zu.
(Gelesen bei "scotsman.com" und anderen)
26. Juli 2004
Sonderangebot Tastinggläser
Wer sich schon auf dem Markt nach dem besten Glas zum Probieren seiner
Whiskies umgesehen hat, wird unweigerlich unter anderem auf das
Degustationsglas von der Firma Riedel stoßen. Damit ist das Glas gemeint,
welches Sie als Grafik auf dieser Seite ganz oben rechts im Site-Logo
sehen. Dieses Glas wurde extra zur Degustation von "edlen Stoffen" (Wein
und Whisky) entwickelt.
Wie funktioniert das Glas, oder besser gesagt der Umgang mit dem Glas:
Um ein edles Getränkt zu verkosten, sind drei Prüfungen wesentlich.
FARBE - GERUCH - GESCHMACK
Um den Whisky präzise zu beurteilen, reichen geringe Mengen. Der hohle
Stiel des Degustations-Glases dient als Messeinrichtung. Denn das
Fassungsvermögen dieses Stieles beträgt 20 Milliliter oder 20 ccm oder
2 cl, also genau ein "Kurzer", "Lütter" oder wie man sonst noch zu
einem kleinen Schnaps zu sagen gedenkt.
Das Glas wird an der speziell geformten Bodenplatte gehalten.
Durch Neigung fließt der Whisky aus dem Stiel in die Cuppa. Die Farbe
des Whiskies kann dadurch am besten beschrieben werden.
Man benötigt eine möglichst große, benetzte Verdunstungsoberfläche, um
den Duft des Whiskies wahrzunehmen. Die Flüssigkeit benetzt jedoch nur
ein Drittel der Cuppa. Für die maximale Duftentfaltung wird das Glas
vorsichtig in eine waagrechte Position gebracht, die Flüssigkeit rinnt
in die Cuppa bis ca. 10 mm unterhalb des Mundrandes, dann wird das Glas
"gerollt". Durch diese 360° Drehung erzielen wir eine komplette Benetzung
der Innenoberfläche des Glases und damit die optimale Duftintensität
und die Entfaltung der Aromen.
Aber Vorsicht:
Es ist angebracht den Alkohol, der sich natürlich ebenso intensiv durch
die große Oberfläche bemerkbar macht, erst ein wenig verdunsten zu
lassen. Die besten Ergebnisse kann man hinsichtlich Geruch, durch die
weitere Verdünnung des Whiskies mit einigen Spritzern Wasser erreichen.
Zur vollständigen Beurteilung, ist es nun noch notwendig bzw. ist es
uns vergönnt ihn zu verkosten. Dabei genügen diese 20 Milliliter ( =
zwei kleine Schluck Whisky). Durch die Glasform wird der Whisky sehr
schlank auf die Zungenspitze geleitet, dadurch die Aromen betont und
zugleich harmonisch die Komponenten der Gräser und Mineralien in das
Geschmacksbild des Whiskies integriert.
Aber nun zum Schnäppchen:
Dieses Glas wird in einschlägigen Läden zum vom Hersteller empfohlenen
Wiederverkaufspreis von 16,40 € verkauft. Ein den meisten bekannter
Internetshop hat wahrscheinlich ganz besondere Exemplare dieser
Gläser. Er nimmt nämlich pro Glas sogar 17,90 €!!!
Der auf Trinkgefäße aller Art spezialisierte Internetshop
"porzellantreff.de" berechnet immerhin noch 13,12 € pro Glas.
Aber nun kommt's.
Der Shop HAWESKO
wirbt im Rahmen seiner vielen Schnäppchen bezüglich "40 Jahre Hawesko"
mit folgendem Sonderangebot:
Original RIEDEL Vinum Degustationsglas (Artikelnummer: 225310)
Stückpreis 3 EURO
2 Gläser nur 5 EURO
Das sollte sich keiner entgehen lassen und bei dem ansonsten sehr
sehenswerten Shop vorbeizuschauen. Vielleicht findet der Eine oder der
Andere eine leckere Ergänzung zwischen zwei Whiskies ;-)
19. Juli 2004
Whiskymessen 2004
Nachdem im April diesen Jahres die alljährliche "Whisky Fair" in
Limburg stattfand, stehen im Herbst wieder weitere neue Messen an.
Am 16. und 17.Oktober diesen Jahres wird im Park Hotel Bremen die
"Whisky Convention Bremen 2004" die große Whiskymesse im Norden
stattfinden.
Der Veranstalter, sorgt nicht allein für das leibliche Wohl mit Snacks
und Cocktails, sondern wird eine "Whisky-Convention 2004 Sonderabfüllung"
(limitierte Auflage in Fassstärke) anbieten, welche ab September vorbestellt
werden kann und evtl. auch muss.
Ein weiteres Highlight wird das lustige Highlanddinner am Samstag
16. Oktober 2004 ab 20.00 Uhr sein.
Weitere Infos, Zeitpläne usw. finden Sie
hier
Die inzwischen schon legendäre "Interwhisky 2004" wird diese Jahr vom
19. November bis 21. November wieder im "Hotel Inter-Continental" in
Frankfurter am Main stattfinden.
Man kann sich über die Aussteller, den Eintrittspreis und über
"Dies und Das" direkt auf der
Internetseite des
Veranstalters informieren.
12. Juli 2004
Neues Besucherzentrum reflektiert den Erfolg der Marke
Jahrelang sind Besucher der "Glen Moray" Brennerei direkt durch das
Büropersonal begrüßt und dann zu den Arbeitern geführt worden, welche
zum Zweck der Betriebsbesichtigungen direkt aus der Produktion abgezogen
wurden. Als eine der noch wenig vorhandenen unabhängigen Familien
Brennereien im Speyside-Gebiet herrscht da noch eine freundliche
Arbeitsatmosphäre.
Da aber die Firma und die Marke sich zu einer der drei bestverkauften
Whiskies in Schottland entwickelt hat, wurde vergangenen Dienstag durch
regionale Würdenträger ein neues Besucherzentrum in der 107 Jahre alten
Brennerei eröffnet.
Dazu ist das ehemalige Böttchereigebäude umgebaut worden und enthält
jetzt außerdem einen Souvenirshop, ein Kaffee und eine historische
Anzeigetafel.
Der Unterhausabgeordnete von Moray Angus Robertson eröffnete offiziell
das Center neben Paul Neep, dem Hauptgeschäftsführer von "Glenmorangie
und Edwin Dodson den "Glen Moray"- Manager.
Herr Robertson, der einmal als Tourführer im "Scotch Whisky Heritage
Centre" in Edinburgh arbeitete, wies auf die Bedeutung der Whiskyindustrie
in diesem Wirtschaftsbereich hin. Er sagte: "Es ist absolut enorm diesen
Service hier zu sehen. Dies wird dem Tourismus von Moray viel
hinzufügen."
Danach schloss er sich den ungefähr 50 Gästen an, welche im Center eine
Reihe speziell für diesen Anlass abgefüllten Whisky von der neuen
Brennereistrecke probierten. Diese limitierten Whiskies wurden nur
wegen der Eröffnung von Hand abgefüllt.
Außerdem konnten die Whiskyliebhaber eine von den 276 Flaschen eines
"single first-fill" Premium-Fasses von "Glen Moray 1986" zu einem Preis
von 65,00 £ erwerben.
Das neue Besucherzentrum wird das ganze Jahr von Montag bis Freitag von
9.00 bis 17.00 Uhr, und Samstag von Juni bis Mitte September geöffnet
sein.
(Gelesen bei "thisisnorthscotland.co.uk")
05. Juli 2004
Schotten: Sauer auf deutsche Werbung
Die schottische Presse hatte darüber berichtet, dass viele deutsche
Unternehmen mit "Schottenpreisen" werben.
Vergangenen Montag war das Maß voll und Herr Angus Robertson,
schottischer Abgeordneter im britischen Unterhaus reagierte: "Die
deutsche Werbung sei manchmal sehr herabwürdigend". Er habe in einem
Protestbrief an den Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft darauf
hingewiesen, "dass die dauernde Verknüpfung unseres Landes und unserer
Landsleute mit Geiz und Billigkeit langsam an die Grenzen der
Diffamierung und Beleidigung stößt". Denn die Schotten sind es leid,
in der deutschen Werbung als Geizhälse dargestellt zu werden.
Robertson, der auch außenpolitischer Sprecher der Scottish National
Party (SNP) ist, sagte, früher habe es auch in Schottland das schlimme
Vorurteil vom geizigen Juden gegeben. Darüber Witze zu machen, sei
heute unvorstellbar. Über Schotten dagegen dürfe man offenbar alles
Mögliche sagen. Er bat um "etwas mehr Sensibilität".
Mit der Wirklichkeit habe das Vorurteil ohnehin nicht viel zu tun. Eine
Studie habe zum Beispiel gerade ergeben, dass die Schotten in
Großbritannien mit am meisten für gute Zwecke spendeten. "In Deutschland
wird schottisch oft mit Billigware verbunden, dabei produzieren wir
viele Qualitätsprodukte, zum Beispiel Whisky", sagte Robertson, der Sohn
einer Deutschen, der sieben Jahre in Österreich gelebt hat.
Das Bild des geizigen Schotten stammt nach Angaben von Historikern aus
dem 15. Jahrhundert, als sich viele Schotten im deutsch besiedelten
Baltikum niederließen. Dort machten sie schnell mit ihren preiswerten
Waren von sich reden.
Paul Bishop, Professor für Deutsch an der Universität Glasgow, sagte
der Zeitung "Scotland on Sunday": "Schotten gehören zu den Gruppen, bei
denen Deutsche noch das Gefühl haben, dass sie darüber Witze machen
können, ohne eine Kontroverse auszulösen. Und das sind nicht viele
Gruppen."
Doch Ted Cowan, Professor für schottische Geschichte in Glasgow fühlt
sich durch die Werbesprüche nicht beleidigt und riet seinen Landsleuten,
die Sache nicht zu ernst zu nehmen:
"Es gibt doch noch schlimmere Dinge, die man über jemanden sagen kann,
als dass er sparsam mit Geld umgeht."
(Gelesen bei "derstandard.at")
28. Juni 2004
Überproduktion von "Blended"-Whisky
Am Freitag, den 25.06.2004 räumte der Getränkeriese Diageo ein, dass
Brennereien im Nordosten von Schottland vorübergehend geschlossen
werden könnten und damit eine Menge von Shops verloren gingen.
Diageo, welcher Brennereien wie "Cardhu" besitzt und Whisky wie Johnnie
Walker produziert, sagte dass Jobverluste in Schottland wahrscheinlich
sind und entsprechende Personalgespräche derzeit laufen.
Eine Sprecherin konnte jedoch noch nicht sagen wo und wann diese
Einschnitte gemacht werden würden. Einige Entlassungen würden aber
sicher einen Schlag für die Stammbelegschaft der Firmen in Nord-Ost
bedeuten.
Außerdem sagte Sie, dass auch Destillerien vorübergehend, sprich also
einen Teil des Jahres schließen werden.
Die Diageo Angestellte erklärte gegennüber "The Press and Journal",
dass vor allem Brennereiarbeiterstellen, einschließlich Brenner
(Stillmen) und Maischer (Mashmen) in Gefahr sind. Sie sagte, dass die
Arbeiter davon bereits informiert worden sind, dass bestimmte
Brennereien für einige Monate des folgenden Jahres geschlossen werden,
um das Produktionsniveau bestimmter Diageo Whiskies zu senken.
Die Sprecherin sagte: "Die Gespräche zu den Schließungen wurden zwar
sehr früh geführt, aber dadurch wurde 'ein Gleichgewicht zwischen den
Angestellten' gesucht, welches im "Blending"-Prozess gebraucht würde."
Rund 95% der verkauften Whiskies sind "Blended"-Whiskies. Das
Produktionsniveau der Betriebe ist aber dafür im Moment zu hoch,
erkannte die Sprecherin an. "Nur wenn der (Beratungs-) Prozess
abgeschlossen ist, werden wir Klarheit haben wie viele Leute davon
betroffen sein werden" fügte sie hinzu.
Sie sagte eine Brennerei welche nicht betroffen sein wird, ist "Cardhu",
da die gegenwärtige weltweite Knappheit der Marke einer Reduzierung
widersprechen würde. Diageo wird aber auch die "Strathmill"-Brennerei
bei Keith und die "Inchgower"-Brennerei bei Buckie weiter laufen lassen.
(Gelesen bei "thisisnorthscotland.co.uk")
21. Juni 2004
Explodiert der Whiskyverbrauch in Russland?
Wodka ist, wie der Hammer und die Sichel, das Synonym von Russland.
Dieses nationale Getränk bekommt aber Konkurrenz aus Schottland.
Die Whiskyverkäufe sind in Russland im letzten Jahr um 400% gestiegen.
Die neue Elite der Nation kauft lieber eine Flasche Whisky, als eine
Flasche "Stolichnaya". Die neuesten Industrie-Veröffentlichungen zeigen,
dass der Whiskymarkt im Jahre 2003 mit 550.000 Kisten gegenüber dem
Vorjahr mit 110.000 Kisten explodiert ist.
Der Fall des Kommunismus und der Übergang zur Marktwirtschaft hat eine
neue Gruppe junger, reicher Unternehmer hervorgebracht, welche Ihre
eigene Individualität durch den Verbrauch der hochwertigen Marken
einschließlich des edlen Malt-Whiskies ausdrücken.
Erkin Touzmohamedov, Herausgeber der in Moskau erscheinenden
Whiskyzeitschrift "Angels Share" sagt, dass daran die wachsende
Popularität des Getränks verantwortlich ist. "Russen mögen Whisky wegen
seiner vielseitigen Verwendbarkeit, seiner Qualität und seiner Geschichte.
Wodka in diesem Land ist immer Wodka, weil wir eine lange Tradition des
Wodkatrinkens haben. Aber junge Leute versuchen trendy zu sein und Leute
mit Geld versuchen sich mit den Tendenzen des wohlhabenden Westens
auszudrücken."
Herr Touzmohamedov glaubt, dass das Potential für Whisky in Russland
sehr ausbaufähig ist. Er sagte: "Wir sind ein Land mit einer Bevölkerung
von 160 Million Einwohnern und einer langer Tradition mit geistreichen
Getränken. Die einzige Sache, die den Whiskymarkt bändigt, ist das
unterdurchschnittliche Einkommensniveau."
Der Verbrauch des Whiskies in Russland ist noch ziemlich niedrig. 2003
waren es schon Exporte von schottischem Malt nach Russland in Höhe von
22 Mill. £, verglichen mit 6 Mill. £ vor fünf Jahren.
(Welch ein Glück für die Whisky-Preise bei uns. Es ist eine Explosion
auf niedrigem Niveau.)
(Gelesen bei "scotsman.com")
14. Juni 2004
Whisky Chef erhebt das Glas auf seine 73.000 £ - Gehaltserhöhung
Der Hauptgeschäftsführer von "Glenmorangie", Paul Neep kann es sich
leisten, die feinste Malt's seiner Brennerei zu genießen.
In dem jährlichen Bericht der "West Lothian distiller's" von 2003/2004
zeigten die Zahlen, dass sich das Einkommen von Mister Neep von
insgesamt 267.000 £ auf insgesamt 340.000 £ im letztem Jahr erhöht hat.
Diese Bezüge gliedern sich in ein Grundgehalt von 224.000 £, einer
leistungsbezogenen Vergütung von 91.000 £ und anderen Geldwerten
Vorteilen von 25.000 £.
Zwei jährliche Leistungszulagen bedeuten, dass Geschäftsführer bis zu
60 Prozent vom Grundgehalt als Bonus erhalten können. Zwei Drittel der
Leistungszulagen sind dabei vom Firmengewinn vor Steuern abhängig und
das andere Drittel vom Erreichen der persönlichen Ziele.
Die Geschäftsführergehälter sind vergleichbar mit anderen, ähnlichen
Firmen am Markt, sagte der Bericht.
Insgesamt wendete die Firma 9,2 Million £ für Löhne und Gehälter auf,
gegenüber nahezu 8 Million £ im Vorjahr. Das Geld wurde für 351
Angestellte ausgegeben, verglichen zu den 300 Angestellten in 2002/2003.
Die Vorsteuergewinne stiegen dabei um 6 Prozent auf 9,57 Million £ bei
einem Umsatz von 68,8 Million £.
Für die drei Schlüselmarken "Glenmorangie", "Ardbeg" und "Glen Moray"
konnte die Firma den Umsatz verdoppeln. Das ist viel, wenn man bedenkt,
dass diese drei Marken 90 Prozent des Profits von der Firma "Glenmorangie"
erwirtschaften.
(Gelesen bei "scotsman.com")
07. Juni 2004
Ardbeg - dieses Jahr der Beste
In der diesmonatigen Ausgabe des "The Spirit Journal", einem
unabhängigen Magazin für Spirituosen, Bier und Wein des Amerikaners
F. Paul Pacult, wurde eine Rangliste der 100 besten Spirituosen des
Jahres 2004 veröffentlicht. Der Islay-Whisky "Ardberg Uigeadail" belegte
mit Platz 3 den besten Platz von allen Whiskies.
Da Ardberg zu Glenmorangie gehört, äußerte sich Paul Neep,
Hauptgeschäftsführer von Glenmorangie wie folgt:
"Diese Anerkennung untermauert den schnellen Fortschritt, welchen
Ardberg bei den Malzkennern in den Vereinigten Staaten, einen
Schlüsselmarkt für diese Marke, erreicht hat!"
Den ersten Platz in der diesjährigen Rangliste ging an einen
Apfelweinbrand, welcher im Jahre 1963 destilliert wurde und der zweite
Platz an einen 60 Jahre alten Cognac. Beide sind aber wesentlich teurer
als der Islay-Malt "Ardberg Uigeadail".
(Gelesen bei "The Press and Journal")
31. Mai 2004
"World-Spirits Guide 2004"
Seit diesem Monat ist der "World-Spirits Guide 2004" von Wolfram
Ortners als Druckversion im Buchhandel und als Online-Version im
Internet erhältlich.
Neben den fachlichen Informationen zum Whisky findet man natürlich
auch Wissenswertes zu den klassische Obst-Brände, flankiert von Grappa,
Gin, Rum, Wodka aus aller Welt. Aber damit nicht genug. Man findet auch
interessante Hitlisten von Zigarren- und Kaffee-Destillaten sowie alle
Ergebnisse der beim World-Spirits Award 2004 prämierten Produkte - mit
Punktebewertung und genauer Beschreibung. Erstmals wurden auch über 30
Destillerien klassifiziert und erhielten den Titel "Distillery of the
Year", die besten in jeder Kategorie sind "World-Class Distilleries".
Aus diesem Grund ist der "World-Spirits Guide" für alle
Edelbrand-Interessierten, Spirituosen-Sammler und Einkäufer ein
unentbehrliches Nachschlagewerk.
Die Druckversion ist unter der ISBN 3-9501817-0-9 zum Preis von 9,90 €
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Nachschlagewerk im Taschenbuchformat umfasst 172 Seiten und ist
teilweise mit Bildern illustriert.
Die Online-Version ist unter www.world-spirits-guide.com zur
Jahresgebühr von 22,00 € erhältlich und wird ständig aktualisiert und
inhaltlich erweitert.
(Gelesen bei "gast.at")
24. Mai 2004
Whisky-Betrüger mit 5 Jahren Gefängnis bestraft
Der ehemalige Börsenmakler Stephen Jupe, wessen raffiniertes
Verkaufsmodell die Investition von insgesamt 4 Mio. £ in Malt-Whisky -
Anleihen vorsah, ist in der letzten Woche zu 5 Jahren Gefängnis
verurteilt worden.
Betroffen waren ca. 2.0000 Investoren.
Jupe, handelnd als "Marshall Wineries", überzeugte zur Investition in
"Grandtully Single Malt Scotch Whisky", welchen er beschrieb als
"prestigevoll" und "flüssiges Gold". Er versprach ausgezeichnetes
Wachstumspotential mit sehr geringem Risiko.
Leider verloren die Investoren rund 2 Mio. £ allein dadurch, dass der
Single-Malt-Whisky weder einzigartig, noch von hoher Qualität war.
Darüber hinaus "sponserte" Herr Jupe mit Geld aus der Firma sein
Privatleben. So gönnte er sich 130.000 £ für ein Haus, 100.000 £ für
weitere Neuanschaffungen und nicht zu letzt tausende Pfund für die
Scheidung von seiner ersten Frau.
Nach der Verhandlung sagte Richter Neil Stewart: "Ich habe keinen
Zweifel, dass dies ein betrügerisches Unternehmen von Anfang an war."
Herr Jupes gründete 1992 die erste Firma. Als er aber diese Firma nach
vier Jahren mit über 500.000 £ schließen musste, gründete er eine
"Phoenix" Firma und fuhr mit seinen Machenschaften fort. Nach einer
Reihe von Beanstandungen von Investoren, wurde die Industrie- und
Handelskammer aufmerksam und erhob, nach Schließung der zweiten Firma
im Jahre 1997, die Anklage.
(Gelesen bei "business.telegraph")
17. Mai 2004
Whisky als Konjunkturbarometer
Wie in vielen Ländern dieser Welt, so auch in Korea deutet der
Luxusgüterkonsum auf die wirtschaftliche Stimmung im Lande hin.
Wenn also die Südkoreaner zu einer Flasche "guten" Whisky greifen, geht
es der Wirtschaft gut. Während der Asienkrise lag der durchschnittliche
Branntwein-Konsum bei weniger als 0,3 Litern pro Person. 2002, auf dem
Höhepunkt der Internet-Welle, waren es 0,7 Liter.
Jetzt, da jeder 13. Koreaner mit seinen Kreditkartenzahlungen mindestens
drei Monate im Rückstand ist, gehen die meisten Angestellten nüchtern
nach Hause. Nach Angaben von Allied Domecq , Hersteller der Whisky-Marke
Ballantine's, ist der koreanische Markt im ersten Geschäftshalbjahr um
14 Prozent geschrumpft.
Korea ist der viertgrößte Whisky-Importeur, nach Spanien, Amerika und
Frankreich. Wie stark oder schwach die 48 Millionen Koreaner dem
Branntwein zusprechen, ist ein Indikator für die Konjunkturstimmung im
Land. Das Konjunkturbarometer zeigt nach unten. Whiskey-Hersteller wie
Allied Domecq verzeichnen Gewinneinbußen, weil die Koreaner - wenn sie
überhaupt noch zur Flasche greifen, lokale Billigmarken bevorzugen.
Das Beste, worauf die Koreaner hoffen können, ist eine Belebung der
Binnennachfrage bevor die Exporte nach China nachlassen, denn auf die
Exporte nach China entfallen acht Prozent der koreanischen Wirtschaft.
China ist Koreas größter Exportpartner und könnte damit einen Strich
durch Erholungshoffungen machen, sollte sich die überhitzte Wirtschaft
abzukühlen.
Der Verbraucher spielt eine Schlüsselrolle in Koreas Wirtschaft. Daher
bleibt sein Whisky-Konsum auch nach der Asienkrise ein wichtiges
Konjunkturbarometer.
(Gelesen bei "FAZ.NET")
10. Mai 2004
Benriach wird wieder produzieren
Ein Whisky-Industrieveteran und zwei Südafrikaner haben eine Speyside
Brennerei von Chivas Regal gekauft und werden diese voraussichtlich in
drei Monaten wiedereröffnen und damit 10 Arbeitsplätze schaffen.
Der Kopf der Erwerber der Benriach Brennerei, nahe Elgin, ist Billy
Walker, früher Direktor bei Burn Stewart.
Seine Partner sind Geoff Bell und Wayne Kieswetter, beide südafrikanische
Importeure. Herr Walker war zwar nicht bereit den Kaufpreis bekannt zu
geben, aber er sagte es sind wenige Millionen. Von den drei Partnern
finanziert Herr Walker mehr als 500.000 £. Das Stammhaus der neuen
Benriach Brennerei Firma wird sich in Larbert (Stirlingshire) befinden.
Die Brennerei, welche vor einem Jahr die Produktion einstellte, wurde
1898 am Fluss Lossie errichtet. Durch die Rezession auf dem Whiskymarkt
schloss sie 1900 jedoch wieder. 1965 wurde sie nach einen Umbau durch
die "Glenlivet Distillers" wieder eröffnet.
Die Destillerie hat vier Brennblasen und einen eigenen und markanten
Malzboden.
Walker sagte, die Destillerie ist ihm von seinen Burn Stewart Tagen
noch sehr vertraut. Er sagte: "Beim Kauf einer Brennerei ist es
wesentlich ein lückenlosen Lagerbestand zu haben. Benriach ist ideal
dadurch aufgestellt, dass Whiskyvorrat aus den Jahren von 1996 bis
2002 vorhanden ist. Also müssen Kunden nicht 12, 16 oder 20 Jahre auf
den ersten 'Malt' warten. Wir können den Markt sofort bedienen."
Die Absicht ist es, eine hochwertige, kleinvolumige Marke zu entwickeln,
die sich in Nischen-Märkten, wie Südafrika verkauft. Die neue Firma
erwartet aber auch Umsätze in Spanien, Skandinavien und im Fernen Osten
und hat Hoffnungen weiter an Chivas Regal liefern zu dürfen. Billy
Walker sagte: "Ich rechne ungefähr mit 10.000 bis 15.000 Einheiten pro
Jahr."
(Gelesen bei "The Herald")
03. Mai 2004
"The first Belgian Whisky Festival"
30 Destillerien und unabhängige Abfüller stellen bei "The first Belgian
Whisky Festival" am 15. und 16. Mai in Verviers über 100 Produkte vor.
Auf Initiative von "La maison du Whisky Belgique", eine Sparte des
Getränkegroßhändlers Corman Collins aus Battice, stellen fünf große
Importateure die Vielfalt dieses Destillats vor, das vor allem in seiner
schottischen und irischen Heimat mehr als nur ein Getränk ist.
"Whisky ist dort Kultur, und um diese wollen wir ein alljährliches
Festival installieren, bei dem wir unseren Gästen auch Land und Kultur
vorstellen", sagt Veranstalter Mari Groteklaes. Der Hergenrather hat
20 Whiskybrenner von der Insel eingeladen. Außerdem werden ein
musikalisches Rahmenprogramm und ein Irish Pub für passende Stimmung
im Saal "Les Minières" in Verviers sorgen. Dazu gehören die
Dudelsackspieler der Flemish Caledonian Pips und Drums "Clan MacKenzie"
oder ein Konzert von John Kirkbride.
Auch das Unternehmen Ardbeg wird mit seiner Produktpalette in Verviers
präsent sein. Ein Unternehmen wie Ardbeg beschäftigt neun Personen.
Meistens ist es so, dass die Kunst des Whiskybrennens vererbt wird, da
es nirgendwo dafür eine Ausbildung gibt. Man muss ganz einfach ein
Gefühl für dieses Handwerk entwickeln.
Die ersten Reaktionen auf diese erste Whiskymesse seit fünf Jahren in
Belgien waren enorm, so dass die Ausrichter von über 2000 Besuchern
ausgehen. Busse aus Gent und Roeselare haben sich schon angekündigt.
Die Messe findet am Samstag den 15. Mai von 14 bis 22 Uhr und am Sonntag
den 16. Mai von 11 bis 18 Uhr im Saal "Les Minières" Place Général
Jacques, in Verviers statt.
Der Eintritt kostet 10,00€.
Weitere Infos finden Sie
hier oder
hier.
(Gesehen bei NetEcho)
26. April 2004
Vize-Rekordexportquote in 2003
Die alljährlich erscheinende Statistik der "Scotch Whisky Association"
(SWA) zeigt, dass letztes Jahr jede Sekunde Whisky im Wert von 75,00 £
exportiert wurde. Es wurde auch hier von der Aufwärtsbewegung der
Weltwirtschaft profitiert. Nach dem Bericht wurde schottischer Whisky
im Wert von 2,4 Milliarden £ exportiert. Das war die zweithöchste
Exportquote (Rekord 2,7 Milliarden £) seit den statistischen
Aufzeichnungen. Das ist ein Äquivalent von 981 Mio. Flaschen
schottischem Whisky. Er wurde damit in 200 Ländern exportiert.
Der "Single Malt" - Export stieg dabei um mehr als 13 Prozent und damit
erstmals um mehr als 300 Mio. £. Die "Blended Whiskys" stiegen um
3,5 Prozent auf 1,87 Milliarden £.
Der Vorsitzende der SWA, Ian Good, wies darauf hin, dass ein Grund für
den Anstieg die verschiedenen neuen Absatzmärkte in der Welt sind, wo
die Verbraucher den Schottischen Whisky zum ersten Mal für sich
entdeckten. Die Exporte in die 10 zukünftig neuen EU-Länder stieg dabei
durch die Entfernung der Handelsschranken um 32 Prozent auf 28 Mio. £
gegenüber 2002.
Darüber hinaus stiegen auch die Exporte in den Markt Indien um 47
Prozent auf 13,4 Mio. £, sowie in den Markt China um 142(!) Prozent
auf 9,3 Mio. £.
Der Export in die anderen asiatischen Länder spiegelte die jeweilige
Wirtschaftlage dieser Länder wieder. So stieg der Absatz nach Taiwan
um 41 Prozent auf 81 Mio. £ und nach Thailand um 17 Prozent auf
44 Mio. £, wobei die Exporte nach Südkorea und Japan sanken. Der größte
und wertvollste Markt blieb aber der USA - Markt, der ebenfalls um
ca. 9 Prozent auf 329 Mio. £ wuchs.
Leonard Russell, der geschäftsführende Geschäftsführer der Glengoyne
Brennerei, warnte aber vor dem Hintergrund dieser schönen Statistik
vor den unsicheren Aussichten.
Er sagte: "Der Single Malt - Markt wuchs letztes Jahr besonders gut,
weil die meisten Whiskyfirmen diesen Wachstums-Sektor besondere
Aufmerksamkeit schenkten. Trotzdem sieht die Zukunft ziemlich unsicher
aus, weil die oberen fünf Wachstumsmärkte geringfügige Probleme haben.
Die Wirtschaft Koreas schwankte letztes Jahr, der französische Markt
schwankt und der spanische Markt schwankt."
(Gesehen bei BBC-News und scotsman.com)
19. April 2004
Grant- reichste schottische Familie
Jedes Jahr veröffentlich die "Sunday Times" die Liste der reichsten
Engländer. Diese Jahr nun zum 16ten mal.
Nach der dieser Woche erschienene Liste ereichte die Spitzenposition
mit einem schlappen Vermögen von 420 Mill.£ die Whisky-Familie Grant.
Damit ist die Destillerie-Familie von "Glenfiddich" auf dem siebenden
Platz von ganz Großbritannien.
Dagegen schon fast "bescheiden" anmutend wird die britische Königin
Elizabeth II. mit einem Vermögen von 250 Mill.£ weiter hinten
platziert.
Der "Formel Eins" Fahrer David Coulthard belegte übrigens den 7.Platz
unter den reichsten Schotten. Sein Vermögen wird mit 35 Mill.£
angegeben.
Roman Abramowitsch (37), russischer Öl-Milliardär und Besitzer des
Londoner Fußballclubs Chelsea, ist mit einem Vermögen von 7,5
Milliarden £ der reichste Mann Großbritanniens.
Für die Bewertung zählen übrigens nur Immobilien und Grundbesitz,
sowie der Besitz von anderen Werten, wie Firmenanteile und Besitz an
Kunstwerken oder Rennpferden. Das Bargeldvermögen wird nicht bewertet.
12. April 2004
Glenlivet bald "Nummer Eins"?
"Chivas Brothers", eine schottische Tochtergesellschaft des
französischen Alkoholgiganten "Pernod Ricard", bereitet durch die
Unterstützung der eigenen Marke Glenlivet einen globalen
Marketing-Angriff auf den Single Malt Marktführer Gennfiddich vor.
Glenfiddich, in der Hand von "William Grant & Sons" ist mit 775.000
Kisten pro Jahr, der bestverkaufte Single Malt der Welt.
Es wird erwartet das einige Millionen Pfund für eine neue Verpackung
und eine neue Werbekampagne in der zweiten Jahreshälfte eingesetzt
werden.
Christian Porta, der Hauptgeschäftsführer der "Chivas Brothers" hat,
wie er selbst sagt, den Ehrgeiz durch Investitionen in den USA, in
Europa und auch in Asien, den Glenlivet zum Weltmarktführer zu machen.
Porta, der den Job als Geschäftsführer erst Januar diesen Jahres
übernahm, möchte die Popularität des Single Malt durch Verkäufe an die
jüngere Käuferschicht in Asien erhöhen.
Von "William Grant & Sons" wollte niemand diese ehrgeizigen Pläne von
"Chivas Brothers" kommentieren.
05. April 2004
Bruichladdich produziert ersten "Bio-Whisky"
Bruichladdich veröffentlichte kürzlich, dass sie Ende letzten Jahres
die erste Charge Alkohol (Whisky kann man es ja noch nicht nennen) aus
Bio-Gerste produzierten. Die Gerste wurde auf einem Bauernhof nahe
Inverness angebaut. Der Alkohol wurde durch die "Bio Dynamic
Agricultural Association" als Bio-Produkt zertifiziert.
Es wurden einige Destillationsexperimente durchgeführt und man war
erstaunt über die sensationellen Ergebnisse.
Man ist bei Bruichladdich sehr glücklich einen Produzenten von
Bio-Gerste aus Schottland gefunden zu haben. Denn, es ist ein Teil der
Firmenphilosophie in allen Bereichen der Firma 100 %-tig schottisch zu
sein. Man wäre natürlich froh den ganzen Bedarf durch Bio-Gerste decken
zu können.
Jim McEwan, "Master Distiller" und Produktions-Direktor von
Bruichladdich sagt über die Qualität des neuen Alkohols enthusiastisch:
"Er ist zwar ziemlich unreif und krautig mit blühender Johannesbeere,
Geranie und moosiger Riverbank Note, aber man findet auch ein fruchtiges
Gleichgewicht von weicher Birne und süßem Bratapfel, welches sie nicht
in einem neuen Brand erwarten würden. Der Mittellauf wurde im Gegensatz
zu unserem regulären Bruichladdich sehr langsam laufen gelassen, um die
cremige Struktur, ähnlich einer wundervollen Quell-Qualität, zu
konservieren."
Doch das ist nicht alles in Sachen Umweltschutz.
So wird sowohl auf erneuerbare Energien vom nahe gelegenen
Wellenkraftwerk
bei Portnahaven gesetzt, als auch auf Mehrwegverpackung.
Man will jetzt jedes Jahr Bio-Gerste Destillate herstellen und es ist
für dieses Jahr geplant eine Mischung aus Biogerste und Islay-Gerste
zu verwenden.
29. März 2004
Whisky erleben - Die edelste Art
Auch in diesem Jahr startet der Luxuszug The Royal Scotsman mit
attraktiven Routen.
Kulinarisch präsentiert sich das Restaurant des Royal Scotsman mit
berühmter schottischer Speisekammer nur vom Feinsten, in Begleitung
edler Champagner-, Wein- und Whiskysorten.
Es werden exklusive Themenreisen angeboten, unter anderem auch
"The Spirit of Scotland/Whisky" vom 06.-10. September 2004.
Die nicht ganz billige Reise führt von Edinburgh nach Keith, von Keith
weiter nach Kyle of Lochalsh, von dort weiter nach Boat of Garten,
danach nach Stirling und zurück nach Edinburgh.
Der Preis von £ 2.740 pro Person in einer Doppelkabine ist zwar nicht
ganz billig, versteht sich aber als AI (all inklusive) der edelsten Art,
dass heißt einschließlich aller Übernachtungen, Mahlzeiten,
alkoholischer und nicht alkoholischer Getränke, Besichtigungen und
Unterhaltungsprogramme.
Begleitet wird die Reise von Charles Maclean. Er zählt zu den
fachkundigsten Whiskyschriftstellern der Welt und gilt als Koryphäe in
allen Dingen des Uisge Beatha, dem schottischen Wasser des Lebens. Herr
Maclean führt durch verschiedene berühmte Distillerien, darunter in die
Brennereien von Glenmorangie, Talisker, Glenlivet und Edradour. In
jeder Distillery wird man(n und/oder Frau) vom Chef des Hauses empfangen,
durch die Brennerei geführt und zu der einen oder anderen Geschmacksprobe
eingeladen.
Jeder der noch freie Spitzen, bezüglich Geld und Zeit hat, kann
hier
genaueres erfahren und gegebenenfalls Reservierungen vornehmen.
22. März 2004
Wieder ein Preis für Glenmorangie
Nach der Übernahme der SMWS (Scotch Malt Whisky Society) Anfang diesen
Jahres durch Glenmorangie, ist der Destiller schon wieder im Gespräch.
Für Glenmorangie läuft es zurzeit wirklich gut.
Nach einer Umfrage des monatlich erscheinenden Magazines "WHISKY",
erhielt die zur Glenmorangie plc. gehörende Ardbeg Destillerie auf
Islay, den Preis als "Die Destillerie mit den besten
Besucher-Attraktionen."
Und das nach dem Glenmorangie im letzten Jahr zur "Destillerie des
Jahres" gekürt wurde.
Dr. Bill Lumsden, Master-Destiller von Glenmorangie, sagte:
"Dieser Preis ist ein reales Bekenntnis zum Malt-Wisky unseres
Betriebes und dessen Qualität, sowie die Anerkennung der harten Arbeit
unserer Angestellten, welche so ein großartigen Malt-Whisky herstellen.
Eine Ansicht die offenbar von den meisten Verbrauchern der Welt geteilt
wird."
Der Herausgeber des oben genannten Magazins, Dominic Roskrow sagte:
"Kein anderer Whisky-Hersteller hat in der Vergangenheit mehr
Produkt-Innovationen bei der Kreation und der Vermarktung von Whisky
bewiesen. Mit dem "Ardbeg Uigeadail" ist Glenmorangie ein wirklich
großer Whisky gelungen. Als ein Schwergewicht der Malzwelt hat er das
Renommee der Firma gestärkt."
15. März 2004
Whisky als Lehrfach an der Volkshochschule!
Ernst Vollmer erging es wie vielen von uns, die wir als junge Leute
meist nur furchtbar schmeckenden und immer kehlekratzenden Whisky
kannten, der meist nur zu Mix-Getränken taugte. Das ständige
Cola-Whisky-Getrinke in Gesellschaften sei Ihm auf den Wecker gegangen.
Seinen Aha-Effekt hatte er in den 60er Jahren, als ihm ein in
Aschaffenburg stationierter GI aus Schottland eine Flasche Single
Highland Malt mitbrachte. Ein Gedicht. Die Vielfalt des Malt-Whiskys
ist phänomenal. Er kenne kein anderes alkoholisches Getränk, das wie
Malt-Whisky aus einem Bestandteil (gemälzte Gerste) hergestellt ist
und eine so große geschmackliche Bandbreite aufweist. Es gibt heute
noch mehr als 100 Destillen in Schottland, die weit mehr als 300
verschiedene Single-Malts aller Alters- und Aromastufen produzieren.
In Irland und sogar in Japan gibt es ebenfalls Malt-Brennereien. Der
Geschmack macht ihn so wertvoll.
Seit ein paar Jahren hat nun Herr Vollmer sein Hobby zum zweiten Beruf
gemacht. Der 54 Jahre alte gebürtige Aschaffenburger lehrt die Kunst
der Herstellung von Malt-Whisky in verschiedenen Volkshochschulen
nördlich von Hamburg (von Uetersen bis Tornesch, von Barmstedt bis
Bad Bramstedt). Die Kurse sind alle ausgebucht. In Alveslohe läuft nun
schon die neunte Fortsetzung dieser Veranstaltung. Ein Dauerbrenner.
Für Vollmer ist das Malt-Trinken eine Art Ritual. Ein guter Malt könne
am Abend das i-Tüpfelchen eines positiv verlaufenen Tages sein, erklärt
er. Und sollte der Tag eher hektisch und nicht so glücklich gewesen
sein, täte man sich eben etwas Gutes mit dem Getränk. Der Alkoholgehalt
im Whisky spielt für Vollmer eine untergeordnete Rolle. Das Berauschende
an diesem geistigen Getränk ist für ihn eher hinderlich, betont der
VHS-Dozent. Wenn es berauscht, fehlt mir die Wahrnehmung von Geschmack
und Qualität. In der Beschränkung liege die Stärke. Es gehe ihm weniger
darum, viel zu trinken, was ohnehin nur begrenzt möglich ist, als den
exzellenten Duft und das traumhaft weite Geschmacksspektrum dieses
einmaligen Getränks zu genießen.
Zu jedem Malt fällt Vollmer, der fünfmal nach Schottland gereist ist,
zahllose Destillen besucht und unzählige Bücher zum Thema gelesen hat,
eine kleine Anekdote ein. So die von dem Japaner Masataka Taketsuru,
der in Schottland das Destillieren von der Pike auf lernte, sein Wissen
dort in Malt-Destillen noch erweiterte und in Japan auf Hokkaido die
Nikka-Brennerei gründete. Zur Erinnerung an seine verstorbene
schottische Frau kreierte er den sagenhaft guten Super Rare Old-Malt.
Ein schönes Denkmal, findet der Whisky-Experte Vollmer.
Also, wer in der Nähe wohnt und noch etwas lernen oder dazulernen möchte,
kann sich bei einem der Kurse einschreiben und vielleicht dann mal im
Forum darüber berichten.
08. März 2004
Wer ist Diageo?
Auf Grund von E-Mail-Anfragen verschiedener User zu meinem Beitrag in
den News vergangener Woche, möchte ich nachfolgend etwas tiefer
erläutern wer Diageo ist.
Kurz gesagt ist Diageo heute der Branchenprimus, sprich Weltmarktführer
bei den Spirituosen unter allen Nahrungsmittelherstellern.
Diageo entstand 1997 durch Fusion von Grand Metropolitan und Guinness.
Ihre beiden Whiskysparten UD und IDV wurden zur United Distillers and
Vintners (UDV) zusammen gefügt. Danach wurde die Getränkesparte von
Seagram (CAD) übernommen. Nach dem Verkauf von Pillsbury (Gebäck)
wurde im Rahmen der Konzentration auf Premiumgetränke auch die
Schnellrestaurantkette "Burger King" veräußert.
Der Konzern ist Eigentümer verschiedener schottischen
Single-Malt-Whiskies, allen voran die "Classic Malts" (Lagavulin u.a.).
Außerdem gehören dem Konzern neben der "Johnnie Walker"-Marke noch
weitere Renner wie "Smirnoff" (Wodka); "J&B Rare"; "Cuervo" (Tequila);
"Baileys" (Likör); "Gordon's" (Gin) und "Guinness Stout" (Bier).
Während die stärksten Regionen in Europa (UK: 18%, Irland 11%,
Spanien 5%) rund ein Drittel zum Umsatz beisteuern, wird ein fast
ebenso großer Anteil (29%) in Nordamerika erzielt. Im restlichen
Europa und in Asien erwirtschaftet der Konzern ein weiteres Viertel.
Die verbleibenden Gebiete stellen noch etwa ein Achtel der Erlöse.
Allerdings wird in Nordamerika aufgrund des höherwertigen Produktmixes
mit 35% ein deutlich stärkerer operativer Ergebnisbeitrag erzielt als
in UK, Spanien und Irland. Nicht zuletzt aufgrund von Desinvestitionen
reduzierte sich der Konzernumsatz im ersten Geschäftshalbjahr vorigen
Jahres um 5% gg. VJ auf 5,1 Mrd. GBP. Bereinigt um den letztjährigen
Beitrag von Burger King (479 Mio. EUR) stiegen die Erlöse jedoch um 4%.
Hierzu trug vor allem die erfreuliche Entwicklung im Spirituosensegment
bei. In allen Geschäftsbereichen wurden Marktanteile hinzugewonnen.
Das organische Umsatzwachstum von 9% in den USA schlug sich u.a. durch
die geänderte Distributionspolitik (Eigenvertrieb) in einem besseren
Ergebnis nieder. In Europa verlief in jüngster Vergangenheit das
Geschäft hingegen schleppend. Einerseits machte der Absatzrückgang
bei alkoholischen Mixgetränken (so genannte Alcopops oder auch
Ready-to-Drink wie die Engländer sagen) zu schaffen. Andererseits
bremste der Preisdruck bei J&B (Whisky) die Dynamik.
In Afrika, Südamerika und Asien (obwohl die Absatzentwicklung durch
die SARS-Epidemie stark belastete wurde) waren dagegen deutliche
Zuwächse zu verzeichnen.
Diageo will in diesem Jahr eigene Aktien zurückkaufen, die Rede ist
von bis zu einer Milliarde Aktien. Spekuliert wurde im vergangenen
Jahr zudem über eine Übernahme von Scottish & Newcastle, der Konzern,
zu dem bekanntlich unter anderem auch die Beamish Brewery in Cork gehört.
Damit hätte Guinness einen seiner zwei einzigen "Konkurrenten"
geschluckt, dieses Vorhaben aber dann doch nicht umgesetzt.
01. März 2004
Lagavulin vielleicht auch bald "Pure-Malt"?
Paul Walsh, Hauptgeschäftsführer des Schnapsgiganten Diageo, hat in
einem Interview versprochen, auf der einen Seite keine Alleingänge mehr
zu unternehmen ohne sich vorher mit der Single-Malt Whiskyindustrie
zu beraten, auf der anderen Seite weitere Produktinnovationen
angekündigt.
Vor dem Hindergrund der umstrittenen Verwandlung der
Single-Malt-Whisky-Marke "Cardhu", zum Pure-Malt-Whisky (ich berichtete
darüber in den News im Dezember letzten Jahres) sagte Walsh, dass die
Schaffung einer Pure-Malt Kategorie nicht nur für Diageo, sondern für
die ganze Scotch-Whisky Industrie von Vorteil wäre. Er warnte, dass
ohne Innovationen die Jobs in der schottischen Whiskyindustrie bedroht
seien. Eine Abwertung dieser Pure-Malt Kategorie, wie es durch die
rivalisierenden Destillerien erfolgte, würde das Renommee der Branche
schädigen.
(Ob diese Äußerungen des Herrn Walsh nun auf die weiter knappen Marken
der Diageo-Gruppe, wie z.B. Lagavulin, abzielen bleibt abzuwarten.)
23. Februar 2004
"The Authenticator" als Waffe gegen Fälscher
Diageo Schottland ist mit der Herstellung des ersten "handlichen"
mobilen Spektralanalysegerätes ein wichtiger Schritt im globalen Kampf
gegen die Fälscher von Scotch-Whisky gelungen.
Das Analysegerät - The Authenticator (Der Echtheitprüfer) - wird helfen,
Firmenansprüche der Whiskyindustrie gegen die Fälscher durchzusetzen.
Der Authenticator wurde entwickelt von Diageo-Wissenschaftlern des
"Technical Centre" in Menstrie (Clackmannanshire) in Zusammenarbeit
mit der Firma "Spectroscopic and Analytical Developments", mit einer
Investitionssumme von 100.000 £ und einer Entwicklungszeit von mehr
als einem Jahr und kostet ungefähr 5.000 £.
Es wurde ein Analysegerät gebaut, welches im ultra-violetten Bereich
arbeitet und die Einspritzung eines Esslöffels Whisky erfordert. Die
Flüssigkeit wird durch einen ultra-violetten Strahl gescannt, welcher
die einzigartige Signatur der Marke abbildet. Diese Signatur wird dann
mit der Signatur aus der Datenbank verglichen.
Diageo hofft, dass es von der ganzen Industrie angewendet werden wird.
Zurzeit wird eine solche Überprüfung im Labor durchgeführt und dauert
bis zu zwei Wochen. Mit dem neuen Gerät ist es möglich die Echtheit in
weniger als einer Minute zu prüfen.
Die Fälschungen betreffen nicht nur Whisky, sondern auch andere
Schnapssorten. Dabei wird meist preiswerter und minderwertiger Schnaps
in Flaschen von beliebten Marken gefüllt. Die internationale Vereinigung
der Schnapsproduzenten (IFSP), welcher neben Diageo auch Pernod Ricard,
Brown Forman, Remy Cointreau, Bacardi-Martini und Allied Domecq
angehört, schätzt den Verlust auf 500 bis 700 Million $ pro Jahr.
Anders als beim klaren Schnaps sind bei der Analyse von schottischem
Whisky von Gesetzes wegen keine Indikatoren zulässig.
Gavin Hewitt, Hauptgeschäftsführer der "Scotch Whisky Association"
(SWA) sagte: "Schottischer Whisky hat ein globales Renommee als
Qualitätsgetränk entwickelt. Sein internationaler Erfolg bedeutet,
dass Andere von Zeit zu Zeit versuchen, dieses Renommee illegal zu
nutzen. Diese Vorrichtung ist eine neue Waffe um die Fälscher zu
besiegen und wird dem Verbraucher sogar mehr Vertrauen geben, dass
die Industrie wirklich alles tut, um die Qualität des schottischen
Whiskies sicherzustellen."
(Gelesen bei scotman.com)
16. Februar 2004
Horst Kroll in Insolvenz
Vorletzte Woche wurde das Insolvenzverfahren über Horst Kroll
vor dem Amtsgericht Bad Kreuznach eröffnet. Kroll bleibt jedoch
Kyrburgwirt, der Restaurantbetrieb und die Whisky-Tastings gehen
weiter wie bisher.
Grundlage ist ein so genannter Insolvenzplan, wie er seit einer
Gesetzesnovelle von 1999 möglich ist. Ausgearbeitet haben ihn der
Insolvenzverwalter Eckhard Finke aus Bad Kreuznach, die Steuerberaterin
Cornelia Dhonau sowie Rechtsanwalt Hans-Gert Dhonau aus Bad Sobernheim.
Dem vorausgegangen war ein Sanierungskonzept für den angeschlagenen
Kyrburgwirt, das jedoch nicht den gewünschten Erfolg brachte.
"Wir hatten versucht, uns mit den Gläubigern außergerichtlich zu einigen,
doch das ist uns nicht gelungen", berichtete Cornelia Dhonau beim
gestrigen Pressegespräch. 40 Gläubiger gibt es laut Finke insgesamt,
zwei der Hauptgläubiger sind die Sparkasse Rhein-Nahe und die Birkenfelder
Landesbank. Den Insolvenzantrag hatte die AOK gestellt. "Das ist heute
durchaus üblich, dass die Krankenkassen zuerst reagieren, wenn es
Zahlungsausstände gibt", erklärte Hans-Gert Dhonau dazu.
Sämtliche Forderungen, die bis 30. Januar aufgelaufen sind, sind Teil
des Insolvenzplans, der den Gläubigern nun vorgelegt wird. Anders als
früher, als noch alle Gläubiger einem Vergleich zustimmen mussten,
genügt jetzt die Mehrheit, um den Insolvenzplan anzunehmen. Finke ist
sehr zuversichtlich. "Gerade, weil die Zusammenarbeit mit den beiden
Hauptgläubigern so gut funktioniert, sehe ich gute Chancen, dass die
Kyrburg als Restaurant, vor allem aber als Kulturträger eine Zukunft
hat", sagte er.
Das glaubt auch Bürgermeister Fritz Wagner. "Es gab Mitte 2003 bereits
Gespräche zwischen Horst Kroll, Hans-Gert Dhonau, Cornelia Dhonau, den
Sparkassen und mir", berichtete er. "Wir waren uns einig, dass es in
jedem Fall Sinn hat, die Kyrburg zu erhalten", sagte Wagner, wohl
wissend, welch enorme Bedeutung das Kirner Wahrzeichen für die Stadt
hat. Laut Wagner war die Stadtverwaltung "auch auf den schlimmsten Fall
vorbereitet". Der wäre eingetreten, wenn es nicht zu einem Insolvenzplan
gekommen wäre und Kroll hätte aufgeben müssen. So aber habe der Notplan
"in der Schublade bleiben können".
Ins Schleudern gekommen war Kroll nach eigenem Bekunden vor allem,
nachdem Francesco Privitera, der Regisseur und Mitinitiator der
Kyrburg-Opernfestspiele, im Sommer 2001 kurz vor den Aufführungen
überraschend gestorben war. Danach, und auch wegen des schlechten
Wetters in diesem Sommer, waren selbst die Kartenreservierungen des
Stammpublikums nur sehr schwach gewesen. "Davon habe ich mich finanziell
bis heute nicht erholt", sagte Kroll gestern. Ob es noch einmal
Opernfestspiele auf der Kyrburg geben wird, steht derzeit noch nicht
fest. "Es gibt jedoch nach wie vor Leute, die gerne hier auftreten möchten.
Allerdings auf eigene Rechnung über den Kartenverkauf oder finanziert
über eine Agentur. Ich selbst beschränke mich auf die Gastronomie, die
nach wie vor gut läuft", kündigte Kroll an, der die Kyrburg übrigens
seit 1985 führt.
Wagner sagte ihm auch weiterhin Unterstützung seitens der Stadt zu.
"Das werden in der Hauptsache Hand- und Spanndienste sein, wenn es um
die Vorbereitung von kulturellen Ereignissen geht", so das Stadtoberhaupt.
Er könne sich aber auch vorstellen, dass die Stadt als Veranstalter
auftrete.
(Artikel gelesen in der "RHEIN MAIN PRESSE")
09. Februar 2004
Die Gewinnentwicklung bei Whiskyfirmen
Signatory Vintage Scotch Whisky, welche die kleinste schottische
Brennerei besitzt, machte in dem Geschäftsjahr bis März 2003 einen
Gewinn von 500.407£, bei einem Umsatz von 3,21 Mio.£, entsprechend den
neuesten Zahlen die von der Firma veröffentlicht wurden.
Die Firma aus Edinburgh, welche auch edlen Single Malt Whisky für den
Export und den Binnenmarkt auswählt und abfüllt, hatte noch das Jahr
vorher einen Gewinn von 710.304£ vor Steuern, bei einem Umsatz von
3,1 Mio.£. Der Rückgang des Profits wird durch höhere Zinsen auf die
Darlehen der Banken, von 888 £ im Vorjahr auf 236.274£ im Geschäftsjahr
bis März 2003, erklärt.
Signatory, gegründet 1988 vom schottischen Geschäftsmann Andrew
Symington, kaufte die Edradour Distillery bei Pitlochry 2002 vom
französischen Getränke-Riesen Pernod Ricard für 5.4 Mio.£. Die
Brennerei, die gerade drei ganztägige Angestellte beschäftigt,
produziert nur 12 Fässer Whisky pro Woche, das entspricht ungefähr
360.000 Flaschen pro Jahr.
Die Firma wird sowohl von Herrn Symington, als auch von einem Herrn
Graham Cox geführt. Die Vergütung der Geschäftsführer stieg ebenfalls,
einschließlich der 10.000£ für Pensionsrückstellungen, von 91.333£ im
Jahr davor auf 120.818£ im Geschäftsjahr bis März 2003.
Unterdessen kam der Gewinn bei der Loch Lomond Distillery Company,
im Geschäftsjahr bis März 2003, zurück. Die Firma ist sesshaft in
Alexandria, nahe Dumbarton.
Die Firma machte einen Gewinn vor Steuern von 377,755£ bei einem Umsatz
von 9,09 Mio.£ gegenüber einem Verlust vor Steuern von 87,487£ bei einem
Umsatz von 11,03 Mio.£ das Jahr davor. Die Vergütungen der fünf
Geschäftsführer stieg dabei im gleichen Zeitraum von 106.876£ auf
119.724£ pro Jahr, einschließlich einem Beitrag von 3.240£ pro Jahr
in die Pensionskassen.
Loch Lomond, im Eigentum vom Vorsitzenden der Geschäftsleitung Sandy
Bulloch und seiner Familie, produziert den Loch Lomond Single Malt,
den Loch Lomond Blend und den 10 Jahre alten Inchmurrin Single Malt.
Die Firma besitzt auch Glen Catrine Bonded Warehouse (Glen Catrine
Zolllager), die größte unabhängige Abfüllanlage in Schottland. Das
andere Hauptgeschäft der Firma ist die Weingroßhandlung Wm Morton Ltd..
(Artikel gelesen in der "The Press & Journal")
02. Februar 2004
Kommt die Konkurrenz für den Scotch am St. David's Day?
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.
So wird am 1. März diesen Jahres, dem St. David's Tag mit großer
Spannung die Erstabfüllung des ersten walisischen Whiskies nach über
hundert Jahren erwartet. Mit dem Beginn der Destillation 1999 knüpfte
man an die alten Zeiten an, wo man in Wales noch Whisky brannte.
Der Name der Brennerei ist "Gwalia" und befindet sich in Penderyn.
Nach diesem malerischen Dorf wird auch der neue Whisky benannt werden.
Er wird also "the penderyn, Single Malt Whisky" heißen. Für diese
Schreibweise, also Whiskey ohne "e" hat man sich ganz bewusst
entschieden.
Ob die Flaschen, von den zurzeit über 1000 Fässer gelagerten Whisky,
eine Konkurrenz zum schottischen Whisky darstellen werden, darf eher
bezweifelt werden. Es wird aber wahrscheinlich eine nette Ergänzung.
Obwohl beim brennen des Whiskies eine völlig neue, von Dr. David Faraday
der Universität Surrey und von der EU geförderter Brennapparatur
verwendet wird, soll der Whisky zu den 20 besten Whiskies gehören.
Dieser Meinung ist Dr. Jim Schwan, ein weltberühmter Whisky-Taster.
Die Brennapparatur besteht nicht aus zwei bzw. drei Brennblasen, wie
bei der Produktion von schottischen Whiskies, sondern aus einer Blase
mit viel Hi-Tec zur gezielten Steuerung der gewollten Aromen bei
minimalem Energieaufwand. Obwohl dieser Brennprozess mit über 90%
Alkoholgehalt deutlich über den 70% des traditionellen
Pot-Still-Brennverfahren liegt, wird das Destillat, wie beim Scotch
üblich mit ca. 63% auf das Fass gezogen. Hier bestände theoretisch die
Möglichkeit wesentlich älteren Whisky zu produzieren. Fachkundige
wissen von was ich rede ;-)
Lassen wir uns also von der weiteren Entwicklung und von den ersten
Tasting-Notizen überraschen.
Übrigens, wer heute schon diverse Flaschen vorbestellen will, kann dies
direkt hier
beim Hersteller tun.
26. Januar 2004
Wer nicht wirbt, ... stirbt!
Oder wer den englischen Geheimagenten 007, alias James Bond gegen sich
hat "stirbt an einem anderen Tag".
Das dachte sich jetzt vielleicht die schottische Whiskyfirma "John
Dewar & Sons" die den schottische Schauspieler Sir Sean Connery (73)
für einen Werbespot verpflichtete. Mit den Blends "Dewar's Whisky",
"Dewar's White Label" oder auch nur "White Label" indes immer noch
weltweit eine der größten Whiskymarken überhaupt und in den USA
unangefochten auf Platz 1.
Nachdem Connery zuvor für die japanische Whisky-Marke Suntory geworben
hatte, konnte nun Neil Boyd (Dewar's Direktor) sagen: "Dewar's ist
begeistert, Sir Sean Connery gewinnen zu können. Er ist und bleibt ein
sehr eigenständiger Charakter, ist zu einem der am meisten bewunderten
Männern in der Welt gereift und ist außerdem natürlich auch noch stolz
auf seine schottische Herkunft!"
Der Werbespot läuft unter dem Motto "Manche altern, andere reifen".
Vorerst soll der Spot nicht in England und nicht in den USA laufen,
sondern nur unter anderem im Libanon, Griechenland, Mexiko, Venezuela,
Russland und Thailand.
In Deutschland wahrscheinlich eher nicht, da bei uns die Marke eher
kein "Renner" ist.
19. Januar 2004
Der Steuer-Streit geht weiter!
Nun regen sich wieder neue Stimmen von Staatsseiten, zur Einführung
der Steuermarke auf Alkoholflaschen, also auch auf Whisky in Schottland.
Ich berichtete bereits davon in den "News" am 15. Dezember 2003.
Befürworter der Steuermarke ist zum Beispiel der schottischer Sekretär
Alistair Darling.
Er sagte im Unterhaus während einer 'schottischen Fragestunde':
"Die Industrie ist von entscheidenden Wert für Schottland. Aber, wenn
es sich um Betrug handelt, müssen wir etwas dagegen tun. Es einfach zu
ignorieren, wäre grob unverantwortlich. Denn jede sechste Flasche Whisky
wird an der Steuer vorbei verkauft. Das ist ein Betrug am Steuerzahler
von 600 Mill. £, trotz dass die Höhe der Steuer in den letzten sechs
Jahren unverändert blieb." Er bekräftigte nochmals, die Regierung werde
das Problem bis spätestens 2006 anpacken, sollte nicht die Industrie
gängigere Alternativen vorschlagen.
Alistair Carmichael, MP von Orkney und Shetland, gab jedoch zu bedenken,
dass das System hunderte Millionen britische Pfund kosten und damit
viele kleine Brennereien aus dem Markt drängen werde.
Das Thema wird also noch einige Zeit den schottischen Whiskymarkt
beschäftigen.
12. Januar 2004
Aufhebung der Alkohol-Einfuhrbeschränkung
"Das Resultat harter Arbeit durch die Industrie in den letzten Jahren!",
kommentierte Gavin Hewitt, (Hauptgeschäftsführer der Scotch Whisky
Association) die Meldung.
Die Meldung nämlich, dass es ab 1. Januar diesen Jahres allen Schweden,
Finnen und Dänen erlaubt ist, unbegrenzt viel Alkohol von den
innereuropäischen Auslandsreisen mit nach Hause zu bringen. Damit
folgen diese Länder nun ebenfalls den EU-Richtlinien, .
Die Aufhebung dieser Beschränkungen wird natürlich auch mehr Nachfrage
an schottischen Whisky durch die Skandinavier in Schottland bringen.
(Gelesen bei scotman.com)
05. Januar 2004
Neujahrsgrüße!
Liebe Whiskyliebhaberinnen und Whiskyliebhaber,
jede und jeder Einzelne von uns blickt mit anderen Gefühlen auf das
neue Jahr 2004.
Ich wünsche allen zumindest genug Gesundheit um nicht nur Whisky
genießen zu können und genug Zeit um ab und zu auf meiner Seite
vorbeischauen zu können und genug Geld um sich über diesen Whisky
hinaus, noch das Eine oder Andere leisten zu können.
Gleich im Januar, nämlich genau vom 12.01.04 bis zum 18.01.04 wird es
im österreichischen Bad Kleinkirchheim erstmals das "World-Spirits
Festival" geben. Die vom Start weg größte eigenständige
Spirituosen-Ausstellung erwartet rund 40 internationale Teilnehmer mit
nahezu 500 Destillaten. Obwohl neben anderen Edelbränden der Whisky
wahrscheinlich nicht zu kurz kommen wird, ist eine Konkurrenz zur
Interwhisky nicht zu fürchten.
Wer mehr zum Programm, den Ausstellern und zum Veranstalter wissen
möchte, findet auf dem
Portal entsprechende Informationen.
Ich wünsche der Veranstaltung viel Erfolg.
29. Dezember 2003
Gedanken zum Jahreswechsel
Text nach oben geschoben.
22. Dezember 2003
Droht das "Sakrileg" von Cardhu auch anderen Marken?
Der Aufschrei der Whisky-Liebhaber galt dem "Sakrileg", einen
renommierten Single Malt in einen gewöhnlichen Pure Malt um zu wandeln,
von dem man nicht weiß, aus welcher Brennerei er jetzt stammt. (siehe
"News" vom 08. Dezember 2003)
Diageo-Sprecherin Barbara Clark sieht in der Polemik um den Cardhu
nichts anderes als ein "Industrie-Gezänk", das unterdessen beigelegt
ist. "Wir haben nicht die geringste Absicht, dasselbe mit andern
Single-Malt-Whiskies unserer Gruppe zu machen", versicherte sie
gegenüber der Nachrichtenagentur "sda".
Das sieht Ernest Dällenbach, Sekretär des Schweizerischen
Spirituosenverbandes, ganz anders. Er schließt nicht aus, dass das
Beispiel des Cardhu auch bei anderen, kleineren Brennereien Schule
machen könnte. Wichtig sei aber, dass der Kunde zufrieden sei.
"Letztendlich wird der Konsument entscheiden, ob Diageo recht gehabt
hat, indem er weiterhin Cardhu trinkt oder nicht", meint Dällenbach.
"Die Puristen können sich ja an einen andern Single Malt halten. Es
gibt Dutzende von Marken in Schottland. Der Diageo-Gruppe steht es frei,
mit ihren Brennereien zu machen, was sie will. Hauptsache ist, dass
korrekt informiert wird, was beim Cardhu der Fall war. Das letzte Wort
hat der Markt", stellt Dällenbach weiter fest.
An dieser Stelle möchte ich nochmals den Unterschied der schottischen
Whiskies erläutern:
- Blended: Verschnitt aus Malt Whisky (Gerste) und Korn Whisky (Weizen,
Roggen, Mais)
- Vatted Malt: Mischung aus mehreren Single Malt
- Pure Malt: Verschnitt aus mehreren Malt Whiskies aus verschiedenen
Brennereien
(Eine Wortkreation von Diageo, um die Übersetzung zu
vereinfachen)
- Single Malt: Malt Whisky aus einer einzigen Brennerei
- Single single: Single Malt aus einem einzigen Faß.
- Cask Strength: Rohwhisky im Faß von rund 60% Alkohol.
Warum schlagen eigentlich in Schottland bei diesem Thema "die Wellen
so hoch".
Weil Whisky heute zu den wichtigsten Einnahmequellen Schottlands gehört.
Die Whisky-Herstellung beschäftigt 15.000 Personen direkt und 55.000
Personen indirekt. Zudem ermöglicht sie, gewerbliche Aktivitäten auch
in entlegenen, von der Natur nicht gerade gesegneten Regionen aufrecht
zu erhalten.
Die Schotten selber kontrollieren die Whisky-Produktion heute allerdings
nur noch zu etwa 30 Prozent. Etwa 70 der 100 großen Brennereien befinden
sich im Besitz von vier großen ausländischen Gruppen: Diageo, Allied
Domecq, Pernod Ricard und American Brands.
(Gelesen bei "bluewin.ch")
15. Dezember 2003
Schottischer Whisky bald mit Steuermarke?
Nicht bei uns in Deutschland, aber vielleicht in Schottland!
Da hat die schottische Whiskyindustrie gerade ihren wochenlangen
Streit mit einem Konkurrenten hinter sich, droht neues Ungemach von
Staatsseiten.
Der Fiskus will den Alkoholsteuerbetrug mit dieser unpopulären Maßnahme
den Kampf ansagen. Die Regierung behauptet, dass würde helfen den
jährlichen Steuerbetrug um 160 Mill.£ zu verringern.
Demgegenüber rechnet die Industrie Mehrkosten von 280 Mill.£ pro
Jahr dagegen. Diese Kosten entstehen auf der einen Seite durch die
Anschaffung von zusätzlichen Maschinen zur Aufbringung der Marken auf
die Flaschen und zum anderen an der Verlangsamung der Abfüllstraßen durch
selbiges. Ganz abgesehen von dem zusätzlichen Kapitalbedarf zum Kauf
der Steuermarken, um die Steuer schon an den Staat zu bezahlen bevor
das Produkt überhaupt an die Großhändler ausgeliefert bzw. verkauft wird.
Aus diesen vorgenannten Gründen hat die Industrie den Ball aufgenommen
und ist sehr daran interessiert dem Fiskus eine Alternative vorzuschlagen.
Entsprechende klärende Gespräche laufen schon bzw. sind in Vorbereitung.
08. Dezember 2003
Sturm im schottischen Whisky-Glas
«Pure Malt» als Mischung aus Irreführung und Innovation
Erfolg ruft leicht Neider auf den Plan, und diese können vor allem
dann unangenehm werden, wenn strittig ist, ob der Erfolg mit
lupenreinen Methoden errungen worden ist. Am Donnerstag konnte nun
überraschend schnell ein Streik in der schottischen Whisky-Industrie
beigelegt werden, der sich seit dem Sommer zusammengebraut hatte und
laut Branchenexperten leicht in eine größere Krise hätte führen können.
Der Grund für den Aufruhr war der berühmte Cardhu-Whisky des britischen
Spirituosen-Konzerns Diageo. Als zwölfjähriger Single-Malt-Whisky war
Cardhu in den vergangenen fünf Jahren die Whisky-Marke, die weltweit
umsatzmäßig am stärksten zulegen konnte. Inzwischen werden mehr als
280.000 Flaschen pro Jahr verkauft.
Neues Rezept oder Panscherei?
Der Erfolg bescherte Diageo jedoch ein Problem: Die Ausweitung der
Produktion über die bisherigen Mengen hinaus war kaum mehr möglich,
und selbst wenn man die Kapazität hätte erhöhen können, hätte man noch
eine Lagerzeit von zwölf Jahren überbrücken müssen. Das wollte man
verständlicherweise vermeiden und fand einen Ausweg. Ab dem Juli wurde
der Malt-Whisky verschiedener Destillerien gemischt und der
Single-Malt-Whisky in «Pure Malt» umgetauft. Diese Bezeichnung ist
weniger gängig und im traditionellen Whisky-Markt eine regelrechte
Innovation, wenngleich man bei Diageo betont, den Begriff nicht selbst
erfunden zu haben. Dem eingefleischten Whisky-Kenner signalisiert das
Wort «pur», dass es sich nicht um den billigeren «blended» Whisky handelt,
bei dem der reine Malz-Whisky mit destilliertem Getreide gemischt wird,
sondern um einen puren Malz-Whisky, der aber anders als der «Single» aus
verschiedenen Destillerien kommen darf.
Der Konkurrenz allerdings schmeckte die neue Mischung gar nicht.
Einige der traditionellen Whisky-Brenner warfen Diageo irreführende
Verkaufspraktiken vor. Der Konzern habe trotz der «Verwässerung» des
Produktes weder den Markennamen Cardhu aufgegeben noch das Design und
die Verpackung der Flaschen geändert. Der Ruf der Industrie werde
nachhaltig geschädigt, klagten die Konkurrenten und drohten sogar damit,
den Fall unter dem Vorwurf des unlauteren Wettbewerbs vor die britische
oder sogar die europäische Wettbewerbsbehörde zu ziehen. Doch bevor es
so weit kam, rief die schottische Whisky-Vereinigung zu einem
Krisengespräch - und die Wogen konnten geglättet werden, bevor die
Industrie vollkommen polarisiert war.
Aufklärung der Konsumenten
Um den Käufern zu signalisieren, dass sie ein anderes Produkt kaufen,
wird der Cardhu künftig statt eines braunen ein grünes Etikett tragen.
Der Markenname darf beibehalten werden, dafür hat sich der Konzern aber
zu einer Werbekampagne verpflichtet, die den Käufer darüber aufklären
soll, was er eigentlich kauft. Handlungsbedarf hat die schottische
Whisky-Vereinigung aber auch bei sich selbst ausgemacht. Sie wird nun
im Höchsttempo an genauen Definitionen für die einzelnen
Whisky-Kategorien arbeiten. Die bisherigen Definitionen basieren auf
Tradition und Gewohnheit, sind jedoch rechtlich unverbindlich.
Gemeinsame Standards sollen künftige Nebel verhindern.
(Gelesen in der "Neue Zürcher Zeitung")
01. Dezember 2003
Nikolausgeschenk
Sooo, pünklich zum Nikolaus können wir nun die Whisky-Fangemeinde
beglücken und den Preisrechner in erweiterter Form anbieten.
Mein ausdrücklicher Dank gilt Armond Disher, der es fertig gebracht
hat, diese umfangreiche Whiskyanzahl in seiner Freizeit aufzulisten,
zu bearbeiten und in Zukunft auch weiter zu aktualisieren. Und damit
nicht genug. Er hat wirklich vor, diese Anzahl mit weiteren Whiskysorten
zu ergänzen. So lassen wir uns doch gern weiter überaschen ;-)
Noch was in eigener Sache.
Da ich merke, dass das Forum nicht angenommen wird, habe ich die Rubrik
"Laber-Thread's" für jeden User freigegeben. Also wer Lust hat mir oder
der Fangemeinde etwas mitzuteilen, kann dies dort tun ohne sich erst
registrieren zu müssen. Ich möchte vor allem mit dem Forum, jeden User
die Gelegenheit geben, Anregungen und Wünsche zu "WHISKY-PREISE.DE"
einfach und schnell "an den Mann zu bringen", bzw. in einer Diskussion
ein gewisses Meinungsbild zu erhalten.
24. November 2003
Nachlese zur InterWhisky 2003
Für alle, die nicht zur 5. InterWhisky kommen konnten, hiermit ein
kleiner Rückblick. Alle Preise werden von mir völlig wertfrei genannt
und haben nur informativen Charakter.
In der Eingangshalle des Hotels waren zwei Kassen aufgebaut, an welchen
man neben der Eintrittskarte (10,00€ pro Person) ein Sonderheft
"Der Whisky-Botschafter" (4,00€) erwerben konnte.
Des Weiteren konnte man, ebenfalls noch im Foyer, an einem kostenlosen
Gewinnspiel der Fa. Highland-Park teilnehmen, bei dem jeder gewann.
Und zwar ging das Spiel so:
Nach einer kurzen Berieselung mit Geräuschen der Insel Orkney, welche
man auch beim
Aufruf der Internetseite der Firma hören kann, wurde
jeder Besucher, der an dem Spiel teilnahm, auf ein Polaroid gebannt.
So gewann jeder, der noch auf das Bild seine Adresse vermerkte eine
Mini des 12-jährigen "Highland-Park", die Firma gewann eine große
Anzahl Adressen und 3 Besucher, auf die um 16.00 Uhr das Los fiel,
darüber hinaus noch eine 0,7 Liter Spezialabfüllung.
Vom Foyer gelangte man über eine Wendeltreppe in einen großen Vorraum.
In diesem konnte man sich an ein paar Tischen bei verschiedenen
Nichtwhiskygetränken und einigen Snacks (4,00€ bis 10,00€) stärken und
sich mit seinen Gesinnungsgenossen verbal austauschen. Außerdem konnte
man sich hier für die Verkostung ein Tasting-Glas (3,00€) und
Wertmarken (1,00€/Stück) erwerben.
Mit diesen Wertmarken konnte man an den Ausstellungsständen, welche im
nächsten Raum aufgebaut waren, den einen oder anderen Whisky seiner
Wahl probieren. Für eine Standard-Orginalabfüllung reichte in der Regel
eine Wertmarke, für die Rare-Malts musste man schon mehrere Wertmarken
anlegen. Die Auswahl des Raumes erschien mir als angemessen und Stilvoll,
wobei am Samstagnachmittag in den Gängen kein Apfel mehr zur Erde fallen
konnte. Neben den Whiskyherstellern/-händlern waren so allerhand
Aussteller aus dem "Whiskyumfeld", wie Fachzeitschriftenanbieter, Mixer,
Glashersteller, etc. zu finden.
Die Fachvorträge fanden in zwei extra Salons im Stundenrhythmus statt.
Trotz, dass der Beginn der Vorträge wechselseitig eine halbe Stunde
zeitversetzt stattfand, ist es aber kaum möglich gewesen an allen
Vorträgen teilzunehmen. Zu diesen Fachvorträgen stand neben der
Vorstellung der Destillerie die Verkostung von mindestens einem Whisky
im Vordergrund. Die Vorträge, an denen ich teilnahm, waren sehr locker
und kurzweilig.
Zu guter letzt möchte ich es nicht versäumen zu erwähnen, dass ebenfalls
in einem abgetrennten Raum die Möglichkeit bestand, den einen oder
anderen Whisky käuflich zu erwerben. Die Preise waren Durchschnitt und
keine Super-Sonder-Messepreise, wie der eine oder andere vielleicht
vermuten mag.
Alles in allem war es eine Veranstaltung sowohl für den Neuling, der
sich einen Überblick verschaffen konnte, als auch für den Experten,
der mit den einen oder anderen Profi ins Gespräch kam.
17. November 2003
Aufnahme von Jahrgangswhiskies
Nicht nur der Whisky-Markt verändert sich (siehe hierzu die heißen
Diskussionen zu Cardhu bzw. Cardow in den einschlägigen Medien und
Internetforen), sondern auch das Angebot auf dieser Seite.
Dank der freundlichen Unterstützung von Armond Disher ist es nun in
naher Zukunft möglich einen Preisüberblick über die Jahrgangswhiskies
zu geben. Dabei wurde ebenfalls die Einschränkung auf Scotch Single
Malt Whisky gemacht, dass heißt also auf den schottischen Single Malt
Whisky. Trotzdem wurde für Euch eine nicht zu verachtende Anzahl von
über 1600 Whiskies ! ! !
ausgewählt. Damit hat man zumindest schon mal einen groben Überblick ;-)
Jeder wird Verstehen, dass bei diesem Umfang die Anzahl der gelisteten
Shops wesentlich geringer sein wird. Der Sinn und Zweck soll hierbei
nicht vordergründig die Preissuche sein, das heißt bei welchem Shop es
dieses oder jenes edle Wässerchen am preiswertesten gibt, sondern es
soll ein Gesamtüberblick geschaffen werden.
So, es ist zwar noch etwas Programmieraufwand notwendig, aber der
Großteil ist geschafft.
Lasst Euch also überraschen und schaut regelmäßig auf dieser Seite vorbei.
10. November 2003
Neuerung
Auf Wunsch einiger Nutzer des Rechners, habe ich eine Neuerung
programmiert. Sie befindet sich auf der Ergebnisseite.
Wer mehr Informationen zum jeweiligen Shop, wie Adresse, Ansprechpartner,
etc. in komprimierter Form sucht, der findet diese Informationen in der
letzten Spalte unter "Info". Wer also dem Shop seiner Wahl eine E-Mail
schreiben möchte, um sich z.B. für die Übersichtlichkeit der Produkte
innerhalb des Onlineshops zu bedanken ;-) der braucht also nicht lange
auf der Shopseite zu suchen, um sich die Information zusammenzuklauben.
Einfach mal ausprobieren!
03. November 2003
Whisky im Wert von 300.000 € gestohlen
Vor einer reichlichen Woche haben Diebe eine Lieferung Whisky
gestohlen. Sie stahlen eine Ladung 17-jährigen Glengoyne Single Malt
von einem LKW. Die Gruppe brach in ein Verteil-Depot am Rande des
Industriegebiets von Denny (Stirlingshire) ein. Sie brach den Anhänger
auf, der die kostbare Ladung transportierte.
Die Lieferung war für den französischen Markt, zum Weihnachtsgeschäft
bestimmt.
Die Polizei befürchtet jetzt, dass tausende der Flaschen preiswert auf
dem schottischen Markt angeboten werden. Sergant Pat Scroggie, vom
Falkirk CID sagte: "In dieser Zeit des Jahres ist der Markt sehr
aufnahmefähig, so dass dieses Produkt leicht abgesetzt werden kann.
Wir gehen davon aus, dass sich der Whisky noch in Schottland befindet
und in Glasgow oder Edinburgh verkauft werden soll." Er fügte hinzu:
"Die Flaschenaufkleber sind zwar mit 'Glengoyne schottischer Whisky'
gekennzeichnet, der restliche Druck ist aber in französisch. Wir sind
an Jedem interessiert, der eine Flasche von diesem Whisky angeboten
bekommt bzw. irgendeine andere Information zum Diebstahl machen kann."
(Gelesen bei scotman.com)
27. Oktober 2003
Zwischenziel
Soooo, … sagt man immer, wenn man etwas "Größeres" beginnt oder wenn
man etwas "Größeres" beendet hat.
Ich sage nun soooo, … weil ich nun etwas "Größeres" beendet habe.
Nämlich die Eingabe der Whisky-Preise dessen Shops, welche ich mir von
Anfang an vorgenommen hatte. Es sind jetzt mehr als 20(!) Shops die
ich in meinem Preisvergleich einbezogen habe. Damit ergeben sich weit
über 5000(!) Datensätze. Die wollen erst mal "gehändelt" werden.
Abgesehen von einer weiteren Neuerung (also immer schön diese "News"
lesen), welche ich demnächst verkünden werde, werde ich mich in
nächster Zeit, soweit es meine Zeit erlaubt vor allem um die
Aktualisierung der Preise kümmern.
20. Oktober 2003
Das neue englische Alkohol-Patent-Gesetz (The Licensing Act)
Auszug:
Der Fahrplan ist:
- Ministerieller Führer gegen Ende September 2003.
- Die lokalen Behörden veröffentlichen ihre Beschlüsse Februar/März 2004.
- Die neuen Lizenzen oder Zertifikate werden im Januar 2005 gültig.
Die Verschmelzung von bisher 6 verschiedenen Lizenz-Systemen (Alkohol,
öffentliche Unterhaltung, Kinos, Theater, späte
Nacht-Erfrischungshäuser (?), Nachtcafés).
Ein einziges integriertes System, um Lokale zu lizenzieren, die Alkohol
verkaufen, dem Publikum Unterhaltung bieten oder spät nachts
Erfrischungen offerieren.
Übertragung der Verantwortung für die Alkoholpatentvergabe vom lokalen
Gericht (magistrates' courts) zu den lokalen Behörden.
Es werden zwei Lizenzen unterschieden: Die Lizenz für das Lokal mit
Betriebsvorschriften (z.B. Öffnungszeiten, Notausgänge, Grösse),
angesprochen werden Kriminalität, Unruhe, öffentliche Sicherheit,
Jugendschutz. Sie werden lokal erteilt, unter Abwägung von u.a.
der Bedürfnisse des Betreibers, der Anwohner, der Feuerwehr, im
allgemeinen öffentlichen Interesse.
Ein neues System der persönlichen Lizenz wird eingeführt. Sie erlaubt
dem Inhaber Alkohol zu verkaufen oder zu liefern für den Konsum in oder
ausserhalb der Lokalität, für die eine Lizenz vorhanden ist.
(Jene, die reglementierte Unterhaltung oder alkoholfreie Erfrischungen
in der Nacht anbieten, benötigen nur eine Lokal-Lizenz.)
Die persönliche Lizenz kann an Personen über 18 Jahren für 10 Jahre
abgegeben werden, die einen Test zu Lizenzrecht und sozialer
Verantwortung bestanden haben und über einen guten Leumund verfügen.
Die Abschaffung der Öffnungszeitbeschränkung für den Verkauf von Alkohol
erlaubt den durchgehenden Betrieb. (24 h, 7 Tage)
Das gesetzliche Mindestalter um Alkohol in lizenzierten Betrieben
konsumieren und kaufen zu dürfen, bleibt bei 18 Jahren. Ausnahme:
Jugendliche von 16 oder 17 Jahren in Begleitung einer erwachsenen Person
dürfen Alkohol zu einer Tischmahlzeit konsumieren, wenn der Alkoholgehalt
unter dem von Spirituosen liegt.
Eine Reihe von alten und speziellen Privilegien in Bezug auf den Verkauf
von alkoholischen Getränken, die im Besitz der Krone, gewissen Theatern,
der Weinhändler der Londoner City und des Vizekanzlers der Universität
Cambridge waren, sind aufgehoben worden.
etc.
(Quelle: alcohol ALERT 2003, Übersetzung: Hermann T. Meyer)
13. Oktober 2003
Whisky-Steuer in Deutschland
Wobei in ganz Europa zwischen den Steuermonopolisten (Staaten) ein
Konkurrenzkampf, mit dem Hintergrund ausgebrochen ist, nicht zu viel
Steuereinnahmen an den Nachbarn durch Steuertourismus (siehe News der
letzten Woche) zu verlieren, melden sich in Deutschland "eigenartige"
Stimmen zu Wort. Im letzten Monat berichtete die "Bild"-Zeitung, dass:
…
Gesundheitsforscher einer Erhöhung der Alkoholsteuer positiv gegenüber
stehen. Eine neue Studie des Fritz-Beske-Instituts für
Gesundheitssystemforschung enthalte den Vorschlag, die Steuer auf Bier,
Sekt und Branntwein um 70 Prozent anzuheben.
Nach Berechnungen des Instituts würde die Steuer für Branntwein je
Liter reinen Alkohols von 13 auf 22 Euro steigen.
…
Ich vermute, dass diese Forscher von diesen Steuereinnahmen mit bezahlt
werden.
Da sich in diesem Zusammenhang die Frage, wie hoch die Alkoholsteuer
für unseren heißgeliebten Whisky ist, förmlich aufdrängt, habe ich
mal etwas recherchiert.
Die Alkoholsteuer teilt sich in drei Klassen auf: die Bier-,
Branntwein-, und Schaumweinsteuer. Am teuersten sind Spirituosen, die
in Deutschland einer Monopolverwaltung unterliegen. 1.303€ zieht
der Fiskus pro 100 Litern verkauftem Schnaps ein. Bei Schaumweinen
sind es zwischen 136 und 51 Euro. Am günstigsten ist Bier:
durchschnittlich starkes Bier wird mit 9,44€ pro Hektoliter
(100 Litern) besteuert. Kleinere Brauerein, die weniger als 5.000
Hektoliter herstellen, zahlen nur die Hälfte. Die Biersteuer ist die
einzige unter den Alkoholabgaben, die den Ländern zusteht.
Deshalb wird bei Whisky folgende Steuer "erwirtschaftet":
0,7Liter-Flasche, 40%: 13,03€/Liter x 0,7Liter x 0,40 = 3,65€
1,0Liter-Flasche, 43%: 13,03€/Liter x 1,0Liter x 0,43 = 5,60€
Umfassender geht es mit dem
Alkoholrechenprogramm alk.zip (4,25 MB)
von der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein in Offenbach am Main.
Für die ganz "Wissbegierigen" habe ich
hier
eine umfassende Infoseite erstellt.
06. Oktober 2003
Whisky jetzt in Dänemark preiswerter als in Schottland
Weil Dänemark seine Steuer am Mittwoch letzter Woche auf Schnaps und
damit auch auf schottischen Whisky fast halbiert (um 45%) hat, ist
eine Flasche in Kopenhagen jetzt billiger als in Edinburgh.
Die Dänen, die im Jahr im Wert von ca. 13,3 Mill. € Scotch importieren,
haben Ihre Steuer um 35 Kronen (2,25€) pro Flasche gesenkt, um die
fehlenden Steuereinnahmen durch den grenzüberschreitenden Verkehr zu
Deutschland zu bändigen und den "Schnapstourismus" damit zu stoppen.
Diese Situation würde sonst im nächsten Januar noch bitterer werden,
wenn Dänemark durch die EU aufgefordert wird, seine
Einfuhrbeschränkungen für den persönlichen Verbrauch aufzuheben.
Unbestätigten Medienberichten zufolge reagierten deutsche Geschäfte im
Grenzgebiet mit Dumpingpreisen auf die Steuersenkungen in Dänemark.
Die Steuer auf einer 0,7l Whisky-Flasche Scotch in Dänemark beträgt
jetzt 5,85€ pro Flasche, verglichen mit 5,48£ (7,85€) in
Großbritannien.
Bestrebungen in dieselbe Richtung unternehmen Norwegen und Finnland.
Durch diesen Dominoeffekt könnte auch Schweden gezwungen werden
(Gerüchte gehen ebenfalls von 50 Prozent Steuerreduzierung aus) ihre
Steuer zu senken. In Finnland liegt bereits ein parlamentarischer
Antrag zur Senkung um 44 Prozent im nächsten Jahr vor. Sollte Schweden
und Finnland ihre Steuer wirklich im folgenden Jahr senken, könnten
wir eine Situation haben, dass Großbritannien die zweithöchste
Whiskysteuer in Europa, hinter Irland hat.
Es versteht sich von selbst, dass diese Neuigkeiten von der
Scotch-Whisky-Industie und der "Scotch Whisky Association" erfreulich
aufgenommen wurden.
(Gesehen in verschiedenen Medien)
29. September 2003
Das 100.000£ - Projekt
Vorige Woche hat die schottische Whiskyindustrie einen bedeutenden
Schritt unternommen, indem sie Herrn Chris Conway zum "Scotch Whisky
Tourismus-Entwicklungs-Manager" bestellt hat.
Herr Conway, als ehemaliger Marketing-Manager von "Whyte u. Mackay",
wird vor allem mit Hotels, Gaststätten und den
Brennerei-Besucher-Center neue Wege entwickeln, um mittels Whisky als
Tourismus-Attraktion, Touristen nach Schottland zu locken. Geplant ist
die Installation von "Whiskybotschaften", in welchen die Touristen
mehr über Ihr Lieblings-Getränk erfahren können.
Das 100.000£ - Projekt (vorgestellt vom Abgeordneten Jim Wallace und
dem Vorsitzenden der "Scotch Whisky Association" Ian Good) wird vom
"Scotch Whisky Heritage Centre" begleitet.
Die Finanzierung erfolgt von den schottischen Unternehmen, Unternehmen
der Highlands und der Inseln, von "VisitScotland" und von der
"Scotch Whisky Association".
Herr Good sagte:" Mehr als eine Million Menschen besuchen jedes Jahr
40 Brennerei-Besucher-Center. Die Whiskyindustrie ist ein bedeutender
Botschafter für Schottland. Herr Conway, mit seinen Erfahrungen, kann
darauf bauen."
(Gelesen bei scotman.com)
22. September 2003
Neue Version des Whisky-Rechners
Auf vielfachem Wunsch habe ich das Programm auf die multiple
Auswahlmöglichkeit der Whiskysorten erweitert.
Konkret heißt dies, dass das Auswahlfeld auf Mehrfachauswahl umgestellt
wurde und damit bei einem Suchvorgang mehrere Einträge auswählbar sind.
Ich hoffe, es ist jedem Nutzer klar, wie man mehrere Einträge selektieren
kann. In der Regel sollte das normalerweise durch das Halten der
[Strg]-Taste bei gleichzeitigem Anklicken der gewünschten Listeneinträge
möglich sein.
Zu beachten ist natürlich, dass eine steigende Whisky-Anzahl zu einer
sinkenden Ergebnis-Anzahl führt, da nicht jeder gelistete Shop jede
Whiskysorte führt und im Ergebnis nur die Shop's aufgeführt werden,
bei welchem jede ausgewählte Whiskysorte erhältlich ist.
Das Ergebis stellt auf alle Fälle die Summe der ausgewählten
Whiskysorten dar.
Selbstverständlich ist es weiterhin möglich auch nur
einen Whisky auszuwählen.
15. September 2003
Inter - Whisky 2003
Endlich ist der Internetauftritt der Inter - Whisky 2003 "Up to Date",
wenn auch der Seitentitel immer noch das Jahr 2002 trägt und der auf
der Seite zur Verfügung stehende Bannercode sich auf die
Inter - Whisky 2002 bezieht :-( Wer also den aktuellen Code sucht,
kopiert einfach den Code von meiner Seite.
Endlich kann man sich über die Aussteller, den Eintrittspreis und über
"Dies und Das" informieren.
Endlich kann so langsam die Diskussion über die Qualität und das
Preis/Leistungsverhältnis so richtig anlaufen.
08. September 2003
Es ist ein gutes Dram-Gebiet
Entsprechend einer Übersicht der Supermarktkette "Somerfield", sind
in Edinburgh die größten Whisky-Kenner Großbritanniens zu finden.
Die Kunden der fünf "Somerfield"-Filialen von Edinburgh kaufen mehr
Whisky der oberen Preisklasse als irgendwoanders des Landes.
Ein Sprecher sagte: " Die Leute von Edinburgh haben offenbar große
Geschmacksknospen".
(Artikel gefunden bei scotman.com)
Anmerkung von WHISKY-PREISE.DE: Die relativ große Anzahl an
zahlungskräftigen Touristen in Schottlands Hauptstadt Edinburgh und
der Fakt das Whisky ein schottisches Nationalgetränk ist, spielen
dabei bestimmt auch ein große Rolle. Als Tourist kann man entscheiden
ob man sich einen Kilt oder eine gute Flasche Whisky zum Andenken
mitnimmt :-)
01. September 2003
Die erste und wichtigste Neuigkeit ist sicherlich, dass heute die Seite
"WHISKY-PREISE.DE" online gegangen ist. Wenn auch zur Zeit noch nicht so
perfekt und vollständig wie es meinen Vorstellungen entspricht, aber der
Anfang ist gemacht.